
Das Projekt Indect soll unter anderem Video-Überwachung, verschiedene Datenbanken und auch die Analyse von Internet-Seiten beinhalten (gulli:News berichtete). Es sollen "intelligente" Systeme entwickelt werden, die bei definierten "Ereignissen" automatisch Alarm schlagen. Kollmitzer ist dabei für die Entwicklung "intelligenterer" Video-Überwachungs-Systeme zuständig. "Unser Beitrag zum 'Indect'-Projekt in Kurzfassung ist: Wir müssen eine technische Lösung finden, dass Objekte unter allen denkbaren Lichtumständen erkannt werden können", erklärte der Professor gegenüber dem ORF. Am Anfang stehe logischerweise Objekterkennung. Damit diese unter wechselnden Bedingungen - Licht, Schatten, Regen, Reflexe - auch funktioniere, "müssen die Systeme dauernd mitlernen", so Kollmitzer. "Die Herausforderung dabei ist, dass dieser Lernprozess schneller ablaufen muss, als die Veränderung passiert." Die FH Wien war bereits an mehreren Projekten im Bereich der Objekterkennung beteiligt.
Um zu erkennen, was auf dem Bild geschieht, muss die Software spezielle Fähigkeiten besitzen. "Unsere Aufgabe ist es dann weiters, robuste Algorithmen zu entwickeln, die es ermöglichen zu erkennen, ob etwa eine Person ein Gepäcksstück abstellt und weggeht", so Kollmitzer. So soll festgestellt werden, ob gerade etwas besorgniserregendes, verdächtiges oder außergewöhnliches geschieht, das die Auslösung eines Alarms rechtfertigt.
Wie der ORF kritisiert, läßt sich frei definieren, was ein "Ereignis" darstellt, über das die diensthabenden Videoüberwacher nahe an Echtzeit informiert werden sollen. "So ist es zum Beispiel möglich, "Zusammenrottungen" zu erkennen: Sobald mehr als zwei Dutzend Menschen im öffentlichen Raum zusammenstehen, wird Alarm ausgelöst", merkt der Interviewer an. "Natürlich sei so eine Anwendung möglich," meinte Kollmitzer dazu, "Technik lasse sich nun einmal so oder eben auch anders verwenden."
Das selbe gelte auch für den zweiten Beitrag der FH zum Projekt, das sogenannte "Digital Watermarking" für Videos - versteckte Metainformationen in einem Videostream. Dies könnte für die Archivierung von Videos von großem Vorteil sein - aber ebenso auch der Verfolgung unlizensierter Kopien oder auch der Überwachung dienen.
Das Projekt, an dem neben der Wiener FH neun weitere Universitäten und FHs beteiligt sind, dient laut der Projektbeschreibung der Erstellung eines "intelligenten Informationssystem zur Suche, Observation und Detektion für die Sicherheit der Bürger in einer urbanen Umwelt". Kritiker allerdings befürchten einen Schritt in Richtung Totalüberwachung und zuviel staatlicher und polizeilicher Macht. Kollmitzer weist entsprechende Vorwürfe von sich. "Es ist ja nicht so, dass wir für die Mafia arbeiten", meinte Kollmitzer dazu. Beim "Indect"-Projekt halte man sich selbstverständlich an die Vorgaben der europäischen Datenschutzgesetze. So sei beim FH-Projekt keinerlei Gesichtserkennung vorgesehen, die verwendeten Kameras seien dafür auch gar nicht geeignet. Zudem gebe es einen Ethikrat, der den Beteiligten am Projekt Indect genau auf die Finger schaue und laufend überprüfe, ob Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte eingehalten würden. Ob dies allerdings reicht, um Zweifler und Kritiker zum Verstummen zu bringen, darf doch eher bezweifelt werden.
Annika Kremer am Dienstag, 03.11.2009 15:40 Uhr
Technik kann man nicht aufhalten. Die Werbebranche plant ja schon länger, auf Videoportalen Produktspezifische Werbung zu schalten - wofür man beispielsweise Logos oder Produkte erkennen muss. Dass man mit starker Bilderkennungstechnik auch Menschen erkennen kann ist auch nicht neu. Die Forscher ...
"Es ist ja nicht so, dass wir für die Mafia arbeiten" hohoho ... ne schlimmer ... für den Globalen industriellen Sicherheitskomplex ... War against People Ich sehs kommen ... ...
Kollmitzer weist entsprechende Vorwürfe von sich. "Es ist ja nicht so, dass wir für die Mafia arbeiten", meinte Kollmitzer dazu. Na DANN sind wir ja sicher. Wie dumm ist der Mann eigentlich? Es ist ja NOCH NIE irgendeine Entwicklung bösen Menschen in die Hände gefallen. Ich wett ...
So blöd das jetzt klingen mag aber solange nur wenige über das Wohl/Unwohl vieler entscheiden sehe ich keinen grossen Unterschied zwischen der Mafia und anderen Organisationen bzw. Regierungen. Zumal es mir persöhnlich weniger Angst machen würde wenn die wirklich für die Mafia arbeiten würden ...
Kollmitzer weist entsprechende Vorwürfe von sich. "Es ist ja nicht so, dass wir für die Mafia arbeiten", meinte Kollmitzer dazu. Wahnsinn, das Argument überzeugt mich jetzt wirklich. :rolleyes: Der weiß ganz genau, wofür sein Zeug eingesetzt werden soll, aber nicht mal ehrlich ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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