
Eine Milliarde Videoaufrufe pro Tag. Damit hat YouTube wieder einmal einen neuen Höchststand erreicht. Über diesen ist man selbstverständlich hocherfreut. Einzig problematisch ist, dass dieses Ereignis von einer schweren Anschuldigung seitens der IT-Portals CNET überschattet wird. Ein Redakteur dort will von einer Quelle bei YouTube internen Mailverkehr erhalten haben, der eines klar belegt: Angestellte bei YouTube haben urheberrechtlich geschützte Werke auf die Plattform geladen und absichtlich dort belassen.
Angeblich waren es insbesondere Angestellte des Videoportals, die Inhalte von Viacom hochgeladen haben, kurz bevor der Mediengigant die juristische Keule auspackte und eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz wegen Urheberrechtsverletzung forderte. Als Beweismaterial liegt CNET in erster Linie E-Mail Korrespondenz zwischen Managern bei YouTube und deren Angestellten vor. Darin finde sich eine Diskussion um die Existenz von "unautorisierten Inhalten" auf der Seite, die scheinbar von den Angestellten nicht gelöscht wurden. Diese wussten jedoch allem Anschein nach um die Urheberrechtsverletzung.
Sollten sich die Beweise erhärten, so könnte dies zu weiteren Problemen führen. Infolge des Digital Millenium Copyright Acts (DMCA) fällt YouTube wie viele weitere Service-Provider unter die "Safe Harbour" Klausel. Dies bedeutet, dass er für rechtsverletzende Taten seiner Kunden nicht haftbar gemacht werden kann - vorausgesetzt er geht ab Kenntnisnahme selbiger dagegen vor. Im konkreten Fall hätte man hier also alle unautorisierten Inhalte löschen müssen, was aber scheinbar vorsätzlich nicht getan wurde.
Aaron Zamost, der Sprecher von YouTube, zweifelte die "Beweise" indes harsch an: "Der Charakter der vorgelegten Beweise - die wider einer richterlichen Entscheidung erstellt wurden - sind falsch, irreführend oder lassen es an wichtigem Kontext fehlen. Darüber hinaus treten sie gerade da auf den Plan, wenn die Kläger eine signifikante Menge an Rückschlägen hinnehmen mussten." Scheinbar hat man jedoch vor, den gesamten Kontext noch offenzulegen: "Die Beweise werden zeigen, das wir weit über unsere rechtlichen Verpflichtungen hinausgehen, um die Urheberrechte von Kreativen zu schützen." (Firebird77)
(via afterdawn, thx!)
(Bild via afterdawn, thx!)
News Redaktion am Sonntag, 11.10.2009 12:27 Uhr
Bei der Musik wird wahrscheinlich schön an die Gema gezahlt Naja die paar Cent an die GEMA, das ist ja fast nichts. Zum Anschauen/Anhören auf dem Portal vielleicht passend, aber nicht für die ganzen Downloads. ...
MIch wundert nur, dass es tag täglich Millionen von Youtube Usern möglich gemacht wird, die dort nicht gerade seltenen, urheberrechtlich geschützen Werke (Filme, Musik, Bilder,etc.) runterzuladen und dies nicht verfolgt wird, quasi legal ist. Bei der Musik wird wahrscheinlich schön an die Gema g ...
*Sarkasmus an* Und dabei macht sich YouTube doch so viel Mühe den Urhebenschutz zu bewahren... also ne. *Sarkasmus aus* Wer hätte was anderes erwartet :dozey: ...
Irgendwie versteh ich nicht nicht warum Musikkünstler ihre Werke von Youtube löschen lassen. Viele Labels lassen erkannte Clips stehen und stellen sogar selbst Clips rein. An sich eine gute Sache, so kann man Künstler/Werke promoten. Dann schaut man zu CHIP. Jede Menge D ...
Hoffentlich stimmen die Beweise. Es wäre ziemlich lustig wenn jemand, der urheberrechtlich Geschützte Werke löscht, angeklagt wird, weil er eben diese vorsetzlich drauf hat :D ja, wie lustig... haha -.- wenn dies stimmt könnte das schon recht schlim für youtube werden ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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