Unsere Artikelreihe wurde aus gutem Grund genau in dieser Form und exakt zu diesem Zeitpunkt publiziert. Bevor man eine solche Artikelreihe veröffentlicht, bedarf es einer möglichst ausführlichen und langwierigen Recherche. Natürlich ist dies auch ein Versuch, uns gegen mögliche Abmahnungen so effektiv wie irgend möglich abzusichern.
Wirklich relevant dürfte für die meisten Leser aber die Frage sein, wie zuverlässig unsere Enthüllungen sind. Fest steht, dass wir das Material wirklich sehr ausführlich geprüft haben.
Alle Informationen wurden uns infolge eines Datenlecks zugespielt. Jemand hatte offenbar sehr umfangreich Zugriff auf die Datensätze der Kanzlei Davenport Lyons. Diese wurden uns freundlicherweise übermittelte. Eine anonyme Person bot uns einen Download-Link bei einem Filehoster an. Wir sind der Aufforderung, neugierig, wie nun einmal sind, natürlich gefolgt.
Es vergingen einige Stunden, bis wir als Free-User das Paket von uploaded.to herunterladen konnten. Der Inhalt wirkte schon auf den ersten Blick überwältigend. Wohlgemerkt auf den ersten Blick. Im zweiten Anlauf mussten wir mit einer gewissen Ernüchterung feststellen, dass in Bezug auf den vorliegenden Fall nicht alle Dateien relevant sind. Manche dienten bestenfalls als Schmankerl beziehungsweise "Datenbonus". Und dennoch. Schon wegen des Umfangs war eine sofortige Sichtung aller Inhalte schlichtweg unmöglich. Manche werden jetzt ahnen, welcher Datenberg uns da förmlich erschlagen hat. Je weiter wir vordrangen, umso mehr Dokumente wurden aussortiert. Die "Treffer", also die Nadeln im Heuhaufen, waren dennoch sehr aussagekräftig und machten Lust auf mehr.
Was bei diesem Vorfall leider bis zuletzt übrigblieb, war die Ungewissheit. Wir fragten uns wieder und wieder: Ist das Material tatsächlich echt? Könnte es ein Täuschungsversuch sein, ein Versuch, die Redaktion hinters Licht zu führen? Für einen Fake sprach zu Beginn einfach alles, man kennt schließlich seine Gegner und deren Besonderheiten. Andererseits schien es absurd, dass ein einzelner User eine solche Datenflut erzeugt haben könnte, nur um uns zu täuschen. Denn dafür war der Aufwand viel zu groß. Immerhin: Während wir die Daten sichteten, stießen wir auf eine ausgezeichnete Möglichkeit, diese zu verifizieren. Dem Datenwust lagen gescannte Schecks sowie E-Mails von abgemahnten Filesharern bei. Die E-Mail-Adressen konnten wir folglich für eine schnelle Überprüfung benutzen. Die E-Mails stammten von zahlreichen Briten, die eine Abmahnung von der Kanzlei Davenport Lyons erhielten. Gerichtet waren sie an die offizielle Büro-Mailadresse der Kanzlei.
Wir ersuchten einige der Abgemahnten per E-Mail um Kontakt. Bei der Auswahl gingen wir völlig zufällig vor. Viele antworteten gar nicht. Wieso, wurde uns rasch klar. Man hielt es für eine Falle von Davenport Lyons. Die britischen Empfänger konnten verständlicherweise mit dem Namen gulli.com wenig anfangen. Ein User begann uns nach Erhalt der Kontaktmail öffentlich in einem britischen Verbraucherforum zu attackieren. Er schrieb, dass wir gerne seinen PC auf Filesharing-Software hin überprüfen dürfen, er habe nichts Unrechtes getan. Dass es uns dabei überhaupt nicht darum ging, wurde ihm erst nach der Intervention eines Moderators klar.
An dieser Stelle - so viel Zeit muss sein – möchten wir uns ganz persönlich bei enigmax von torrentfreak.com bedanken. Seinem unverzüglichen Eingriff ist es zu verdanken, dass die Boardeinträge kurze Zeit später „verschwunden“ sind. Wir können nur hoffen, dass niemand sonst unsere Mailanfragen bemerkt hat.
Wir erhielten aber glücklicherweise auch einige positive Rückmeldungen von den Angeschriebenen. Die fraglichen Filesharer gaben zu, von den Mitarbeitern der Kanzlei Davenport Lyons wegen des Vorwurfs der Urheberrechtsverletzung kontaktiert worden zu sein. Die Daten stammen also tatsächlich aus einer internen Quelle und sind nicht vorgetäuscht. Oder aber die Daten stammen von jemandem, der sich illegal Zugang verschafft hat. Näheres ist uns nicht bekannt. Wie auch immer. Wenn schon die Stichproben beim Test positiv ausfallen, so wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Rest der Dateien echt sein. Das ist und bleibt natürlich kein Beweis. Aber es ist ein Indiz dafür, dass alle bei uns eingereichten Materialien authentisch sind.
Wir möchten uns bei all den Personen bedanken, die den Mut hatten, auf unsere Anfrage hin ehrlich zu antworten. Ohne eure Mithilfe hätten wir mit diesem Leak nie an die Öffentlichkeit gehen können.
(Firebird77 & Ghandy)
Klaus Müller am Samstag, 14.11.2009 11:29 Uhr
@Bax & Chronoton Wir arbeiten an der Thematik... alles einfacher gesagt als getan. ...
hier äussert sich ein bekannter rechtsanwalt zum thema. Da der DigiProtect aber keine Aufwendungen entstanden sind - sie schuldet der Kanzlei Kornmeier vereinbarungsgemäß keine Anwaltskosten - kann sie vom Verletzer auch keine Erstattung von Anwaltskosten verlangen. Man muss sogar ...
Grüß dich Almas! Ausgerechnet an diesem Wochenende bin ich für meinen Teil im Ausland unterwegs! Ich hoffe aber, daß sehr, sehr, sehr, sehr viele Leute diese Akton unterstützen werden!!! :T Gruß auch an die FFII-Leute! :T @Firebird77, @Ghandy: Bißchen sehr ruhig, o ...
Jungs geht damit zum Fernsehen!!!! Macht das publik Oder schaut mal hier: http://www.eineurolyrik.de/fm Flash den Abmahnwahn ! ...
Jungs geht damit zum Fernsehen!!!! Macht das publik!!!!!!!! ...
News Redaktion am 27.10.2014, 16:46 Uhr
Falls jemals die Zombieapokalypse über uns hereinbricht, können sich all diejenigen beruhigt zurücklehnen, die vorher ihr Geld in eine Zombie-Survival-Blockhütte investiert haben. Die nämlich soll die untote Horde fernhalten – und das sogar mit einer Anti-Zombie-Garantie von zehn Jahren!