
Die Regierung plant, die Überwachung von Anrufen, Internet-Nutzung und E-Mail-Nutzung weiter auszuweiten. Diese Pläne gehen weit über die Vorratsdatenspeicherung, wie sie beispielsweise in Deutschland praktiziert wird, hinaus. Neben reinen Verbindungsdaten soll nämlich auch geloggt werden, wer wen über Dienste wie GMail, Facebook und Skype kontaktiert. Dazu soll die sogenannte Deep Packet Inspection (DPI) eingesetzt werden. Die Logs sollen allerdings nicht, wie ursprünglich erwogen, zentral gespeichert werden. Aus Datenschutz-Gründen, wie es hieß, entschied man sich für eine dezentrale Speicherung bei den Providern.
Die Provider allerdings sind über diese Pläne alles andere als glücklich. Grund für die Unzufriedenheit sind allerdings weniger ethische oder politische Einwände. Vielmehr fürchtet man die Pläne aufgrund ihrer Kosten und der möglicherweise schwierigen Umsetzung. Einige Provider sind sogar der Ansicht, zum jetztigen Zeitpunkt sei eine Umsetzung der Pläne "technisch unmöglich". Beispielsweise sei man sich nicht sicher, ob es machbar sei, proprietäre Übertragungsprotokolle zu "öffnen".
Diese Probleme werden die Umsetzung der Pläne wahrscheinlich erst in der nächsten Legislaturperiode möglich machen. Wer allerdings die Wahlen gewinnt, dürfte keine allzu große Rolle für die Umsetzung der Pläne spielen. Zwar planen die größten Konkurrenten der amtierenden Labour Party, die konservativen Tories, einige der aktiven oder geplanten Überwachungsmaßnahmen im Falle eines Wahlsieges abzuschaffen oder einzuschränken. Die angesprochenen Pläne scheinen aber nicht dazu zu gehören - man verlautbarte, es sei wichtig, technisch mit den Kriminellen mitzuhalten.
Polizei und Geheimdienste teilen diese Ansicht und sind daher sehr frustriert über die Verzögerungen. Von Seiten der Regierung hieß es, man arbeite an einer Umsetzung und sei im Gespräch mit den Providern. Insgesamt sei man sich der Wichtigkeit von Kommunikationsdaten "beim Schutz der Bevölkerung" ebenso bewusst wie "der Herausforderungen, die die sich schnell verändernde Technik stellt".
(via The Register, thx!)
Annika Kremer am Montag, 09.11.2009 23:53 Uhr
Und Leute wie der Brown reden gestern in Berlin über Freiheit... Sowas heuchlerisches und ekliges erlebt man selten... sind das nicht grundvoraussetzungen für einen politiker? mfg chronoton ...
Und Leute wie der Brown reden gestern in Berlin über Freiheit... Sowas heuchlerisches und ekliges erlebt man selten... Wahrscheinlich meinte er die Freiheit, von irgendwelchen Lobbyisten, die Taschen füllen zu lassen, den andere Freiheiten kann man hier kaum wohl er ...
Und Leute wie der Brown reden gestern in Berlin über Freiheit... Sowas heuchlerisches und ekliges erlebt man selten... ...
Ich frage mich gerade, wie man einen ausländischen Provider dazu bringen will, herauszurücken, wer über seinen Service mit wem kommuniziert hat. Ohne DPI dürfte es dann afaik nicht funktionieren. ...
Naja ... die Schotten saufen sich zu Tode ... auch ne Art von Protest ... der Rest säuft nur ... Naja ... und ne Steuer auf Atmen ist ja auch schon im gespräch ... Naja ... könnt ja [URL="http://www.faz.net/s/Rub99C3EECA60D84C08AD6B3E60C4EA807F ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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