
Mit der CSU-Abgeordneten Maria Eichhorn hat die TP gesprochen und ihr einige interessante Details zum Plan entlocken können, "Killerspiele" in Deutschland zu verbieten. Im Koalitionsvertrag wurde der Passus unter dem Punkt 6.3, "Aufwachsen ohne Gewalt" denkbar schwammig als "Verbot von 'Killerspielen'" festgeschrieben.
Unter solchen verstehe Eichhorn "...Spiele wie Gotcha, Paintball oder Laserdrome. Das sind also Spiele, bei denen die Verletzung oder Tötung von Mitspielern unter Einsatz von Schusswaffen oder nachgebildeten Gegenständen realistisch simuliert werden...". was mit viel Optimismus eine Entschärfung der Position darstellt, die beispielsweise ein Günther Beckstein nach dem Amoklauf in Erfurt bezogen hatte: dieser wollte gleich alles verboten wissen, was eine "Simulation realitätsnaher Tötungshandlungen" beinhalte - das Aus für Counterstrike, Doom und Co. Realitätsnah versus realistisch: Gummi genug beinhaltet die Aussage Eichhorns nach wie vor, um auch über die genannten Spiele hinaus die Verbotskeule zu schwingen.
Nach wie vor stellt das geplante Verbot eine Absurdität ersten Ranges dar. Es geht, wohlgemerkt, nicht darum, entsprechende Spiele für Jugendliche nicht zugänglich zu machen, sondern um ein vollständiges Verbot. Weshalb es auch nicht über den Jugendschutz, sondern über das Ordnungswidrigkeitsrecht zum Verbot kommen soll. Eichhorn verwies hierzu auf "...mehrere gerichtliche Entscheidungen ..., nach denen bei Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit gegen die Spiele vorgegangen werden kann. Diese Rechtsauffassung ist jedoch nicht unumstritten. Deswegen wird aus Justizkreisen auf eine Ergänzung des Ordnungswidrigkeitsrechts um einen Artikel 118a über "menschenverachtende Spiele" gedrängt, um für Rechtssicherheit zu sorgen. Wir wollen eine solche gerichtliche Nachbesserung erreichen, weil wir diese Spiele für jugendgefährdend halten."
Der Widerspruch wird offensichtlich: die Spiele seien "jugendgefährdend", verboten werden sie jedoch für alle Altersklassen. Wie bereits beim Beispiel Internet wird der Jugendschutz vorgeschoben, um die komplette Bevölkerung jeglichen Alters dem Willen einiger CSU-Hardliner gemäß zu gängeln. Denn schließlich habe es "...Bestätigungen gegeben, denen zufolge entsprechende Filme oder Spiele durchaus einen negativen Einfluss ausüben. Ursprünglich herrschte die Meinung vor, dass es ja nicht so schlimm sei, wenn diese Filme oder Spiele von den Eltern entsprechend begleitet würden. Weil sich das nicht bestätigt hat, besteht hier ein klarer Handlungsbedarf. ... Wir erheben die Forderung nach einem Verbot von Killerspielen schon lange und werden dabei immer wieder von verschiedenen Seiten bestätigt".
Wer sich ein wenig mit Medienwirkungsforschung beschäftigt, wird feststellen, dass Eichhorn dabei nicht einmal zu lügen braucht. "Verschiedene Seiten" behaupten in der Tat immer wieder, es gäbe entsprechende negative Einflüsse. Solang man verschweigt, dass es gewichtige Stimmen in der seit Jahren völlig festgefahrenen Debatte gibt, die das Gegenteil behaupten und dieses ebenfalls belegen können, wirkt eine solche Aussage natürlich durchaus kompetent und belastbar, sie ist jedoch das genaue Gegenteil davon.
Das Positive: ein Verbot wird weitestgehend folgenlos bleiben. Das einzige Problem: die entsprechenden Spiele wird man nicht mehr im Laden kaufen können, sondern muss sie kostenlos aus dem Netz laden.
News Redaktion am Donnerstag, 17.11.2005 10:42 Uhr
doch nicht die politik muss was machen sondern die menschen wer immernoch daran glaubt das einem das land schon in saus und braus schickt wenn nur die richtige regierung an der macht ist liegt falsch weshalb ich ja am ende seine aussage nicht verstehe der schlüssel ist die jugend nicht die poli ...
Wobei seine Titulierung nicht falsch ist. ...
:eek: So eine gequirllte Scheisse können nur Politiker einfallen lassen. ! Bis jetzt hatten wir eine Regierung die aus Steine schmeiser und Terroristenverteidiger besteht . Und jetzt kommen die sogenannten Neuen und wollen die Computer ...
Neuer Gesetzantrag: Ab 2007 wird das wich... verboten, da die Anzahl die Spermien begrenzt ist und man davon krumme Finger bekommt. Ohh man, die Argumentation unserer Volksvertrteter ist sowas von armselig....Inzwischen bin ich der meinung, das in der Politik das Peterel Prinzip (erreichen der eig ...
Ich glaube ich werde Punk, damit ich unsere vorläufige Regierung uneingeschränkt hassen darf. Auch wenn ich die Musik nicht mag, was soll's... :mad: ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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