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NASA betont: Welt geht 2012 nicht unter

Laut einer populären Verschwörungstheorie basierend auf einem alten Maya-Kalender wird die Welt 2012 untergehen. Roland Emmerich drehte zu diesem Szenario sogar einen Katastrophenfilm. Nun will die NASA der entstehenden Hysterie auf ihrer Website entgegenwirken.

Die Theorie besagt, dass am 21.12.2012 das Ende der Welt bevorsteht. Diese Gerüchte kursieren schon seit Monaten im Internet. Zusätzlich nahm sich ausgerechnet Hollywood-Regisseur Roland Emmerich, für spektakuläre cineastische Abrissparties bekannt, des Stoffs an und machte daraus einen Katastrophenfilm, der momentan in den Kinos zu sehen ist. Grund genug für einige Menschen, sich Gedanken zu machen, ob nicht doch etwas dran ist an den Befürchtungen.

Diesen Ängsten will die US-Weltraumbehörde NASA nun entgegenwirken. Auf ihrer Website richtete die NASA eine Sammlung von FAQs ein, um Weltuntergangs-Gläubige und Menschen, die von der Gerüchteküche verwirrt sind, zu beruhigen.

Auf der Webseite zieht die NASA unter anderem den sogenannten Y2K-Bug zum Vergleich heran. Im Jahr 1999 dachte man, zahlreiche Computersysteme könnten aufgrund der Jahrtausend-Umstellung ausfallen und für Chaos sorgen. Viele Menschen waren darüber so besorgt, dass sie Vorräte horteten und sich auch sonst für den Katastrophenfall abzusichern versuchten. Letzendlich, so die NASA, sei damals aufgrund "adäquater Planung und Analyse der Situation" nichts weiter passiert. Und tatsächlich gab es kaum Probleme außer einigen ausgefallenen Geldautomaten und fehlerhaft datierten Dateien zu beklagen. Die Zivilisation überstand die Jahrtausendwende fast unbeschadet, vom Kater nach der Silvesterfeier einmal abgesehen.

Die NASA betont, unser Planet sei "vier Milliarden Jahre lang bestens klargekommen" und sei auch im Dezember 2012 nicht in Gefahr. "Glaubwürdige Wissenschaftler weltweit wissen von keiner besonderen Gefahr im Dezember 2012", so die Weltraum-Experten. 

Über den Ursprung der Weltuntergangs-Szenarien schreibt die NASA folgendes: "Die Geschichte begann mit Behauptungen, dass Nibiru, ein angeblicher Planet, den die Sumerer entdeckt haben sollen, sich auf Weg zur Erde befindet. Die Katastrophe wurde zunächst für Mai 2003 vorausgesagt, aber als nichts geschah, wurde das Datum für den Weltuntergang auf Dezember 2012 verschoben. Dann wurden diese beiden Fabeln mit dem Ende eines Zyklus des antiken Maya-Kalenders zur Wintersonnenwende 2012 in Verbindung gesetzt - daher die Weltuntergangs-Szenarien für den 21. Dezember 2012." Zwar sei es korrekt, dass der Kalender zu diesem Datum ende, so die NASA - aber schließlich würde ein normaler Kalender, wie ihn die meisten in der Küche hängen haben, am 31. Dezember enden, ohne dass zu diesem Zeitpunkt etwas sonderliches geschehen oder die Zeitrechnung aufhören würde zu existieren. Der Grund sei in beiden Fällen schlichtweg die Tatsache, dass ein neuer Zyklus der Zählung beginnen würde.

Geschichten über "herumstreunende" Planeten wie Nibiru, Planet X oder Eris sind laut NASA "ein Internet-Hoax". "Es gibt keine faktische Basis für diese Behauptungen," betonen die NASA-Wissenschaftler, "Wenn Nibiru oder Planet X real wären und sich auf die Erde zubewegten, hätten Astronomen seinen Kurs seit mindestens zehn Jahren verfolgt, und mittlerweile wäre er mit bloßem Auge sichtbar." Eris dagegen, ein Zwergplanet in etwa von der Größe des Pluto, existiert wirklich - sie befinde sich allerdings in den äußersten Regionen des Sonnensystems und werde dort auch bleiben. Die größte Annäherung zur Erde, die man erwarten könne, wären etwa vier Milliarden Meilen - also über sechs Milliarden Kilometer.

Auch andere Szenarien wie eine Umkehrung der Rotation der Erde oder der Einschlag eines riesigen Meteoriten sind nach Angaben der NASA nicht zu erwarten. Ersteres Szenario sei sogar schlichtweg "unmöglich". Meteoriteneinschläge kämen dagegen durchaus vor - ein Meteorit von einer gefährlichen Größe sei allerdings in den nächsten Jahren nicht zu befürchten. Die NASA würde entsprechende Himmelskörper beobachten und die gewonnenen Daten auch frei zugänglich machen. Auf der Website des NEO-Projekts könne sich jeder selbst davon überzeugen, dass für Dezember 2012 kein Einschlag zu erwarten sei. 

Sonnenstürme, ein weiteres diskutiertes Szenario, könnten zwar vorkommen, würden aber allenfalls die Satellitenkommunikation stören. Zudem sei das Maximum des derzeitigen elfjährigen Sonnenflecken-Zyklus, das darüber hinaus nicht stärker ausfallen dürfte als bisherige, erst um das Jahr 2014 herum zu erwarten. Momentan ist die Sonne sogar außergewöhnlich inaktiv.

Für alle Weltuntergangsszenarien gelte, dass sie unwissenschaftlich seien und es "keine Beweise" gebe, fassen die Experten zusammen. Das allerdings wird Verschwörungstheoretiker kaum von ihren Theorien abbringen. Womöglich werden sie die Aufklärungsversuche der NASA sogar als "Vertuschungsversuch" werten. Wer allerdings primär neugierig ist und sich über die Szenarien informieren möchte, oder wer beunruhigt ist und deswegen Informationen sucht, der wird bei der NASA fündig. 

(Bildquellen: NASA, Columbia Pictures, thx!)

Annika Kremer am Mittwoch, 11.11.2009 17:44 Uhr

tagsTags: nasa astronomie wissenschaft weltuntergang

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75 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • ReJam am 14.01.2010 17:11:01

    ohne alles gelesen zu haben geb ich mal meinen senf dazu.. es gibt 2 möglichkeiten: -wir verrecken an uns selbst:dozey: -kommunistische anarchie:T ...

  • Annika_Kremer am 14.01.2010 17:00:55

    Bitte zukünftig nicht mehrere Postings direkt hintereinander schreiben. Dazu gibt es die "Edit"-Funktion. ...

  • Textilmaus am 14.01.2010 16:18:40

    Und überhaupt noch ein und der gleiche Planet hat drei namen einmal heist er X dann Niribu dann noch Eris der 10 Planet unseres Sonnensytems, irgendwie sind die da oben wohl ganz schön durcheinander welchen Planeten die nachjagend forschen, und meteore und schwarze löcher und sagen auch noch wenn ...

  • Textilmaus am 14.01.2010 16:03:42

    Also ich bin irgendwie unschlüssig oder ungläubig, einerseits weis ich nicht ob ich es glauben soll andererseits ist die frage ob es überhaupt stimmt. Jedenfalls weis ich von Wikipedia das es den Planet X oder Niribu gibt. Aber ob er wirklich schon nach manchen gelesenen berichten und angeschaute ...

  • chenkazu am 05.12.2009 11:51:12

    Es sind immer die selben Leute, die sich vor dem Fortschritt verstecken und irgendwelchen Müll in die Welt setzen. Ohne Risikobereitschaft säßen wir noch heute im Ozean, aber es muss ja immer Menschen geben, die alles schlecht reden und völlig irrational sind. Wer ...

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