
Nachdem schon einige Antispywaretools und Virenscanner die umstrittene DRM Sonys erkennen, kündigte Sophos nun an, Tools zur Entfernung der Rootkit - Software anzubieten. Sony selber verstecken ihre eigenen Tools zur Entfernung des Schadcodes gut auf ihrer Website und stellen den Anwender vor einige Hürden, will er die Malware loswerden. Dies könnte nach deutscher Copyright - Gesetzgebung jedoch absurde Folgen nach sich ziehen.
Das Umgehen von Kopierschutztechnik ist in Deutschland inzwischen verboten, und Sonys DRM stellt eine solche Technik dar - auch wenn sie inzwischen von Viren- und Trojanerautoren zum Erstellen weiterer Schädlinge fleißig genutzt wird, oder WoW - Cheater ebenfalls Gebrauch von der Malware machen können. Stand der Dinge in Deutschland ist jedoch dieser, dass Links auf die Herstellerseiten von Software verboten werden können, welche entsprechende Umgehungen von Kopierschutz anbieten: da der Link das Nutzen solcher Software vereinfacht, wird er als Störung betrachtet, für die der Linksetzer haftbar gemacht werden kann. So geschah es im Fall des DVD-Kopiertools AnyDVD, bei dem das OLG München entschied, die Pressefreiheit habe hinter den Interessen der Medienkonzerne zurückzutreten. Es entsteht die absurde Situation, dass Hersteller und Programmname genannt, aber nicht verlinkt werden dürfen, ansonsten wehen die Abmahnungen ins Haus.
AnyDVD stellt einen Kopierschutz ab, dasselbe würde Sophos tun, wenn sie ihre Ankündigung umsetzen, die Sony - Malware deinstallieren zu lassen. Sophos selbst könnte damit in Deutschland vor rechtliche Probleme gestellt werden, und sogar Webmaster, die auf die Sophos - Homepage linken, könnten ins Visier der Gerichte und Abmahn - Anwälte geraten.
Unterdessen schlägt die Geschichte um die Sony - Malware immer weitere Kreise. Auch Macs sind offenbar von entsprechender Crippleware bedroht, vor dem Abspielen des "enhanced content" auf Sony - CDs wird gewarnt. Nach der Zustimmung zu einem Lizenzvertrag wird auch auf dem Mac dubiose Software installiert, zwei Kernel-Extentions namens PhoenixNub1.kext and PhoenixNub12.kext werden ins System eingespielt. Hersteller dieser Soft ist nicht die First 4 Internet, die für das Rootkit für Windows - PCs verantwortlich zeichnet, sondern von Suncomm. Näheres über die Funktionsweise wurde noch nicht bekannt, die Erfahrung lehrt, dass Sony mit Macusern nicht zimperlich umspringt. Ein DRM, welches 2002 von Sony in Umlauf gebracht wurde, ließ die damaligen iMacs abstürzen. Auf der CD stand zwar, dass sie sich auf dem Mac nicht abspielen lasse, darüber, dass sie den Rechner zum Absturz bringt und einen Reboot verhindert, war indessen keine Rede. Da das CD - Laufwerk vor dem Absturz verriegelt wurde, bedeutete es größeren Aufwand, die CD wieder zu entfernen und den Rechner zu einem Neustart zu bewegen.
Lerneffekt durch das Fiasko auf der Seite Sonys: offenbar keiner.
News Redaktion am Freitag, 11.11.2005 11:13 Uhr
Paradoxes Verhalten Wittern? Es würde mich überraschen, wenn es mal nicht-paradoxes Verhalten gäbe. ...
Ich überlege gerade Sony zu verklagen. Sie stellen auf Ihrer Seite einen Removal-Tool für einen Kopierschutz bereit. Wenn Sophos das nicht darf, warum dann Sony? Weil Sie den Kopierschutz entworfen haben? - Und warum gibts dann das Removal-Tool? Wittern wir da ein klein wenig paradoxes Verhalten? ...
die Pressefreiheit habe hinter den Interessen der Medienkonzerne zurückzutreten. und sogar Webmaster, die auf die Sophos - Homepage linken, könnten ins Visier der Gerichte und Abmahn - Anwälte geraten. Darum will ich auch nie ein Impressum auf meiner Homepage ...
Das Boot ist Leck. Schmeissen wir die Pumpen über Bord. So schlecht, wie es denen (nach ihrer Darstellung) geht, sollten sie nicht noch die letzten Konsumenten vergraulen. Aber das wird wohl so oder so ungehört verhallen. Und was das Umgehen ist: Wenn man etwas umgehen kann, schützt es nicht. W ...
Jo, wenn man die Software aber wieder installiert, so kann man dann ja praktisch mehr als 3 vorgesehene Kopien machen, was ja wieder "umgehen" wäre :dozey: ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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