
Zum zehnten Geburtstag von Napster äußerte sich Hillary Rosen, die ehemalige Geschäftsführerin der Recording Industry Association of America (RIAA), dass man den "Napster-Zug" schlicht und ergreifend verpasst hätte. Man traf damals falsche Entscheidungen, weil vieles gegen eine Zusammenarbeit sprach.
In einer Kolumne der BBC äußerte sich nun Geoff Taylor, der Vorsitzende der British Phonographic Industry (BPI) ähnlich. Er erklärte, dass er es "bedauerlich" finden würde, dass die Musikindustrie nicht schneller festgestellt hätte, wie man das Internet zu Promotions- und Verkaufszwecken nutzen kann. Viele Seiten, die mit Napster aufgekommen wären, würden jedoch auch eine Gefahr für die Industrie darstellen, da sich dort primär Piraten tummeln. Seiner Ansicht nach, sei es "wahrscheinlich wahr", dass es der Musikindustrie im Jahr 2009 besser ergangen wäre, hätte man mit Napster zusammengearbeitet, anstatt den Dienst damals juristisch in Grund und Boden zu stampfen.
"Ich für meinen Teil denke nicht, dass wir nicht schnell genug darin waren festzustellen, wie man ein zukunftsfähiges Model für Musik im Internet erschafft", erklärte Taylor. Die Musikindustrie hätte Probleme gehabt, ein passendes Geschäftsmodell im Jahr 1999 zu entwickeln, als Napster das Licht der Welt erblickte. Dies sei auf schwache Kopierschutzsoftware sowie die Unfähigkeit, Downloads aufzuzeichnen, um Lizenzgebühren gerecht zu verteilen, zurückzuführen. "Im Jahr 1999 entwickelte Napster einen großartigen digitalen Dienst, aber auf Kosten der Musik, während die Musikindustrie versuchte, die Musik auf Kosten des Online-Fortschritts zu schützen." Seit diesem Zeitpunkt seien zehn Jahre vergangen, man habe gute digitale Musikangebote erschaffen, aber Filesharing-Seiten und Technologien hätten sich ebenfalls weiterentwickelt und würden die Musikindustrie schädigen. "Man kann sich einfach nicht den Fakten verweigern, dass jährlich Milliarden von illegalen kostenlosen Musikdownloads in Großbritannien stattfinden, was dazu führt, dass erheblich weniger Geld in das Wirtschaftssystem der Musikbranche fließt." (Firebird77)
(via bbc, thx!)
(Bild via tourdates, thx!)
News Redaktion am Freitag, 26.06.2009 20:01 Uhr
Wetten? Wenn einer in der Zeit zurückreist und denen ihre heutigen Aussagen vor die Nase hält, dass die trotztem den gleichen Weg wieder beschreiten würden. Gier und Lernresistenz zeichnen die Musikindustrie aus. ...
Und das ohne ne Müde Mark dabei zu verdienen Bekannt sein ist gut, Geld zu verdienen besser. durch cd verkäufe macht kein musiker geld, da verdienen nur die plattenfirmen. die musiker verdienen ihr geld mit auftritten und konzerten und da hat filesharing eh keinen einfluss drauf. ...
Sollen halt jetzt die Personen in Haftung nehmen, die sie damals falsch beraten haben. :D ...
Tja, Middelhoff hatte theoretisch schon recht wo er damals Napster gekauft hat. Aber natürlich wusste Bertelsman wie immer nichts anzufangen mit sowas... ...
Und das ohne ne Müde Mark dabei zu verdienen:T Bekannt sein ist gut, Geld zu verdienen besser. Demnach geht alles beides ... Selbst ich der eigentlich nix für Musik ausgibt ... kauft sich jetzt nen paar CD auf der Musiker Seite weil ich es toll finde und sie Somit unte ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 08.02.2012, 12:51 Uhr
Im Rhein-Neckar-Kreis wurde ein simpler Diebstahl mit Hilfe einer DNA-Analyse aufgeklärt. Der 44-jährige Verdächtige trank ein Bier in einem Eiscafé, bevor er die Brieftasche eines Fremden stahl. Weil seine DNA in der Datenbank des Landeskriminalamts vorliegt, konnte ihn die Polizei anhand seiner DNA-Spuren am Bierglas als Schuldigen ausmachen.
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