
Die Schadsoftware ließ bei den Besuchern der betroffenen Seiten Browser abstürzen, auf einigen Computern installierte sie Spyware. Hinter dem Angriff steckt allerdings eine längere Vorbereitungszeit, während der die Betrüger in intensivem Kontakt mit ihren Opfern standen.
Sie gaben sich gegenüber Gawker als Mitarbeiter der Werbeagentur Spark SMG aus. Das Unternehmen existiert tatsächlich, der Ansprechpartner bei Gawker erwähnt sogar in einer Mail, dass er einige "Kollegen" der Betrüger getroffen habe. Für ihr Täuschungsmanöver hatten die Kriminellen allerdings extra eine eigene Webpräsenz für ihren angeblichen Arbeitgeber erstellt, bei der sogar der whois-Eintrag dem Original ähnelte.
Gawker hat den gesamten Mailverkehr mit den Betrügern offengelegt. Daraus wird deutlich, dass die Personen wussten, was sie taten: "Wer auch immer es ist hat definitiv irgenwann mal in der Internetwerbebranche gearbeitet", zitiert Wired Threat Level einen anonymen Gawker-Mitarbeiter.
Die Betrüger lockten mit einem Budget von 25.000 Dollar, dass sie für den Autobauer Suzuki unterbringen sollten. Dabei verlaufen die "Verhandlungen" zwischen der angeblichen Werbeagentur und ihrem Ansprechpartner bei dem Medienunternehmen keineswegs streng linear. In treffendem Fachvokabular feilschen die Betrüger um den Preis für die Einbindung ihrer Banner: "Wir brauchen ein paar fette Imps zum Ende des Monats" - er will eine größere Werbeschaltung buchen.
Gawker ist nicht der erste Medienkonzern, der auf einen solchen Betrugsversuch hereinfällt. Erst im vergangenen September erwischte es die New York Times. Es ist gut möglich, dass hinter beiden Fällen die gleichen Kriminellen stecken.
Simon Jonas Hadlich am Dienstag, 27.10.2009 23:53 Uhr
Eigentlich sehr geil! Erinnert mich an die Yes-Men irgendwie. Dem Kapitalismus mit seinen eigenen 'Argumenten' eins auswischen :D Inwiefern wird dem Kapitalismus ...
Gawker hat den gesamten Mailverkehr mit den Betrügern offengelegt. Daraus wird deutlich, dass die Personen wussten, was sie taten: "Wer auch immer es ist hat definitiv irgenwann mal in der Internetwerbebranche gearbeitet", zitiert Wired Threat Level einen anonymen Gawker-Mitarbeiter. ...
Utuvien, dass hat wirklich ein ymmd verdient :D ...
tja dann mal an dieser stelle (auch wenns falsch ist und ins feedback gehört) lob an die admins :T ...
.die leiste links ist damit weg. Es gibt keine linke Leiste (mehr). Das war nicht Noscript. ;):D ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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