
Die gerne als "Musikdiebe" geschmähten Downloader geben im Schnitt 77 Pfund (86 Euro) im Jahr für Musik aus, 33 Pfund mehr als die Teilnehmer der Studie, die sich nach eigener Aussage nie auf illegale Weise Musik beschaffen.
Für die Studie wurden 1000 Briten im Alter zwischen 16 und 50 Jahren befragt. 10 Prozent der Teilnehmer gaben an, illegal Musik herunter zu laden. Dieses Ergebnis widerspricht den Annahmen der Musikindustrie, die von sieben Millionen illegalen Filesharern in Großbritannien spricht. Sind die Umfrageergebnisse korrekt, dürfte ihre Anzahl gerade einmal die Hälfte betragen.
Peter Bradley vom Think Tank Demos, der die Studie in Auftrag gegeben hatte, sieht in den Umfrageergebnissen ein Argument gegen die britischen Pläne, mit einer Three-Strikes-Regelung gegen illegale Downloader vorzugehen. "Der zuletzt von der Regierung verfolgte Ansatz wird die kränkelnde Musikindustrie nicht wieder aufrichten", erklärt Bradley. "Politiker und Musikunternehmen müssen verstehen, dass sich die Natur des Musikkonsums verändert hat und die Konsumenten niedrigere Preise und leichteren Zugang verlangen."
Die Musikindustrie könnte sogar einen Schaden durch eine Three-Strikes-Regelung erleiden. Schließlich würden dadurch ihre wichtigsten Kunden bestraft. Vertreter von Musikkonzernen interpretieren die Studie allerdings anders. Sie konzentrieren sich auf die Antworten der illegalen Downloader auf eine weitere Fragestellung.
61 Prozent von ihnen gaben an, die Einführung einer Gesetzgebung nach dem Schema "Three strikes and you are out" - wer dreimal bei Urheberrechtsverstößen erwischt wird, bekommt seine Internetverbindung gekappt - könne sie davon abhalten, weiterhin illegale Downloads zu nutzen. Darauf weisen auch Ergebnisse einer Studie aus Schweden hin. Dort hatten härtere Strafen zu einem Rückgang von illegalen Downloads unter Jugendlichen geführt.
Quelle: BoingBoing
Bild: cc by-nd von Lynt
Simon Jonas Hadlich am Sonntag, 01.11.2009 21:49 Uhr
Ihr könnt ja alle Youtube leerleechen und Webradios rippen, aber habt ihr schonmal versucht eine Flac bei Youtube zu kriegen ? Oder in einem Internetradio ? Ich bin wohl einer der wenigen hier der auf richtig gute Qualität steht. btw, Ich kaufe keinerlei Musik und gebe das auch jedem zu der frag ...
england ist sowieso ein spezialfall, da gibts so viele musikverrückte leute, die ständig auf konzerte gehen, die neusten bands hören und unsummen an geld ausgeben. hab erst neulich eine sendung darüber gesehen, da veranstalten die minderjährigen ihre eigenen konzerte mit genauso jungen bands, e ...
Ist das jetzt komisch? Gab es einen Raubmord an einem Kopierer? Is ja´n echter Brüller Gruss Tim ...
Ich bin der Meinung, dass die Statistik nicht repräsentativ ist. Wenn eine Studie gerade mal 1000 Leute befragt, kann dieses nicht repräsentativ sein. Dafür muss man 10.000 Leute fragen in unterschiedlichen Schichten und Kulturkreisen in verschiedenen Regionen. Wenn ich in meinem Bekannten und Fr ...
Klar, macht Sinn. Downloader sind die wahren Wohltäter der Musikindustrie. Ich habe mir schon oft Alben geladen und dann gesagt, die Musik ist geil, die wird gekauft. Schließlich hat das Original auch ein schönes Cover etc. Ich mache das häufig auch aus Testzwecken,ob mir ein Alb ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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