
Mit dem Projekt Indect sollen EU-weit Überwachungsmaßnahmen wie Video-Überwachung, Erfassung bestimmter Personengruppen in Datenbanken, Observierung Verdächtiger und Beobachtung des Internets auf verdächtige Aktivitäten vereinheitlicht, vernetzt und automatisiert werden. Dabei soll sehr stark auch auf an sich erlaubte, aber in bestimmten Kontexten als verdächtig angesehene Verhaltensweisen, sogenanntes "abweichendes" Verhalten, reagiert werden. Dies entspricht den Wünschen der befragten Polizeibehörden. Diese sehen es als sehr wichtig an, dass auch schon im Vorfeld möglicher Straftaten reagiert und Alarm ausgelöst wird. "Gefährliche und untypische Ereignisse sollen automatisch erkannt werden. Das dabei beobachtete Verhalten muss nicht notwendigerweise illegal sein, um als relevant eingestuft zu werden", heißt es hierzu im "Bericht über die Sammlung und Analyse der Benutzeranforderungen". So soll eingegriffen werden können, noch bevor oder während eine Straftat stattfindet - proaktiv, präventiv.
Verhaltensweisen wie auffälliges Umsehen oder "Herumlungern" sollen so von dem System "proaktiv erfasst" werden. Mit "Herumlungern" ("Loitering"), so ein Bericht von Futurezone über das umstrittene Projekt, sei dabei als "ein längerer Aufenthalt einer Person an einem öffentlichen Ort ohne erkennbares Ziel definiert bzw. die periodische Rückkehr der Person an einen bestimmten Punkt." In dem Bericht wird erklärt, dass beispielsweise das "Herumlungern" in Parks anhand der Tageszeit bewertet werden soll: Tagsüber sei ein solches Verhalten relativ normal - nachts dagegen unter Umständen verdächtig. Auch solche Unterscheidungen sollen vom Projekt Indect berücksichtigt werden.
Nicht nur das Herumlungern wird aber von den befragten Polizisten als "verdächtig" eingestuft. Ebenso Thema sind Flashmobs und Spontandemonstrationen. Anzeichen für entsprechende Veranstaltungen empfinden angeblich rund zwei Drittel der befragten Polizisten als verdächtig. Ebenso soll verstärkt ein elektronisches Auge auf Sprayer und Hooligans geworfen werden.
Diese Tatsachen dürften Datenschützer und Bürgerrechtler besorgt stimmen - eine Besorgnis, die wahrscheinlich noch verstärkt wird, wenn man ein weiteres Detail berücksichtigt. Das sogenannte "Ethics Board", das die Einhaltung ethischer Grundsätze, unter anderem des Datenschutzes, beim Projekt sicherstellen soll, ist womöglich nicht so unabhängig, wie es sich Viele wünschen würden. In wichtigen Positionen des Boards, unter anderem auf dem Posten des Vorsitzenden, sind ausgerechnet Angehörige der britischen Polizeibehörden zu finden. Diese Behörden gelten im internationalen Vergleich als besonders großzügig mit Überwachungsmaßnahmen aller Art. Nicht nur, dass von hier wenig Widerstand gegen möglicherweise unverhältnismäßige Maßnahmen kommen dürfte - die Verantwortlichen des Ethics Boards befinden sich auch in einer nicht zu unterschätzenden Machtposition. Jedes Papier, das im Rahmen des Projekts verfasst wird, landet zuerst auf ihrem Schreibtisch. Grund zur Sorge? Das muss jeder Beobachter selbst entscheiden. Merkwürdig aber ist es auf jeden Fall, dass bei einem solchen Projekt die "unabhängige" Kontrollinstanz ausgerechnet aus Polizisten besteht.
Annika Kremer am Montag, 16.11.2009 23:03 Uhr
"Erst wenn Du alles verloren hast, hast Du die Freiheit alles zu tun!" Ich verspreche euch ,sobald es hier einen terroristischen Anschlag oder Bürgeraufstände oder sonst etwas in der Art geben wird, werden sie diese Daten nutzen. Sie werden uns einsper ...
Hachja. Und schon kommen wieder die Zeitgeistgucker und Verschwörungstheoretiker aus den Löchern :D Ich kenn die auch schon fast alle. Und ja ich glaube an vieles, ich weis das unser System korrupt und unfair ist, das Geld die höchste Macht ist. Aber was soll man tun? Revolution starten? wird duc ...
Fight Club :T "Erst wenn Du alles verloren hast, hast Du die Freiheit alles zu tun!" Das ist ein Weg zu dem wir ja regelrecht gezwungen werden. Die Normen ablehnen und uns in die Anarchie stürzen. Die Konformität erdrückt uns. Wir können sie nicht umgehn. Außer mit Gewalt. Und dann sind wir ...
das ganze hat nix mit politik zu tun. die sind zu 98% reine statisten, mehr nicht. das problem ist unser finanzsystem. solange alle welt auf pump iphones und sonstwas für ego-statussymbole über die sie versuchen ihre erbärmliche existenz zu definieren versuchen, kauft (und mucke online klaut), w ...
Domestiziert :T Sehr treffend formuliert. Wir werden zu Meinungs/Hirnlosen Arbeitssklaven gezüchtet. Hauptsache wir sagen immer Ja, Amen und zahlen brav die Steuern. Und wenn sich dann mal einer gegen das 'System' stellt ist er ein Aufwiegler, Feind der Demokratie und/oder Kinderschänder. (Hatt ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen