
Apple ist momentan erfolgreich und verkauft immer mehr Macs, MacBooks und andere Varianten seiner teuren, aber aufgrund ihrer einfachen und zuverlässigen Benutzbarkeit beliebten Computer. Die Firma freut sich über steigende Verkaufszahlen und damit verbundene Gewinne - jedoch ist die Freude keine ungetrübte. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Systeme, die weit verbreitet sind, auch ein attraktiveres Ziel für Cyberkriminelle abgeben. Bei Apple-Rechnern kommt hinzu, dass die Benutzer oft über überdurchschnittliche finanzielle Mittel verfügen - attraktive Ziele für Cyberkriminelle. Auch der vor einigen Jahren erfolgte Umstieg auf die populäre Intel-Plattform könnte Malware-Programmierern den Umstieg erleichtern. Experten gehen davon aus, dass Macs ab einem Marktanteil von 10% verstärkt in die Schusslinie geraten werden. Momentan liegt der Marktanteil bei etwa 6% - Tendenz steigend.
Bisher gab es nur sehr wenig Malware für Macs und ein Großteil der existierenden Schadsoftware waren reine Proof-of-Concept-Programme. Aktiv verbreitet wurde kaum ein Trojaner oder Virus. Entsprechend konnte es die Mac-Community, Entwickler wie Nutzer, in Sachen Sicherheit jahrelang eher ruhig angehen lassen. Zwar verfügt das Betriebssystem mit seinem abgewandelten Unix-Kernel und der an Unix und Linux angelehnten Benutzerverwaltung über eine Architektur, die ein sicheres Arbeiten begünstigt. Spezielle Sicherheitssoftware war jedoch jahrelang nicht nötig und auch viele Benutzer waren mit ihrem Mac eher sorglos unterwegs. Kritiker merken an, dass diese Sorglosigkeit teilweise auch unter den Apple-Entwicklern zu herrschen scheint. Mehrfach wurden die Reaktionen der Firma auf Sicherheitslücken kritisiert.
Beim neuen Betriebssystem Mac OS 10.6 "Snow Leopard", dass vor einigen Monaten herauskam, ging man mit einem eingebauten Malware-Schutz einen Schritt hin zu mehr Sicherheit (gulli:News berichtete). Trotzdem sind einige Mac-User zunehmend verunsichert von Berichten, dass auch ihr System in naher Zukunft verstärkt zum Angriffsziel werden könnte.
Auf diese Stimmung (sowie die zugrunde liegenden Statistiken über eine womöglich bevorstehende Epidemie von Mac-Viren) reagierte nun die Software-Firma Kaspersky Lab, bekannt für ihre Sicherheitssoftware. Sie stellte ein Antiviren-Programm speziell für den Mac vor: Kaspersky Anti-Virus für Mac. "Seit 2005 gab es einen deutlichen Anstieg von Schwachstellen bei Mac OS, die genutzt werden können, um einen Angriff über das Internet durchzuführen," erklärte Gun Suk Ling, Generaldirektorin von Kaspersky Lab für die Region Südost-Asien, die Beweggründe für diese Entscheidung. Sie betonte, die Tatsache, dass Macs in der Vergangenheit nicht infiziert worden seien, hieße nicht, dass dies zukünftig nicht passieren könne.
Natürlich wird Anti-Virus für Mac auch Viren für andere Betriebssysteme erkennen können. So hofft man, auch Benutzer zu überzeugen, die sich weniger Gedanken um ihren eigenen Rechner machen als vielmehr darum, nicht unwissentlich beispielsweise Windows-Viren zu verbreiten.
Kaspersky wirbt außerdem mit der guten Performance der Software. Diese soll durch eine ausgereifte Prioritäten-Vergabe erreicht werden - wenn der Benutzer den Computer aktiv nutzt, soll der Virenscanner nur soviel Leistung fordern, wie gerade übrig ist. Zudem ist das Programm Multicore-optimiert und soll dadurch auf neueren Macs mit Dual- und Quadcore-Prozessoren besonders effizient arbeiten. Nach Herstellerangaben wird dadurch "die Geschwindigkeit des Scans dramatisch erhöht". Auch in Sachen Benutzerfreundlichkeit hat man sich Gedanken gemacht und gibt an, Anfängern wie erfahrenen Benutzern eine intuitive Bedienung bieten zu können. Um "nervige" Meldungen zu vermeiden, wird es zudem einen "automatischen" Modus geben, in dem das Programm Entscheidungen selbständig trifft.
Anti-Virus für Mac soll auf den drei neuesten Mac-OS-Versionen Tiger, Leopard und Snow Leopard funktionieren - allerdings nur auf Rechnern mit Intel-Prozessor. Eine Einzelplatz-Lizenz für ein Jahr kostet in Deutschland 40 Euro.
(via PC World, thx!)
Annika Kremer am Donnerstag, 19.11.2009 03:33 Uhr
@mistgebaut: Dum? Was für eine Rolle spielt das Geschlecht bei IT-Themen? Bedienst du dein PC etwa mit dem Penis, oder warum glaubst du, uns fehlt für den Bereich etwas Wichtiges? Nicht nur das Geschlecht spielt bei IT-Themen eine Rolle... auch die Haarfarb ...
Entschuldigung Annika, aber du bist eine Frau. Als solche solltest du dich mit Statements zu IT-Themen wohl eher etwas zurücknehmen, denke ich. Deine Kommentare zu Datenschutz und ähnlichen "weichen" Themen lese ich aber gerne Hast du einen großen Penis? Ich m ...
@mistgebaut: Dum? Was für eine Rolle spielt das Geschlecht bei IT-Themen? Bedienst du dein PC etwa mit dem Penis, oder warum glaubst du, uns fehlt für den Bereich etwas Wichtiges? ...
Entschuldigung Annika, aber du bist eine Frau. Als solche solltest du dich mit Statements zu IT-Themen wohl eher etwas zurücknehmen, denke ich. Deine Kommentare zu Datenschutz und ähnlichen "weichen" Themen lese ich aber gerne! ...
Norton würde ich auch schon seit Jahren keinem mehr empfehlen (naja, Schäuble oder Ziercke vielleicht...), da habe ich auch nur schlechte Erfahrungen mit gemacht und schlechtes drüber gehört. Kaspersky dagegen halte ich auch für gut. Ich glaube, die meisten hier haben primär "ideologische" Bed ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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