
Die wichtigsten Größen der Contentbranche befinden sich gegenwärtig in Berlin. Dort tagt das Branchenforum "Prävention und Aufklärung", unter der Feder der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). Auch unser Chefredakteur Lars "Ghandy" Sobiraj ist auf der Veranstaltung unterwegs. Zu einem der interessanteren Vorträge zählt definitiv der von Hergen Wöbken vom Institut für Strategieentwicklung (IFSE). Er stellte eine repräsentative Online-Umfrage unter 6,7 Millionen Internetnutzern vor.
Dabei wurde unter anderem gefragt, wie die Personen einer Pauschalgebühr gegenüberstehen, wenn dafür private Kopien in P2P-Netzwerken zur freien Verfügung stehen. Knapp 50 Prozent wären bereit für eine entsprechende Berechtigung zu bezahlen. "Fast die Hälfte der Befragten ist für eine Kulturflatrate zu gewinnen", erklärte Wöbken auf der Veranstaltung. Darüber hinaus sei es aber auch so, dass Filesharing insgesamt nicht mehr so wichtig sei: "Es wird selbstverständlich, dass man auf alles Zugriff hat." Gemeint ist damit, dass die angeforderten Inhalte nicht zwingend dauerhaft auf den PC geladen werden müssen.
Grundsätzlich würde man davon ausgehen, dass es in absehbarer Zeit "so viele freie Inhalte" geben würde, dass der Begriff "Raubkopie" nicht mehr zutreffend sei. Die traditionellen Geschäftsmodelle würden bis zu diesem Zeitpunkt noch funktioniere. Wöbke legte der Filmindustrie jedoch nahe, zügig legale Angebote zu schaffen "mit denen man unter den Bedingungen des Internets noch Geld verdienen kann." Die Studie wurde unabhängig finanziert.
(via heise, thx!)
(Bild via ifse, thx!)
Klaus Müller am Dienstag, 03.11.2009 18:02 Uhr
passend zum thema ein sehr guter beitrag vom ex-universal-chef tim renner: Das Ende der Krise der Musikwirtschaft Viel interessanter als der undurchdachte und ...
Musik ist allgemein einfach zu schlecht, als das ich dafür zahlen würde. Ich saugs mir einfach, der Aufwand dafür steht in einem fairen Verhältnis zur Qualität, find ich. Ziemlich undankbare Statements. Und dann behaupten die Piraten, "auf deren Seite" zu stehen? ...
Eben. Aber man hat auch den Vorteil, dass man sich legal an der "Weiterentwicklung von Kultur und Medien" beteiligen darf. ...
da es einige nicht zu verstehen scheinen: kulturflaterate läuft natürlich auf opt-in basis ab. wer sich dafür anmeldet zahlt seine pauschale und hat damit den freibrief fürs uppen. der rest macht halt weiter auf eigene gefahr. die arme alte omi muss dafür nix blechen. ...
Heute schon GEZahlt? Leider! Für TV Programme, die ich nicht nutze. ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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