
David Kelling ist Mitglied des Clans mTw.Mindfactory, der am vorletzten Wochenende zum dritten Mal in Folge die ESL Pro Series im Spiel Counterstrike:Source gewann (gulli:news berichtete). Sein Selbstverständnis fasst er im Interview folgendermaßen zusammen: "Ob man es unbedingt Hochleistungssport nennen muss, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es ein Denksport. Was die Trainingszeiten und das Engagement angeht, ist es sicher auch mit Leistungssport vergleichbar." Kelling verrät, dass er mit seinem Team drei- bis viermal die Woche für zwei oder drei Stunden trainiert, "vor großen Wettkämpfen kann es auch mal mehr sein".
Von den Fans erhalten die Spieler durchaus Anerkennung, freut sich Kelling, der auf den Finals auch schon Foto- und Autogrammwünsche erfüllte. "Man hat gemerkt, dass ihnen [den Fans] die Nähe zu den Spielern wichtig ist. Das war schön," freut sich der 25-Jährige. Vom eSport leben könne man in Deutschland aber, trotz Sponsorenverträgen, momentan nur schwer.
Am noch immer schweren Stand des eSports in Deutschland, finanziell wie in der öffentlichen Wahrnehmung, gibt Kelling vor allem der Politik die Schuld: "Turniere werden abgesagt, weil man uns nicht in der Stadt haben will. Potenzielle Investoren trauen sich nicht, Geld in den E-Sport zu stecken. Ich würde mir wünschen, dass Frau Merkel sich mal mit Profispielern unterhält. Die meisten Politiker haben mit ihren 60 oder 65 Jahren nämlich gar keine Ahnung, worum es überhaupt geht. Trotzdem ist immer wieder von Killerspielen und einem Verbot die Rede. Wir wollen nicht als Spielball der Politik benutzt werden, nur weil es mal wieder Wahlen gibt." Anstatt pauschaler Verbote setzt sich Kelling für einen besseren Dialog zwischen den Generationen und für die Vermittlung von mehr Medienkompetenz an Kinder ein.
Worauf kommt es an, um ein guter eSportler zu werden? Kelling hat darauf folgende Antwort: "Man muss fünf Leute finden, mit denen man sich blind versteht. Man muss wirklich vertrauen zu seinen Mitspielern haben, das ist das wichtigste. Aber auch die Koordinationsfähigkeit spielt eine Rolle. Die Maus bedienen und die Tastatur, gleichzeitig sprechen und den Bildschirm im Blick haben. Das muss man trainieren. Wer dann Spaß dabei hat, kann es schaffen. Natürlich muss man auch bereit sein, viel Zeit fürs Spielen zu investieren. Wer hobbymäßig ein- bis zweimal die Woche ein bisschen spielt, hat keine Chance."
Sein Schlusswort ist ein Appell an alle, die eSportler und Computerspiele-Fans noch immer gerne als "Freaks" abstempeln wollen: "Ich arbeite für ein Mobilfunkunternehmen. In der Freizeit treffe ich meine Freundin oder Freunde, Kino, ganz normale Sachen. Wir sind auch nicht anders. Ich würde mir wünschen, dass das in der Öffentlichkeit endlich wahrgenommen wird." (Annika Kremer)
News Redaktion am Dienstag, 23.06.2009 16:20 Uhr
Mir persönlich ist der E-Sport auch wayne. Aber es kotzt mich an, wenn andere meinen, dies wegen popeligen Amokläufen so dermaßen niedermachen zu müssen. Amokläufe gabs schon immer und wird es auch immer geben, ob mit oder ohne Shooter. E-Sport nein, Waffenmesse ja. :confused: ...
Daran merkt man mal wieder, das Gulli kein Underground ist. Wenn man noch nichtmal mehr gepflegt fluchen kann (und hey, ich achte wenigstens noch teilweise auf meine Rechtschreibung), dann kann sich die Geschäftsführung bzw. Boardleitung doch gleich zur CDU setzen. Jetzt mal ...
Bitte die Kraftausdrücke etwas zurückfahren, dieselben Argumente hättest du auch ohne ein derartig überflüssiges Gefluche rüberbringen können. Sowas ist einfach nur unschön zu lesen und nervt. Wir sind hier nicht im Kindergarten. Daran merkt man mal wieder, das G ...
Bitte die Kraftausdrücke etwas zurückfahren, dieselben Argumente hättest du auch ohne ein derartig überflüssiges Gefluche rüberbringen können. Sowas ist einfach nur unschön zu lesen und nervt. Wir sind hier nicht im Kindergarten. ...
Ohne GIGA eSport ist eSport kein eSport, sondern einfach nur ein alljährlicher Cebit Hype, den ich mir halt mal aus Fun ansehe :D Solange ich meine Teams nicht an der heimischen Glotze anfeuern kann, solange ich einen lächerlichen Stream auf einer lächerlichen Website (auch noch in Deutschland g ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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