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Kurz notiert:

Mutmaßlicher SchülerVZ-Erpresser tot aufgefunden

Der 20-Jährige, der im SchülerVZ große Mengen (auch privater) Daten sammelte und mit diesen angeblich einen Erpressungsversuch startete, hat laut Polizeiangaben Selbstmord begangen.

Der Verdächtige, der unter dem Pseudonym "Matthew" auftrat, sammelte mit Hilfe eines Crawlers nicht nur öffentlich zugängliche Daten wie Name, Bild und Schule, sondern auch private, nicht öffentlich zugängliche Daten (gulli:news berichtete). Er wurde vor etwa zwei Wochen verhaftet und saß seitdem in Untersuchungshaft in der Berliner Jugendstrafanstalt Plötzensee. Nun wurde er tot in seiner Zelle aufgefunden.

Die Polizei gibt als Todesursache an, der junge Mann habe sich selbst getötet. Einzelheiten sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt.

Update:

Das Team von SchülerVZ nimmt mittlerweile in einem Blogeintrag zum Tod von "Matthew" Stellung. Dort heißt es: "Heute erreichte uns folgende traurige Nachricht: Der Tatverdächtige, der versucht hatte von uns 80.000 Euro zu erpressen, hat sich in der JVA Plötzensee das Leben genommen. Wir kennen keine Hintergründe und bedauern diese Entwicklung zutiefst. Allen Angehörigen sprechen wir unser Beileid aus." Die Kommentarfunktion zu dem Beitrag ist deaktiviert, um "jeglichen Spekulationen zu Ursachen und Hintergründen – die uns nicht bekannt sind – ebenso keinen Platz einzuräumen wie Beleidigungen und Verleumdungen."

 

Annika Kremer am Sonntag, 01.11.2009 18:53 Uhr

tagsTags: schülervz

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193 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Spongshga am 18.11.2009 20:26:23

    aber hier wird das Thema bzw "Update" angesprochen >. ...

  • TRON2 am 11.11.2009 21:29:02

    L. sagte demnach bei der Polizei aus, dass beim Gespräch mit SchülerVZ sogar ein Vertragsentwurf aufgesetzt worden sei. Auch der Geschäftsführer der Betreiberfirma VZnet habe der Zahlung von 80.000 Euro zugestimmt, sofern L. auf die Forderungen der Firma eingehe. Erst als der 20-Jährige ...

  • TRON2 am 08.11.2009 16:31:48

    Möglicher weise lügt SVZ in diesem Fall, wie ich es schon von Anfang an vermutete. Wenn es sich so zugetragen hat wie im Spiegelartikel beschrieben ist, dann würde ich mich von der Behauptung des Erpressungsversuches distanzieren. Ich hoffen auch Gulli bleibt weiter dran und hilft mit, das Netz ...

  • LoL-O_Mat am 08.11.2009 11:56:14

    Hätte es keine "Verhandlungen" im Vorfeld gegeben, warum zahlt VZnet denn dann 530 Euro für ein Taxi, mit dem Matthias L. nach Berlin kommen soll? Er hätte sie doch vorher schon Erpressen können. Abgesehen davon ist es eher zweifelhaft, dass der Spiegel sugger ...

  • McNulty am 08.11.2009 08:22:53

    Tja, was soll auch sonst passieren, wenn man einen psychisch labilen in ne Einzelzelle steckt. Schuld sind: SVZ und die Bullen, die ihn da reingesteckt haben. Schuld ist der Junge selbst, if you can't do the time, don't do the crime... ...

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