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Entsteht tatsächlich "Kalter Cyberkrieg"?

Die IT-Sicherheits-Firma McAfee warnt vor einem sogenannten "Kalten Cyberkrieg". Damit ist die zunehmende Aufrüstung von Staaten im Bereich des Cyberkriegs und des Angriffs auf kritische Infrastrukturen gemeint.

 Zu dieser Schlussfolgerung kommen die Experten der Firma in der am heutigen Dienstag veröffentlichten fünften Auflage ihres jährlichen Virtual Criminology Report. In der diesjährigen Ausgabe bildet die in den Medien ebenso wie im stillen Kämmerlein der Mächtigen heißdiskutierte Cyberkriegsführung den Schwerpunkt. Der Bericht schreibt von einem derzeit stattfindenden "virtuellen Wettrüsten" - ein "Kalter Cyberkrieg" hat dem Bericht zufolge bereits begonnen. 

Die offensichtliche Parallele zum Kalten Krieg der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts ist die Aufrüstung der Beteiligten mit immer destruktiveren Waffen, von denen man nicht weiß, ob und in welcher Form sie wirklich zum Einsatz kommen werden. Es gibt jedoch auch offenkundige Unterschiede abgesehen von der Wahl der Waffen. Statt einem Duell droht diesmal ein allgemeiner Wettbewerb. Neben den Supermächten des Kalten Kriegs USA und Russland sind auch China, Frankreich und Israel bereits im Besitz von Cyberwaffen. "Das sind letztendlich Länder, die bereits öffentlich verkündet haben, dass sie in diesem Bereich aktiv sind", meint McAfee-Sicherheitsexperte Toralv Dirro. Die Dunkelziffer könnte aber deutlich höher liegen. Andere Länder wie Großbritannien versuchen derzeit, in diesem Bereich Einheiten aufzubauen (gulli:News berichtete). 

Im Zusammenhang mit Cyberkriegs-Engagement wird etwa in den USA gerne von Cyber-Verteidigung gesprochen. Dieser Begriff jedoch ist irreführend: Die genannten Staaten entwickeln im Rahmen des virtuellen Wettrüstens auch fortschrittliche offensive Cyberwaffen. "Wahrscheinlich wurden Programme für gezielte Infrastruktur-Angriffe entwickelt", sagt Dirro. Dem wären sicherlich Studien vorausgegangen, wie solche Attacken effizient realisiert werden können.

Der Einsatz von Cyberwaffen könnte letztendlich zu großen realweltlichen Schäden und auch echten Todesopfern führen, wenn neben Regierungsnetzwerken auch kritische Infrastruktursysteme ins Visier genommen werden. Diese sind gerade in Industriestaaten meist vernetzt. Ziele, denen Cyberattacken laut McAfee schnell und ohne großen Aufwand ernsthaften Schaden zufügen können, umfassen beispielsweise das Stromnetz, Telekommunikationssysteme, die Finanzwirtschaft und die Wasserversorgung. Dadurch ließe sich eine moderne Gesellschaft empfindlich treffen. 

(via Pressetext, thx!)

Annika Kremer am Dienstag, 17.11.2009 19:04 Uhr

tagsTags: cyberwar kritische infrastrukturen mcafee cyberwarfare

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40 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Forsaken87 am 20.11.2009 13:19:17

    Quelle Nach Ansicht von Winkler sind die Computersysteme in Kraftwerken trotzdem anfällig, weil sie mit dem Internet verbunden sind u ...

  • Ataman am 20.11.2009 10:28:45

    Diese Gefahr ist durchaus ernst zu nehmen. Wer sagt denn das Kraftwerke das einzige Ziel sind? Es genügt doch längst alle Ampeln einer Stadt oder mehreren Städten auf Rot zu stellen. Klar die Leute bleiben erst mal stehen aber bestimmt nicht für den Rest des Tages. Irgendwann fangen die Autofah ...

  • TRON2 am 20.11.2009 04:12:08

    Autobahnen geht gar nicht. Rassist. :rolleyes: Passt super! Tonnenweise Grips.:T ...

  • Utuvien am 20.11.2009 03:39:48

    omg fang jetzt nicht so an!!!! wir sind ja nicht im kindergarten:mad::mad::mad: und wehe hier sagt jetzt noch einer autobahn... Autobahnen geht gar nicht. Rassist. :rolleyes: ...

  • watumba28 am 20.11.2009 03:01:39

    mhm.. und 2012 kommt nibiru und 2018 kommen die braunen von der rückseite des mondes zurück.. ach, schon gehört? falco braucht momentan geld weil das leben in südamerika doch net so billig is wie angenommen.. er wird wohl mit jackson und elvis auf tour gehn wenn die sache mit nibiru überstanden ...

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