
Last.fm, Pandora, Grooveshark. Allesamt Dienste, die insbesondere aufgrund einer Tatsache heiß begehrt sind: Man kann von dort aus kostenlos Musik streamen und dies in durchweg guter Qualität.
Die Musiklandschaft befindet sich jedoch nach wie vor im Wandel und ist durchweg in zwei Lager gespalten, wenn es um den kostenlosen "Musikvertrieb" online geht. Auf der einen Seite sitzen die Portale, die deswegen verklagt werden. Auf der anderen Seite die Portale, denen Inhalte genommen werden, weil sie die erhöhten Lizenzgebühren nicht bezahlen wollen. Der Dienst Grooveshark war bislang zwischen den Fronten. Er streamte kostenlos Musik, zahlte bislang keine höheren Abgaben und wurde auch nicht verklagt - zumindest bislang.
Seit dem 8. Mai hat sich dies jedoch still und leise geändert. An diesem Tag hat die EMI Music Group nämlich eine Klageschrift in einem New Yorker Gericht eingereicht. Gegen Grooveshark. EMI hat bislang keinerlei Statement zu dieser Auseinandersetzung veröffentlicht, doch Grooveshark, deren Motto "Spiel jeden Song auf der Welt kostenlos!" ist, äußerten sich zu der Klage.
Deren Statement zeugt von absoluter Kooperationsbereitschaft und Weitsicht. Zwei Elemente, die EMI scheinbar gänzlich fehlen. Man sei in Lizenzverhandlungen mit zahlreichen Majorlabels, Independent Labels, Künstlervereinigungen und vielen weiteren gewesen. Produktive Ereignisse seien erreicht worden - außer mit EMI. Allem Anschein nach sieht es auch ganz danach aus, als wären die drei weiteren Major-Labels deswegen abgesprungen. Grooveshark erklärt, dass man ein kleines Start-up-Unternehmen sei. Ein angemessener Anteil der Einnahmen würde den Künstlern zukommen und man sei nach wie vor bereit, sich mit EMI zu einigen, wenn diese nur an den Verhandlungstisch zurückkehren wollen. Unter allen Umständen möchte man zu einer Einigung gelangen, die für beide Seiten vorteilhaft ist, erklärt man.
Die Kernfrage dürfte jedoch sein, wieso man monatelang von den Major-Labels verschont blieb, obwohl man offensichtlich keine gültigen Verträge mit diesen innehatte. Diese Frage will jedoch niemand beantworten. (Firebird77)
(via allthingsd, thx!)
(Bild via commons.wikimedia, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 23.06.2009 17:32 Uhr
Ist doch klar wieso die Majorlabels die nicht früher verklagt haben. Erst jetzt lohnt es sich Geld von dehnen zu ziehen ^^ Und wieso EMI das nicht öffentlich mitgeteilt hat auch... ist doch perfektes virales Marketing. Ich z.B. kannte die vorher nicht. :) Danke für die Info EMI. ...
Geht gar nich! Ich nutze die Seite seit längerer Zeit ist der Knaller ..schön Supporten! Selbst Adobe macht auf ihrer Seite Werbung mit Grooveshark als Flex/Flash Projekt. http://flex.org/showcase/grooveshark Hoffentlich beschert den Jungs die ganze Geschichte nicht nur Kopfzerbrec ...
schöne seite, hat einige songs auf anhieb gefunden, dafür andere gar nicht. aber haben doch n recht hübsches angebot. irgendwie aber auch dreist, mal nen dienst online stellen, um die rechtlichen konsequenzen kümmern wir uns später :D. musicjunkie ...
wiedermal typisch. es muss erst ein dritter mit innovationen kommen da die MAFIAA immernoch in der steinzeit hockt. und was is die belohnung? natürlich - verklagen. ...
fantastische Seite die ich bis Dato gar nicht kannte. Wenn Google den Werbemarkt nicht übernommen hätte, wären eventuell auch höhere Abgaben drin, aber alles was mit google zu tun hat wird durch noScript einfach geblockt und da bin ich ganz bestimmt nicht in der minderheit.Prod ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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