
In der Kategorie "Staat" wurde der "Dienst für die Überwachung des Post und Fernmeldeverkehrs" ausgezeichnet. Für preiswürdig befand die Jury dabei den Plan für eine Echtzeit-Überwachung des Internets. Diese soll möglich sein, sobald ein entsprechendes Strafverfahren gegen eine verdächtige Person aufgenommen wird. Das zugrundeliegende "Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs" war übrigens 2002 schon einmal mit dem Negativ-Preis ausgezeichnet worden.
Wie auch in Deutschland gab es dieses Jahr in der Schweiz besonders viele Anwärter auf die Auszeichnung in der Kategorie "Business". Erhalten hat den Preis letztlich der Internetanbieter Swisscom für sein Web-Portal zur Konfiguration von DSL-Routern, weil dabei auch persönliche Daten wie das WLAN-Passwort bei dem Unternehmen gespeichert werden.
In der Kategorie "Arbeitsplatz" räumte die Berufsbildungsschule Winterthur ab. Dort hatte man die Idee, Nachbarn zum Melden von Schülern aufzurufen, die rauchen oder Abfall auf den Boden werfen. Dieser Förderung einer Blockwart-Mentalität war eine Auszeichnung wert.
Das Unternehmen Deltavista bekam einen Lebenswerk-Award für die "besonders hartnäckige Verletzungen der Grundrechte". Deltavista ist der Schweizer Marktführer unter den Datensammlern und wurde stellvertretend für die gesamte Zunft ausgezeichnet.
Neben den vier Negativ-Preisen gab es auch einen Publikums-Awards für Verdienste um den Datenschutz und gegen Überwachung. Ausgezeichnet wurde die Genfer Studentengewerkschaft CUAE für ihren Einsatz gegen fremdenpolizeiliche Kontrollen ausländischer Studenten. (Simon Columbus)
(via futurezone, thx)
Lars Sobiraj am Sonntag, 25.10.2009 19:16 Uhr
Na ja, wir in der Informatik Berufsschule wurden jedenfalls nicht darauf hingewiesen. War den meisten zwar zu Ohren gekommen, aber weder hat unser Leiter was gesagt noch sonst was zur Informierung aufgehängt. ...
Schweizer Big Brother Awards verliehen In der Schweiz wurden heute zum zehnten Mal die Big Brother Awards an Behoerden und Unternehmen vergeben, die sich durch besonders schlimme Datenschutzvergehen hervorgehoben haben. In der Kategorie "Staat" wurde der "Dienst für die Überwachung des Post und ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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