
Steven Sinofsky von Microsoft gibt zwar einerseits bereitwillig zu, er hätte wenig Ahnung, wie man einen Laptop baut. Das hat ihn von seinem Vorhaben aber nicht abgehalten. Auf der Professional Developers Conference (pdc09) in Los Angeles haben bereits gestern einige zahlende Besucher eines dieser Notebooks für umsonst in die Hand gedrückt bekommen. MS-Manager Sinofsky war es wichtig, dass die Fähigkeiten von Windows 7 gut in Kombination mit diesem Computer zur Geltung kommen. Daneben sollte der Rechner leicht, handlich und preiswert sein. Den Touchscreen soll man sowohl als regulären Monitor als auch als digitales Klemmbrett einsetzen können. In der Entwicklungsphase kamen sich die Mitarbeiter des Redmonder Softwaregiganten schon fast wie Küchenplaner vor. Letztlich sollen in der Küche wie auch im tragbaren Computer alle wichtigen Bestandteile enthalten sein. Man merkt leider oft erst am Ende, dass die Summe der Bauteile viel zu teuer sein würde, um all das zu implementieren. Außerdem würde ein minimalistisches Gerät schlichtweg nicht den Platz für all diese Features bieten.
Trotz einiger Kompromisse, die man eingehen musste, soll die Entwicklung wichtig für das Unternehmen gewesen sein. Es hätte geholfen, sich in die Lage der Hardwarehersteller zu versetzen. Das Team um Acer und Microsoft hätte im Verlauf der Planung einige Abstriche machen müssen. Sinofsky hätte gerne GPS, Wi-Fi, Ethernet etc. etc. drin gehabt, dafür hat der Platz aber nicht gereicht. Zumindest bei seinem Wunsch nach einem Screen mit glänzender Oberfläche konnte er sich durchsetzen.
Natürlich muss sich erst noch zeigen, ob dies ein einmaliges Experiment für eine Veranstaltung oder gar nur ein werbewirksamer PR-Gag bleibt. Egal ob die Computer nun tragbar sind oder nicht. Beides aus einer Hand entwickeln zu lassen macht Sinn. Nur wenn Betriebssystem und Hardware komplett ineinandergreifen, kann daraus ein nahezu optimales Produkt entstehen. Apple hat diese Produkt-Philosophie in der Vergangenheit schon oft genug mit Erfolg unter Beweis gestellt. Ein OS, welches auf alle möglichen Hardwarekomponenten vorbereitet sein muss, wird automatisch riesengroß, anfällig für Fehler und vergleichsweise langsam. Das sind ausnahmslos Eigenschaften, mit denen niemand etwas zu tun haben möchte. Warten wir also ab, ob beziehungsweise wann das Microsoft/Acer-Laptop auf den Markt geworfen wird. Man darf gespannt sein.
(via CNET, thx!)
(Bilder via CNET, thx!)
Lars Sobiraj am Donnerstag, 19.11.2009 16:20 Uhr
Ist das was Besonderes dran? Gut, der Laptop kann offenbar nicht mit Windows XP "downgegradet" werden oder so. ...
Steven Sinofsky von Microsoft gibt zwar einerseits bereitwillig zu, er hätte wenig Ahnung, wie man einen Laptop baut. Das hat ihn von seinem Vorhaben aber nicht abgehalten. Jetzt nur noch zugeben, dass er auch wenig Ahnung von Programmieren eines Betriebssystems hat, ...
Hy, ich hab letztens ein Acer geschenkt bekommen, allerdings zum Geburztag, egal ob der eine oder andere Trollgedanken hegt, weil dieser vielleicht genug kohle hat um andere Notebook's zu kaufen, egal, ich hab jetzt ein's geschenktbekommen.. So , nun hab ich einfach mal interressehalber an Be ...
Ein OS, welches auf alle möglichen Hardwarekomponenten vorbereitet sein muss Genau das ist es was für mich ein Betriebssystem haben muss. Der Modulare Aufbau des PCs sind nun mal seine Stärken und nicht so eine Starre weiße Kiste mit PL gleich null. Schade das sich Laptops nicht ...
Glänzende Bildschirmoberfläche? Na dann verstehe ich wieso so viele Geräte verschenkt werden mußten. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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