
Google hat sich mit dem geplanten Google Print bereits einige Feinde unter den Buchverlagen gemacht, welche ihr copyrightgeschütztes Material nicht von Google durchsuch- und anzeigbar wissen wollen. Die deutsche Assoziation der Buchverlage hat nun auf das kommende Jahr eine nationale Konkurrenz zu Googles Buchindex angekündigt. Mit dem geplanten Netzwerk sollen nach Google - Print - Vorbild Bücher online auch über externe Suchmaschinen durchsuchbar gemacht werden, welche jedoch die Buchtexte nicht erhalten sollen.
Stattdessen plant der Verband, mittelfristig eine eigene Suchmaschine aufzusetzen, welche analog zu Google Print funktioniert und die Online-Bestellung von Büchern erlaubt.
Yahoo zitiert den Projektleiter Mathias Ulmer mit den Worten, man wolle nicht, dass "Google die Texte auf ihren Servern haben, wir wollen, dass die Verlage sie behalten". Das deutsche Projekt sei das erste landesweite Projekt seiner Art, welches die Kontrolle der Texte bei den Verlagen belasse, jedoch externen Suchmaschinen erlaubt, die Seiten dennoch zu indexieren.
Weiterhin gab Ulmer zu, dass natürlich immer die Möglichkeit bestünde, dass Hacker sich online Zugriff auf die kompletten Texte verschaffen. Man dürfe aber nicht den Fehler machen, in der Vergangenheit stehen zu bleiben. Es ist zu hoffen, dass am Ende des Projekts nicht nur eine deutsche Buchtext - Suchmaschine steht, sondern der Plan mit der Einbindung der externen Suchmaschinen funktioniert. Dem Wesen des Internet und einer Suchmaschine würde die Aussicht auf eine Vielzahl von Buchtext - Suchen nicht entsprechen, welche jeweils nur die Inhalte einer Gruppe von Verlagen indexieren und die der anderen nicht. Der Gedanke hinter Google Print beinhaltet unter anderem den der leichteren akademischen Recherche, und ebensowenig wie das Internet ein nationales Projekt sein kann, gilt das für Wissenschaft und Forschung.
Versprochen wurde die Einbindung immerhin - mit etwas Glück könnten so durchaus noch länder- und verlagsübergreifende Buchtext-Suchen entstehen, die einem den tatsächlichen Buchbestand erschließen können - und nicht nur kleine Puzzlestücke davon.
News Redaktion am Montag, 24.10.2005 12:30 Uhr
Also hört sich gut an. Wer weiß, vielleicht haben wir ja demnächst eine große, freie (?) Online-Bibliothek. mfg, Dark Spirit ...
Fast würde ich sagen "na also, geht doch", aber ich befürchte, dass das wieder sone Alleinganggeschichte wird. Wenn in Frankreich, Groß Britanien oder sonstwo ein ähnliches Projekt startet, gibt es da bestimmt keine Kooperationen (gerne lasse ich mir das Gegenteil beweisen). So kann man doch nic ...
Nationales Gegenstück zu Google Print Google hat sich mit dem geplanten Google Print bereits einige Feinde unter den Buchverlagen gemacht, welche ihr copyrightgeschütztes Material nicht von Google durchsuch- und anzeigbar wissen wollen. Die deutsche Assoziation der Buchverlage hat nun auf ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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