
Die Regelung gilt für zwei Abenteuerspielplätze, die von städtischen Aufsehern betreut werden. Die Eltern müssen dort am Eingang zurückbleiben und ihre Kontaktdaten angeben, wenn sie sich nicht einem Security-Check unterzogen haben. Der Stadtrat sagt, man befolge damit nur Regierungs-Vorgaben. Man könne Erwachsenen nicht erlauben, sich "ungeprüft" auf Spielplätzen zu bewegen.
Die betroffenen Eltern haben dafür wenig Verständnis. "Ich empfinde es als beleidigend, dass der Rat im Grunde alle Menschen als Pädophile darstellt und uns erklärt, dass man uns unsere eigenen Kinder nicht anvertrauen könne", sagt Jenny Abbasi, die Mutter von acht Kindern ist.
Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da. Die Menschen in Watford kritisieren den "Kindermädchen-Staat", der die Eltern bevormunde. "99 Prozent der Leute sind großartige Eltern und sicher keine Kinderschänder", erklärt die fünffache Mutter Marcella Bergins. "Die ganze Sache ist einfach ein Witz und ich werde mich sicher nicht an die neuen Regeln halten, die offengesagt einfach nur verrückt sind."
Doch Bürgermeisterin Dorothy Thornhill ist anderer Meinung. "Leider kann man im heutigen Klima keine Erwachsenen ungeprüft auf einem Kinderspielplatz herumlaufen lassen", verteidigt sie die Maßnahme. Die Abenteuerspielplätze seien schließlich "keine Treffpunkte für Erwachsene".
"Auch wenn früher einige Eltern nach Ermessen unserer Betreuer bei ihren Kindern geblieben sind, können wir das nicht weiter erlauben", erklärt Thornhill. "Es gibt andere Plätze in der Stadt, wo Eltern mit kleinen Kindern hingehen können."
Claude Knights, Gründerin einer Kinderhilfsorganisation, kritisiert die Maßnahme: "Sie fördert ein Klima, in dem Eltern und Kinder ohne irgendeinen Beweis für Fehlverhalten oder Schuld verdächtig gemacht werden", warnt sie. "Fürsorgliche Eltern sollten nicht als eine Bedrohung betrachtet werden."
Knights kritisiert, dass die Betreuer sich nicht besser um die kleinen Spielplatzbesucher kümmern könnten als ihre Mütter und Väter: "Als Elternteil kann man besser auf seine Kinder aufpassen als städtische Angestellte."
Staatliche Institutionen sind ein Grundpfeiler der jüngsten Politik in Großbritannien. In Zukunft sollen alle Menschen, die beruflich mit Kindern zu tun haben, in einer Datenbank geführt werden. Experten vermuten, dass darin bald Informationen über 11 Millionen Briten auftauchen. Unter dem Vorwand des Kampfes gegen Kindesmissbrauch wird so eine enorme Datensammlung angelegt.
Die größte Gefahr für Kinder sind jedoch nicht Schulbusfahrer und Kindergärtnerinnen, sondern ihre eigenen Verwandten. Im einem überwältigenden Teil der Fälle wird der Missbrauch durch Personen aus dem direkten persönlichen Umfeld des Opfers verübt. Allerdings wohl kaum auf Watforder Abenteuerspielplätzen.
Quelle: Telegraph
Bild: cc by-sa von mdornseif
Simon Jonas Hadlich am Samstag, 31.10.2009 22:15 Uhr
Da die Eltern nach der Genfer Konvention nun als "Vom Regime Verfolgte" gelten, dürfen sie in zivilisierteren Ländern (Russland, Südafrika, Kuba, Indien, Pakistan,...) um Asyl ansuchen. "Ich bin ein britischer Vater..." "Oh mein Gott! Bringt dem Armen Mann sofort eine Decke ...
Sauber inszeniert, damit dürfte die Wiederwahl von Mrs. Thornhill gesichert sein. Wie wäre es als nächstes mit einer Art Quarantäne für Politiker, welche die Bürgerfreiheit unverhältnismäßig einschränken möchten? ...
@Karash: Wenn diese Spielplätze niemand mehr besucht, werden sie abgerissen und ein neuer Starbucks hingebaut. Bringt den Kindern genau Null. Stimmt, hast recht. Ich hab angenommen, dass die Verantwortlichen es dann checken würden, aber das setzt ja wieder kognit ...
Das dient, genau wie die ganzen Kameras, alles der Gewöhnung an den Polizeistaat. ...
Doch Bürgermeisterin Dorothy Thornhill ist anderer Meinung. "Leider kann man im heutigen Klima keine Erwachsenen ungeprüft auf einem Kinderspielplatz herumlaufen lassen", verteidigt sie die Maßnahme. Die Abenteuerspielplätze seien schließlich "keine Treffpunkte für Erwachsene". ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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