
Dieser Sorge hat eine amerikanische Behörde in ihrem Bericht für Oktober ausgedrückt. Das Government Accountability Office (GAO) ist das Untersuchungsorgan des Kongresses der Vereinigten Staaten. Dort beschäftigt man sich sonst mit Korruption und Effizienzfragen.
Doch die Schweinegrippe stellt eine bisher unbeachtete Bedrohung dar, schreibt die Washington Post über den Bericht der GAO: "Erwachsene, die von zuhause arbeiten, Kinder, die Videos aufrufen und Onlinegames spielen und Familien, die sich online über die Krankheit informieren würden die Internet-Netzwerke der Wohngegenden überlasten, die nie darauf ausgelegt wurden, dass die Mehrheit der Nutzer gleichzeitig im Web ist."
Das ist natürlich eine schreckliche Vorstellung. Krank zuhause, und dann auch noch keine Internetverbindung. Was tut der Staat? Die GAO befürchtet, die Regierung sei auf ein solches Szenario nicht vorbereitet. Für die Aufrechterhaltung der Telekommunikationsnetze in Krisenzeiten ist eigentlich das Heimatschutz-Ministerium verantwortlich. Doch dort heißt es, man habe keinen Plan für den Fall, dass die Internetverbindungen überlastet seien. Eine wichtige Quelle von Informationen über den Finanzmarkt, Katzenbildern und Pornographie völlig ungeschützt!
Die entstehende Verwirrung, ist man sich beim GAO sicher, "würde das Risiko erhöhen, dass die Regierung zu keiner schnellen oder effektiven Reaktion fähig sein wird, wenn sich die Pandemie schnell ausbreitet."
Zumal auch die Netzbetreiber keine Lösung zur Hand haben: "Sie könnten mehr Bandbreite zur Verfügung stellen und private Verbindungen für wichtige Arbeiter schaffen [...], aber das ist teuer und würde zu lange dauern", schreibt die Washington Post. "Ein Breitband-Anbieter könnte besonders bedeutsamen Arbeitern, wie jenen die mit Aktien handeln, keinen Vorzug einräumen, weil der Internetanbieter nicht weiß, welche Arten von Kunden sich in seinem Netzwerk befindet und nicht sehen kann, welche Inhalte sie aufrufen."
Da würde Deep Packet Inspection doch glatt Abhilfe schaffen! Hätten die Amerikaner bereits eine vernünftig ausgebaute Überwachungsinfrastruktur, dann könnten die Provider den Aktienbrokern mit schnellen Verbindungen beim Herbeiführen der nächsten Börsenblase unter die Arme greifen und den grippekranken Kindern den Zugang zu World of Warcraft abdrehen.
Es gibt da aber noch eine weitere Hürde: Beim Heimatschutzministerium ist man sich leider nicht sicher, ob man Befehlsgewalt über das Internet hat. Man weiß allerdings auch nicht, wer denn sonst der Herrscher über das Netz sein könnte. Vielleicht gibt's hier ja doch noch Anarchie.
Quelle: Net Effect
Simon Jonas Hadlich am Mittwoch, 28.10.2009 02:12 Uhr
Haben sie doch noch einen Weg gefunden um das Internet (teilweise) zu kontrollieren. Mmm... :) ...
Könnte in der Tat ein Problem werden, da die Amis größtenteils Internet via Fernsehkabelnetz haben, mit dem bekannten Flaschenhals... Genau das habe ich auch gerade gedacht. Das gute alte Cable, beworben und verkauft mit theoretisch bis zu 30mbit aber dan ...
Ihr habt gut lachen. Ihr wurdet ja nicht eben vom Monitor angenießt. :dozey: Ich kipp da jetzt erstmal Medizin rein .. sicher ist sicher ... ...
Also no offense, aber wenn ich die Grippe und Kopfschmerzen habe, lese ich bestimmt kein Zeug über Sicherheitspolitik, sondern eher bash und Co oder schaue dumme Videos. Ich stell mir grad vor, wie das Internet wegen Katzenbildern stirbt !11 Da sind dann gan ...
Könnte in der Tat ein Problem werden, da die Amis größtenteils Internet via Fernsehkabelnetz haben, mit dem bekannten Flaschenhals... Hier kann man sich schonmal ein Bild davon machen, wie das dann aussehen wird: http://www.southpark.de/alleEpis ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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