
Wie manche Leser vielleicht wissen, arbeitete die britische Kanzlei Davenport Lyons temporär mit Logistep zusammen. Der genaue Zeitpunkt, wann diese Geschäftsbeziehung endete, ist uns leider nicht bekannt. Wir kamen also nicht umhin, direkt bei der Logistep AG nachzufragen, ob man selbst noch Daten für den Raum Großbritannien erheben würde. Man zeigte sich wegen der Frage sehr erstaunt, doch unsere Bemühungen verliefen nicht fruchtlos. Aus einigen geleakten Dokumenten geht leider nicht direkt hervor, welcher Dienstleister zu welchem Zeitpunkt Daten erhoben hat. Oder anders formuliert: Wir werden das Gefühl nicht los, dass mit einer Software IP-Adressen gesammelt wurden, als man diese eigentlich nicht mehr „hätte benutzen dürfen“.
Grund zu dieser Annahme gibt uns ein schlichtes Deckblatt. Laut Timestamp wurde dieses Mitte 2008 erzeugt. Das Deckblatt gehörte zu einer Infomappe, die bei einem Richter eingereicht wurde. Dieser hatte zu entscheiden, ob die Internet-Provider die Klarnamen zu den ermittelten IP-Adressen aushändigen sollen. Die Gliederung auf dem Deckblatt ist folglich sauber strukturiert. Inhaltstyp, Datum, Seitenzahl. Auf diesem Deckblatt ist dann beispielsweise die Rede von "Evidencing Data [...] Logistep Schedules". Dies sei auf den Seiten 83 bis 179 zu finden. Das Problem ist bloß: Das Dokument ist von Mitte 2008. Und zum genannten Zeitpunkt durfte man die Software der Konkurrenz nicht mehr einsetzen.
Die Logistep AG hat uns freundlicherweise per Fax bestätigt, wann deren Zusammenarbeit mit Davenport Lyons beziehungsweise DigiProtect beendet war. (siehe Bildergallerie unten) Dies war bereits Ende 2007 der Fall. Natürlich ist es durchaus möglich, dass man erst im Juni 2008 die Zeit fand, die Klarnamen per Richterbeschluss abzufragen. Eine solche Verzögerung ist nicht unbedingt verwunderlich. Das Problem ist bloß: In dem dazugehörigen "Restdokument" ist plötzlich dauerhaft von einer "selbstentwickelten" Log-Software die Rede. Diese hätte die Urheberrechtsverstöße ermittelt und protokolliert.
Unserer Ansicht nach läßt dies nur wenige mögliche Interpretation zu. Entweder wurden die von Logistep ermittelten Daten als die eigenen dargestellt - sei es nun wissentlich oder nicht. Oder die eigene Software ist der von Logistep unglaublich ähnlich. Oder sogar gleich? Wir wissen es nicht, aber laut der Aussage unserer Quelle soll die Software von Digi Rights Solutions nur eine modifizierte Kopie der Logistep-Software sein. Zumindest wurde uns beim oben genannten Telefonat angedeutet, dass es Hinweise dafür geben soll, dass die Software des Schweizer Unternehmens schon in mehreren Fällen von unterschiedlichen Anbietern für eigene Zwecke eingesetzt wurde. Namen wurden uns dabei nicht genannt. Die Gesprächspartner bei der Logistep AG äußerten sich diesbezüglich sehr diplomatisch und zurückhaltend.
(firebird77 & ghandy)
Klaus Müller am Samstag, 14.11.2009 11:29 Uhr
http://i45.tinypic.com/20kzzt3.jpg Zu Besuch bei Richard Schneider, CEO Logistep AG --> youtube-video Enjoy, Baxter ...
... von Steffen Heintsch Wer von den Kornmeier-Abgemahnten, der auch bezahlt hat,möchte sich revanchieren? Einfach bei mir melden, unter: steffen.steinwiesen(at)t-online.de MfG - Steffen[/col ...
... noch 'mal kurz zur Datenerhebung: http://i36.tinypic.com/10zpa81.jpg log-Datum: APRIL 2008! Gemäß Schreiben durch die "DigiRights Solution GmbH"! Folgender Auszug sagt allerdings, daß bis Juni 2008 noch "bum-bum" ...
DigiProtect: Wurde Logistep abgezogen? Och... Als "abgezogen" würde ich persönlich das nicht unbedingt zwingend bezeichnen! Vielleicht wurde ja die software auch gar nicht weiterbenuzt, sondern einfach nur noch zu dem Zeitpunkt weiterhin auf 'ne Datenbank*[/C ...
Jetzt fehlt nur noch die besagte Soft, damit man nachweisen kann, daß sie GPL-Code enthält :D ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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