
Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass über "Fake-Angebote" zum Teil sensible Daten von Arbeitssuchenden über das Portal der Bundesagentur für Arbeit abgegriffen wurden. Doch, so eine Sprecherin der Bundesagentur, ginge es völlig an der Sache vorbei, von einem "Datenskandal" zu reden. Lediglich 3.000 von insgesamt über 200.000 Jobangeboten seien unseriös gewesen. Nicht Täter, sondern Opfer krimineller Machenschaften sei die Agentur geworden. Als am Dienstag der Datenskandal bekannt wurde, forderte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer, eine sofortige Stilllegung der öffentlich zugänglichen Datenbank: "Sowohl für Arbeitssuchende als auch für ehrliche Arbeitgeber ist die Jobbörse eine Zumutung, solange sie ein Tummelplatz für Betrüger ist." Auch Die Linke äußerte deutliche Kritik.
Eine Firma mit dem Namen "Econsulting24 Ltd." und angeblichem Sitz in Berlin soll etwa 2.500 falsche Stellenanzeigen in das System der Bundesagentur eingestellt haben, um so Zugriff auf etliche Bewerberprofile zu erhalten. Dabei ging es um Stellen für Fachärzte, Ingenieure, Manager, Piloten und Stellen im sozialpädagogischen Bereich. Bei der Sperrung und Löschung der gefälschten Jobangebote sei auch ein Zusammenhang zu zwei weiteren unseriösen Anbietern von Jobangeboten aufgefallen. Alle drei Firmen sollen von derselben Person betrieben worden sein. Insgesamt ließen sich über 3.300 falsche Stellenanzeigen ausmachen, die das Ziel hatten, Daten abzugreifen.
Erst wenige Wochen zuvor hat der Bundesbeauftragte für Datenschutz Peter Schaar auf Datenschutzrisiken hingewiesen. Das Portal der Bundesagentur sei das größte Jobvermittlungsportal in Deutschland mit etwa 3,8 Millionen Arbeitssuchenden in der Datenbank. Die Hürde jedoch, um als Arbeitgeber diese Daten zu kommen, sei nicht besonders hoch. Das würde geradezu zum Missbrauch einladen.
Die Bundesagentur hat nun angekündigt, die Prüfung der Anbieter von Stellenangeboten zu verbessern. Bisher seien nur Stichproben durchgeführt worden. Nun will man bei Jobanbietern genauer prüfen, ob es sich wirklich um tatsächliche Jobangebote oder -unternehmen handelt, und nicht wie bisher einfach nur über Pflichtangaben und ein postalisches PIN-Verfahren überprüfen, ob das Unternehmen existiert. Dennoch versucht die Bundesagentur die Hürde, neue Jobangebote in das System einzustellen, so tief wie möglich zu legen, da sie davon ausgeht, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit steigt, Arbeitsplätze besser und schneller vermitteln zu können.
Martin Wisniowski am Donnerstag, 12.11.2009 04:42 Uhr
Die Welt ist krank und der Arzt hat frei Mehr gibts dazu nicht zu sagen ... ...
Bundesagentur für Arbeit bleibt am Netz Der Missbrauch von Daten Arbeitssuchender sei ein Einzelfall gewesen. Daher sieht sich die Bundesagentur für Arbeit nicht dazu veranlasst, die Arbeitsvermittlung vom Netz zu nehmen. [url=http://www.gulli.com/news/bundesagentur-f-r-arbeit-bleibt-am-netz-200 ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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