Das ausgesetzte Zugangserschwerungsgesetz sollte bei einer der ersten Kabinettssitzungen auf die Streichliste gesetzt werden. Der Verband erhofft sich von der neuen Bundesregierung ein eindeutiges Statement zur Freiheit im Internet und eine internetfreundliche Bundespolitik. Bernd Völcker vom SIBB dazu: "Die Initiative von Familienministerin Ursula van der Leyen sollte jetzt vollständig korrigiert werden. Die Stopp-Schild-Idee ist keine wirkungsvolle Methode, vor kriminellen Machenschaften zu schützen. Nur weil illegale Daten womöglich auf CDs per Post verschickt werden, käme niemand auf die Idee, Postboten jeden Brief lesen zu lassen. Leider haben einige Politiker das Internet bis heute noch nicht wirklich verstanden. Offenheit und Vernetzung sind die Grundlage für neue Arbeitsplätze - gerade in der jetzigen Zeit."
Sogar Ex-Innenminister Wolfgang Schäuble sprach von einem handwerklich fehlerhaften "Stoppschildgesetz". Die neue Bundesregierung sollte stattdessen stärker auf neue Diplom-Informatiker setzen und den Breitband-Ausbau in Deutschland fördern. Neue Möglichkeiten im Web sollten berücksichtigt und gefördert werden. Schwarz-Gelb hätte eigentlich alle Chancen und Möglichkeiten, unser Land de facto in eine Wissensgesellschaft zu führen. Offenbar zieht man eine Politik des Schilderwaldes vor.
Dinge wie Offenheit und Vernetzung schaffen neue Arbeitsplätze. Sperren nicht, zumindest dauerhaft. Der überragende Erfolg des Netzes beruht auf den freiwilligen Grundregeln aller Beteiligten weltweit. Ob E-Mail-, Browser- oder Netzwerk-Standards, ob Wikipedia oder soziale Netzwerke - die Verständigung auf das Grundprinzip der Offenheit ist die Basis für Millionen neuer, wissensbasierter Arbeitsplätze in nahezu allen Wirtschaftszweigen. Wer Bildungsrepublik und Wissensgesellschaft als Ziel definiert, muss die Offenheit des Web schützen und weiter ausbauen. Kriminelle Gebiete mit Stopp-Schildern einzuzäunen hat mit einer konsequenter Strafverfolgung und dem Schutz unserer Kinder nichts gemeinsam. Stattdessen schlägt der SIBB vor, die verantwortlichen Täter selber anzugehen und die entsprechenden Inhalte von den Webseiten zu löschen.
Illegale Datentransfers finden weniger im World Wide Web statt, als auf unkontrollierbaren Wegen, wie E-Mail-Versand, Filesharing via BitTorrent-Protokoll oder über Foren im Usenet. Illegaler Content kann jederzeit leicht auf andere Hosts ausweichen. Filter - die technisch Ähnlichkeiten mit Zensursystemen in undemokratischen Staaten wie China haben - tendieren zum "Übersperren" von Verbindungen. So werden auch Seiten blockiert, die tatsächlich legal und unbedenklich sind. Der Berliner Interessenverband glaubt, diese Vorgehensweise könnte die weitere Entwicklung des Internet als Zukunftstechnologie gefährden.
Lars Sobiraj (g+) am Mittwoch, 28.10.2009 22:35 Uhr
Aber wenn schon von Ihm sowas kommt dann sollte es ja nicht schwer sein es wieder zu ändern... Klar, wozu Rückgrat wenn Rollstuhl? Schäuble ist eine einzige Lachnummer. Von Anfang an. Ich werde ihn nicht ernst nehmen. Der wäre mir nicht mal den abgeriebenen Belag meiner Bremssche ...
Sogar Ex-Innenminister Wolfgang Schäuble sprach von einem handwerklich fehlerhaften "Stoppschildgesetz". Bin ich bekloppt oder ist Schäuble irgendwie nen bisschen Rückratlos etc?? Aber wenn schon von Ihm sowas kommt dann sollte es ja nicht schwer sein es wieder zu ...
SIBB: Weg mit den Internet-Sperren! Der Berliner IT-Branchenverband SIBB e. V. fordert Deutschlands neuen Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) auf, sich endgültig vom Thema Internet-Sperren zu verabschieden. Das ausgesetzte Zugangsers ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.