
Die Pläne der schwarzroten Koalition, sogenannte "Killerspiele" zu verbieten, schlägt weitere Wellen. Ob die nun anlaufenden Proteste von Erfolg gekrönt werden, kann hingegen bezweifelt werden: die Verbotsplanungen sind bislang völlig unbeleckt von der Medienwirkungsforschung geblieben, der Verdacht liegt nahe, dass das Verbot dem gleichen blinden Aktionismus entspringt wie auch die Forderungen nach Netzzensur und Linkverboten seitens der einschlägigen Polit-Hardliner. In der Regel unbelastet von weitergehendem Wissen über die Funktionsweise des Internet, versuchen jene in schöner Regelmäßigkeit, absurde und technisch sinnlose Verbote durchzusetzen.
Während sich die Politik entsprechend weigert, Realität zur Kenntnis zu nehmen, starten einige Initiativen, die dieses ehrgeizige Ziel unverdrossen weiterverfolgen. So sammelt beispielsweise Pro-Games.biz momentan Unterschriften gegen das geplante Verbot der umstrittenen Shooter - und belegen nebenbei die von Golem zum ersten Mal ins Feld geworfene These, dass nicht die Spiele, sondern allenfalls die Verunglimpfung der Spieler und Verbotsforderungen die Onlinegamer aggressiv machen. Zur Unterschriftensammlung mag man Glück wünschen - ein wenig deprimierend stimmt dabei die Erinerung an eine ähnliche Aktion von Gamestar diesen Sommer: auch über 53.000 Unterzeichnungen tropften an den Verbotsverfechtern rückstandslos ab.
Noch konstruktiver versucht sich der Deutsche E-Sportbund in die Debatte einzubringen. Dort hat man korrekt erkannt, dass es mitnichten um Verbote, sondern allenfalls um Jugendschutz gehen kann. Letzerer sei in Deutschland durchaus effektiv, nur sei die Umsetzung zu Hause oft nicht gewährleistet. Anstelle nun die Verbotskeule zu schwingen, solle man stattdessen die Medienkompetenz allgemein fördern und Aufklärungsarbeit bei Eltern leisten. Dazu bietet der esb tätige Mithilfe an: gerne würde man mit Jugendschutzverantwortlichen entsprechende Seminare für Eltern konzipieren und anbieten, so der esb in seiner jüngsten Pressemitteilung anläßlich der Koalitionspläne.
Es ist der gute Wille, der zählt: ob man mit Hilfsangeboten und Aufklärungsarbeit Dogmatikern vom Schlage eines Schönbohm oder Beckstein beikommt, darf bezweifelt werden. Denn auch die Aussagen beispielsweise des medienpädagogischer Referenten beim Münchner Medienpädagogikinstitut JFF, Andreas Kirchhoff, werden von den Verbotsfanatikern seit dem Sommer geflissentlich ignoriert. Kirchhoff meinte im Interview mit der nun nicht unter dem Verdacht überbordender Liberalität stehenden Welt, dass ein Zusammenhang zwischen Gewalt und Computerspielen wissenschaftlich unhaltbar sei. Die Diskussion, die seit dem Erfurt-Massaker geführt wird, sei polemisch und von Aktionismus geprägt. Allein steht Kirchhoff mit seiner Ansicht in der Medienpädagogik nicht.
Aber mit Aktionismus kann man heute ja nach wie vor um die Wählerstimmen buhlen. Dass das Ganze allenfalls zum vermehrten Webdownload der entsprechenden Shooter im Netz dient und vor allem die Gameshops die Verlierer der geplanten Neuregelung werden, kann man dann ja wieder im nächsten Piraterie-Lamento verbraten.
News Redaktion am Montag, 21.11.2005 16:12 Uhr
Warum die Aufregung? Sollten Computerspiele wirklich verboten werden (woran ich noch nicht glaube) wird dies nur eine Verlagerung des Marktes bewirken...zu lasten unserer Unternehemn die sich mit der Entwiklung/Verkauf der betreffenden Produkte befassen. Die Spieler kaufen sich di ...
Warum die Aufregung? Sollten Computerspiele wirklich verboten werden (woran ich noch nicht glaube) wird dies nur eine Verlagerung des Marktes bewirken...zu lasten unserer Unternehemn die sich mit der Entwiklung/Verkauf der betreffenden Produkte befassen. Die Spieler kaufen sich die Software dann ha ...
Hi Leute, Vorerst, bin seid 18 stunden wach und das wird wohl der erste und letzte beitrag von mir in diesen Forum sein. Das Thema hat mir nur zugesagt. Also, ich spiele seid ich denken kann. Da meine Oma eine Videothek geführt hat hab ich gezockt was das zeug hält. Meine Eltern haben sich nie ...
na dann is ja gut ;) :T ...
Du sollst, wenn dir zu deinem vorherigen Post nochmal was einfällt nicht nochmal einen erstellen sondern deinen gerade erst erstellten erweitern um 1. die Übersicht zu erhalten und 2. die Datenbank des g:b nicht zuzukacken. In welcher Hinsicht soll ich versuchen dein Wissen zu erweitern? Ich hab ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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