
Die Kalkulation sorgte schon im September diesen Jahres hitzige Diskussionen. Man hatte zwar nur eine Schätzung abgeliefert. Diese war jedoch mehr als nur erschütternd. Man rechnete mit Ausgaben von einer Million Britischen Pfund pro Tag, an dem das Three-Strikes-Gesetz umgesetzt wird. Dem würden pro Jahr "nur" rund 200 Millionen Britische Pfund "Verlust" der Musikindustrie gegenüberstehen. Der britische Wirtschaftsminister Lord Mandelson geriet daraufhin erneut unter heftigen Beschuss. Er war es nämlich, der seit Monaten das Three-Strikes-Gesetz massiv vorantrieb.
Gemeinsam mit dem Telekommunikationsunternehmen Carphone Warehouse hat die British Telecom (BT) die Kalkulation nun verfeinert. Das Ergebnis ist nicht nur exakter als die vorhergehende Schätzung. Die Summe ist ebenfalls größer. Man geht von zusätzlichen Kosten von zwei Britischen Pfund pro Internetanschluss und Monat aus. Mit etwa 17,6 Millionen Breitbandanschlüssen in Großbritannien würden die zusätzlichen Kosten im Jahr bei 420 Millionen Britischen Pfund liegen. Man kritisiert dabei, dass das System ein Problem lösen soll, dass innerhalb der Musikwirtschaft einen "Schaden" von geschätzten 200 Millionen Britischen Pfund pro Jahr verursacht. Natürlich gilt es auch die restlichen Vertreter der Contentindustrie in diese Kalkulation mit einzubeziehen.
In erster Linie steht jedoch auch jetzt die Frage im Raum, wer diese Kosten tragen soll. Lord Mandelson hat zwar vor, dass die Rechteinhaber und Provider sich diese fair aufteilen würden. Aber wird dies wirklich passieren? Eine Abwälzung auf den Kunden ist wohl das wahrscheinlichere Szenario. Denn die Provider sind sicherlich alles, aber nun mal auch Firmen mit Gewinnorientierung.
Derweil darf sich nicht zuletzt die Contentindustrie fragen, ob deren Three-Strikes-Bestrebungen wirklich so genial sind, wie man es derzeit erhofft. Denn selbst wenn der Schaden für die gesamte Industrie bei 600 Millionen Britische Pfund liegen würde. Ist es dann besser 420 Millionen Britische Pfund für eine fragwürdige Verfolgung auszugeben? Oder anders formuliert. Glaubt man ernsthaft, dass aus den Betroffenen über Nacht willige Käufer werden, die plötzlich ihr Vermögen zum Wohl der Contentindustrie ausgeben? Dies dürfte wohl ein Traum bleiben.
(via p2pnet, thx!)
Klaus Müller am Sonntag, 01.11.2009 19:45 Uhr
Kunde zerschneidet das Telefonkabel, Kunde handelt sich Internetverbot ein -> Schuld des Kunden, nicht Schuld des ISP, das der Kunde sich nicht beliefern lässt -> ISP hält Vertrag ein -> Kunde muss zahlen Der Vergleich Telefonkabel zerschneiden / Internetverb ...
Es geht hier um eine Dienstleistung die nicht mehr passiert Genau das ist falsch, es ist eine Dienstleistung die der Kunde nicht passieren lässt. Es ist ganz einfach: Kunde und ISP schließen Vertrag. ISP liefert, Kunde lässt sich beliefern. [URL="h ...
Die Clients werden steigen, Relays eher weniger (mögliche Störerhaftung) - kann gut sein, dass es also langsamer wird, nicht schneller. Bei Tor gibts keine reinen Clients. Nan kann sich zwar aussuchen, ob man Exit-Node ist oder nicht - das wars aber auch schon. ...
Stimmt, wenn du ein Fahrverbot bekommst brauchst du keine Raten mehr an den Autohändler zahlen, wenn dir der Gerichtsvollzieher den Lohn pfändet darfst du auf der Arbeit Beamtenmikado spielen und wenn du das Gesetz brichst und Internetverbot bekommst hat natürlich der ISP den ...
Denn ich glaube nicht das man weiterhin für Internet zahlen muss wenn man ausgesperrt wurde. Stimmt, wenn du ein Fahrverbot bekommst brauchst du keine Raten mehr an den Autohändler zahlen, wenn dir der Gerichtsvollzieher den Lohn pfändet darfst du auf der Arbeit B ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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