
Richard Schaeffer, IT-Sicherheits-Experte bei der NSA, bemerkte, es würde in vielen Fällen bereits reichen, sich an die sogenannten "Best Practices" (also eine Liste als sinnvoll anerkannter Verhaltensregeln) zu halten. Dadurch würde die Sicherheit der Systeme soweit erhöht, dass sich das Risiko für potentielle Angreifer massiv erhöhen würde. So könnten diese teilweise abgeschreckt oder erwischt werden.
In eine ähnliche Richtung äußerte sich auch Larry Clinton, Direktor der Internet Security Alliance. Er erklärte, am heutigen Zustand der IT-Sicherheit seien Apathie und Ignoranz ebenso mit schuld wie die mangelnde Bereitschaft von Unternehmen, aber auch Behörden, die Verantwortung für ihnen anvertraute vertrauliche Daten der Menschen zu übernehmen. Auch die Betroffenen seien oft zu sorglos, da sie davon ausgingen, für finanzielle Verluste entschädigt zu werden. Andere Risiken von Sicherheitslücken und Datenverlusten seien vielen Menschen noch nicht ausreichend bewusst.
Studien ergaben, dass in diesem Jahr rund die Hälfte aller Unternehmen trotz wachsender Bedrohung ihr Budget für die IT-Sicherheit verringert oder beibehält. Clinton sieht dies als Problem an. Er hält aber mehr Kontrolle durch die Regierung nicht für die richtige Lösung. Stattdessen müsse man mehr wirtschaftliche Anreize für die Unternehmen schaffen, IT-Sicherheit und Datenschutz stärker zu berücksichtigen, so der Experte. Seine Gruppe will dazu in nächster Zeit konkrete Vorschläge ausarbeiten.
Philip Reitinger, Direktor des National Cyber Security Center des Heimatschutzministeriums, betonte die Wichtigkeit einer besseren Aufklärung der Computer- und Internetnutzer. Die Anwender müssten sich der einfachen Dinge bewusst sein, die sie tun könnten, um sich selbst zu schützen, wie beispielsweise ihre Software und insbesondere Schutzprogramme wie Virenscanner stets aktuell zu halten. Man müsse es den Menschen einfacher machen, sich selbst zu schützen und die Sicherheit ihrer Systeme richtig einzuschätzen, so Reitinger.
Diese Aussagen fielen im Rahmen eines Briefings für den Senatssausschuss für Terrorismus, Technologie und Heimatschutz. Im Rahmen dieser Veranstaltung hörten sich die Senatoren die Vorschläge zahlreicher Experten dazu an, wie sie die Sicherheit von kritischen Infrastrukturen im Regierungs- wie im Unternehmensbereich am ehesten verbessern können.
Später kam die Sprache auch auf Bürgerrechte und den Schutz vor zuviel staatlicher Einmischung. Es wurde das Einstein-Programm der Regierung diskutiert. Einstein 1 und 2 sind bereits aktiv und dienen der Überwachung und dem Schutz ziviler Netze. Einstein 3 wird von der NSA momentan für den selben Zweck entwickelt. Bürgerrechtsgruppen werfen der Regierung mangelnde Transparenz vor. Es werde der Bevölkerung nicht mitgeteilt, wie das Programm Daten sammelt, überwacht und auswertet, so die Kritiker. Dies würde auch das Vertrauen der Menschen untergraben und den Informationsfluss verschlechtern. Beides sei kontraproduktiv für das Ziel eines besseren Schutzes wichtiger IT-Systeme.
Eine Untersuchungskommission des Justizministeriums allerdings kam kürzlich nach einer umfassenden Untersuchung von Einstein 2 zu dem Schluss, dass das Programm verfassungsgemäß ist und sämtliche Datenschutz-Vorschriften einhält. Nach Aussagen von Reitinger, der im Rahmen seiner Tätigkeit für das DHS auch Weiterbildung im Bereich Datenschutz und Bürgerrechte erhielt, seien Einstein 1 und 2 diesbezüglich sogar ausdrücklich gelobt worden. Bei Einstein 3 wolle man allerdings mehr auf Transparenz achten.
(via Threat Level, thx!)
Annika Kremer am Mittwoch, 18.11.2009 12:24 Uhr
hab echt keinen bock mehr auf solche überschlauen Berichte. Es hilft nichts rumzulamentieren es müssen Taten folgen, die auch durchdacht sind ...
Nicht immer ... Wen der jenige dum wie Stroh ist ... und in Bildung nicht invistiert wird wo solls den dan herkommen :rolleyes: Und auserdem sinds ja meistens die Fernseh verdummten ... setzt man sich nen bisle mit dem netz auseinander kommt man früher oder später "eigen ...
Sarkasmus ist ja sooooooo schwer zu erkennen. :D sry! :p @gulli:board Was ist los, ich bleibe nicht eingeloggt, fliege immer wieder raus und kann eigene Beiträge nicht editieren. €dit: Entschuldigung nochmal, es lag an einem Firefox-Addon, welches mir Cooki ...
Ohne "Personengebundene Lizenz zum Betreiben von Computeranlagen" (selbstverständlich mit bestandener obligatorischer Prüfung) gibts eben keine Daddelkisten mehr. Dann noch eine Zwangshaftpflichtversicherung für Computernutzer und ein regelmässiger Computer-TÜV fü ...
Sarkasmus ist ja sooooooo schwer zu erkennen. :D ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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