
Die User Access Control von Windows Vista sollte verhindern, dass Programme unautorisiert gestartet wurden. Bevor bestimmte Aufgaben ausgeführt wurden, meldete sie sich durch eine Passwort-Abfrage oder zumindest eine Abfrage, ob fortgefahren werden sollte, zu Wort. Was bei Mac und Linux mehr oder weniger normal ist, verärgerte zahlreiche Windows-Nutzer, die sich von den Abfragen genervt oder bevormundet fühlten. Microsoft reagierte auf die Kritik und entschärfte beim Nachfolger Windows 7 die UAC. Was sich marketing-technisch als gute Idee zu erweisen scheint, sorgt bei Sicherheits-Experten für weniger Begeisterung. Sie kritisieren die neue UAC als zahnlos.
Gegenüber Test-Versionen wurde die endgültige Version der UAC in Windows 7 schon wieder etwas "strenger" gemacht. Zunächst hatte man geplant, noch mehr der Warnungen zu deaktivieren, war davon aber nach Kritik zahlreicher Sicherheitsexperten wieder ein Stück weit abgerückt.
Trotzdem sind Sicherheitsexperten nicht überzeugt von der aktuellen Lösung und halten sie gegenüber Windows Vista für einen Rückschritt. Chester Wisniewski, "Senior Security Adviser" bei der Fachfirma Sophos, wollte diesen Verdacht untermauern und führte Tests durch, bei denen er Windows 7 mit verschiedenen Arten von Malware attackierte. Lediglich drei der zehn getesteten Angriffe wurden von der UAC entdeckt und unterbunden.
Microsoft betont, diese Tests seien nicht aussagekräftig. Die UAC sei ohnehin kein sehr wichtiges Sicherheits-Feature mehr, so das Unternehmen aus Redmond. Bei Windows 7 seien wichtige Sicherheits-Features wie ein besserer Schutz des Speichers und eine kostenlose Antiviren-Anwendung hinzu gekommen. Auch der neue Internet Explorer 8 sei gegenüber dem Vorgänger um einiges sicherer geworden.
Wisniewski zeigte sich skeptisch. Er sei der Ansicht, dass es wahrscheinlich durchaus möglich sei, Windows 7 mit Hilfe zusätzlicher Schutzmaßnahmen auf ein akzeptables Sicherheitsniveau zu bringen. Den Kurs, die UAC einzuschränken, halte er aber trotzdem für verfehlt. So erklärte er, er befürchte, dass die Nutzer von Windows 7 sich in trügerischer Sicherheit wiegen könnten, weil sie davon ausgingen, dass die UAC es unterbinden würde, dass Malware auf ihrem System installiert wird. Seine Schlussfolgerung: Auf jeden Fall ein gutes Virenschutz-Programm zusätzlich installieren. Aber alles andere wäre ja auch schlecht für den Gewinn seines Arbeitgebers.
(via DailyTech, thx!)
Annika Kremer am Freitag, 06.11.2009 16:10 Uhr
Hab es ja immer wieder gesagt, wie auch andere amibitionierte User, vor allem im Windows-Bereich. Die UAC wurde zugunsten der Heuler während der Vista-Zeit heruntergeschraubt. Der Kunde ist König, man sieht, was er davon haben wird. Die UAC unter Vista ist auf dem Standard-Sicherheitsstatus, d ...
Also ich persönlich finde den UAC in Windows 7 gerade richtig. Besser hätte er nicht sein sollen, sonst werde ich ja jedes Mal genervt, ob ich sogar als Admin etwas am System verändere oder nicht, was vielleiht nicht einmal als "große Veränderung" gilt. ...
Mic würde weiterhin interessieren, wo du da Werbung siehst. Nachdem ich den Sicherheitsrückschritt in der UAC bei 7 eher kritisch betrachte, dürften meine Beiträge nicht unbedingt im Sinne Microsofts sein. Und ich frage mich immer noch, wo man sich beim täglichen Arbeiten von der UAC gestört f ...
Dann frage ich micht allerdings, wie man MS dafür verantwortlich machen kann, dass diese Programme nicht laufen. Immerhin würden sie unter einem korrekt eingerichteten XP auch nicht laufen. ... Werbung? Wo? MS kann für Fehler der Programmierer nicht verantwort ...
genau das hab ich ja gesagt! wenn man irgendein runtergeladenes programm installieren will, wo ein (noch nicht durch virenscanner erkennbarer) trojaner dranhängt, muss man so oder so die UAC abnicken - das programm will man ja haben.. die nachfrage kommt immer, ob mi ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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