
Die Kunden als rechtlose Melkkuh: übel endet das erste Verfahren gegen eine US-amerikanische Tauschbörsennutzerin: Ein Berufungsgericht lehnte den Widerspruch gegen das Anfang des Jahres ergangene Urteil ab, die 29jährige Cecilia Gonzalez muss 22.500 Dollar Strafe zahlen. Wem sich bei dem absurden Betrag die Haare aufstellen, sollte sich auf weitere Gänsehaut gefasst machen: das Zustandekommen der Schadenssumme dürfte noch haarsträubender sein.
Ursprünglich in einem der ersten Sammelverfahren gegen Filesharer angeklagt, wurde der fünffachen Mutter vorgeworfen, über 1000 Tracks aus KaZaA geladen zu haben. Den angebotenen "Vergleich" von 3500 Dollar an die RIAA lehnte Gonzales ab: sie sei eine regelmäßige Käuferin von Musik, gebe im Monat regelmäßig um die 30 Dollar für CDs aus und lade sich Tracks aus dem Netz vor allem, um sie vor dem anschließenden Kauf probezuhören.
Dieser Interpretation folgte anschließend auch die RIAA und das Gericht: ein Stück weit. Denn die anschließende Inspektion von Rechner und Wohnung Gonzales' erbrachte erstaunliches: tatsächlich besaß die Mutter eine stattliche Sammlung von 250 gekauften CDs, die RIAA musste ihre Klage abändern. Anstelle 1000 geshareder Musiktitel klagte man nun eben wegen der 30 Titel, die sich zwar im Downloadordner, aber nicht auf geshoppten CDs fanden.
Pro Track setzte das Gericht eine Strafe von 750 Dollar an, das Ergebnis: 22.500 Dollar Strafe. In der Berufung forderte die Verteidigung, Gonzales' Vorgehen sei angesichts ihrer erworbenen CDs vom Copyright her zulässig. Das Gericht lehnte dies mit der Begründung ab, dass "eine Kopie, die auf der Festplatte verbleibt, direkter Ersatz für eine gekaufte Kopie sei", die Argumentation sei "ebensowenig relevant als die Angabe eines Diebs, zwar 30 CDs geklaut zu haben, sie aber nur anhören und dann bezahlen zu wollen".
Was nun ausgemachter Blödsinn ist, denn Gonzales stahl niemandem etwas, was jener anschließend nicht mehr besaß. Im Gegenteil: Kazaa fungierte für Gonzales wie auch für die von ihr aufgesuchten CD-Shops als offenbar perfektes Marketingtool. Denn Kaufquoten von 97% kann kein einziges Downloadportal mit seinen Kampagnen für sich verbuchen.
Aber die Presse übernahm die Desinformation bereitwillig. Erwartungsgemäß findet das Urteil ebenso den Beifall der Copyrightindustrie, die soeben eine bisher gute Kundin vor den Ruin gestellt hat und ihr wohl jede Mögichkeit nimmt, weiterhin monatlich ihre 30 Dollar in den CD-Laden ihrer Wahl zu tragen.
News Redaktion am Montag, 12.12.2005 15:16 Uhr
Was wir aber auch nicht vergessen sollten ist dass wir auf jeden gekauften Rohling noch extra steuern für die Musik und Filmindustrie zahlen müssen, ist zwar nicht viel aber bei vielen rohlingen sammelt es sich. Dieses Geld kann aber beim Finanzamt zurückgefordert werden wenn man bew ...
http://www.ccc.de/campaigns/music/ccc_boykott.gif http://www.ccc.de/campaigns/music/ccc_stopp_01.gif http://www.ccc.de/campaigns/music/inquisition.jpg (Mein Favorit!) http://www.ccc.de/campaigns/music/CCC_boykott.jpg Ohne Worte. ...
Wer sich jetzt noch CDs kauft unterstuetzt diese fetten weissen geldsaecke in ihren prunkvillen......die einzig plausible antwort heisst: Musik kaufen ist ab jetzt gleichzusetzen mit Unterstuetzung von Industriekriminellen. Unterstuetzt die ehrlichen Muetter dieser Welt und boyko ...
man sollte mal den pc von bush (=penner) hacken, und ne liste mit den 20.000mp3s auf dem rechner an das fbi, cia und diese ganzen vereine schicken! :T zum urteil: FUCK BUSH! :mad: ...
Also bei dem Urteil liegt die Vermutung sehr nahe, dass den Richter nette Geldsummen seitens der Industrie in die Tasche geflossen sind...vielleicht wurden sie auch mit verbesserten aufstiegschancen in richtung bundesrichter oder so gekoedert.....alles in allem bestaetigt das urteil aber nur wieder, ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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