
Mit tausenden automatisch erstellten Anzeigen gegen Filesharer überzog die schweizerische Firma Logistep die Provider und die Staatsanwaltschaften: Wer das Spiel "Earth2160" oder CDs der Band "Glashaus" anbot, hatte gute Chancen, Post von der Staatsanwaltschaft zu bekommen. Damit ist zumindest vorläufig Schluß: das Landgericht Flensburg urteilte, die Logistep sei nicht berechtigt, entsprechende Massenaufforderungen zur Datenspeicherung an die Provider zu schicken.
Geklagt hatte Versatel, die bereits nach der ersten Anzeigenwelle per einstweiliger Verfügung Logistep untersagte, ihren Helpdesk zuzumüllen. Den Widerspruch, den Logistep gegen die EV einlegte, lehnte das LG Flensburg mit dem jetzigen Urteil ab und entschied im Sinne Versatels. Es könne von einem Provider nicht verlangt werden, "irgendwelche Daten oder Informationen zu speichern", so das Gericht. Nach Kenntnisnahme sei eine Haftung als Störer zwar möglich, damit könne aber nur ein Unterlassungsanspruch durchgesetzt werden, nicht jedoch Datenspeicherpflicht oder gar -herausgabe.
Mit dem Nachziehen weiterer Provider wird nun gerechnet, und auch die Staatsanwaltschaften zeigten sich bereits von der Klagewelle genervt. Eine Bagatellklausel solle eingeführt werden, die das Lahmlegen der Staatsanwaltschaften mit ähnlichen Massenklagen aus geringfügigen Anlässen in Zukunft verhindern soll.
Der jetzige Sieg ist jedoch durchaus gefährdet: mit der gestrigen Annahme der EU-Richtlinie, die TK-Anbieter zur Speicherung der Verbindungsdaten für Fristen zwischen 6 und 24 Monaten zwingt, wird der gängigen Praxis der Provider, Daten nur für Rechnungszwecke zu speichern und nach Rechnungstellung zu löschen, ein Riegel vorgeschoben. Entsprechende Daten werden in Zukunft vorhanden sein: auch ohne dass eine Firma wie Logistep deren Logging einklagt.
Weiterhin soll laut Richtlinie eine Datenherausgabe zwar nur im Fall "schwerer Straftaten" erfolgen: die Begehrlichkeiten der Copyrightindustrie und ihr Lobbyingpotential sind hingegen bekannt, die Möglichkeiten bei der nationalen Umsetzung der Richtlinie vielfältig. Und auch die Bereitschaft der staatlichen Überwacher ist bekannt, den Gebrauch einer Technik oder einer Methode zur Datensammlung auszuweiten, auch wenn bei der Einführung hoch und heilig versprochen wurde, eben dies zu unterlassen.
Einen Lichtschimmer läßt das Urteil jedoch zu: auch gegen die Umsetzung der EU-Richtlinie werden Klagen erwartet. Zahlreiche Bürgerrechtsorganisationen und Datenschützer sind der Ansicht, die Richtlinie sei verfassungswidrig. Die Hoffnung besteht zumindest, dass Karlsruhe die Einführung der Komplettüberwachung in Deutschland stoppt.
News Redaktion am Donnerstag, 15.12.2005 12:22 Uhr
und wie siehts jetzt aus, nachrichtenlage 24-03-2006? bagatell-klausel bekanntlich gekippt von der dame zyphris. tja die macht der konzerne aus l.a. reicht weit. zieht die dame demnächst auch in die nachbarschaft von herrn kliensmann? das wars leute, wir sind im arsch. bis zum allgemeinen volksaufs ...
manipulation Ist nix Gewonnen! ...
Direkt von LOGISTEP AG.... Mann hat da seine Quellen ..........:D Hi, Zitat: Und wer seid "Ihr" ? und poste doch einmal ein paar Links von den News der Seiten die du da oben zT. anführst. Bis ich das nicht in irgendwelchen glaubwürdigen Quellen gesehen habe - lass ich di ...
manipulation Ist nix Gewonnen! ...
und wo haste das her ? ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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