
So ausgereift ist die Technik nicht mal auf einem iPhone, von der bislang fehlenden Unterstützung auf einem Mac ganz zu schweigen. Mit zwei Fingern gleichzeitig soll man Gegenstände vergrößern können und sie auch rotieren lassen. Texte können wahlweise gescrollt, Fenster in ihrer Größe verändert, geöffnet oder geschlossen werden.
Und selbst wenn Windows 7 im Oktober in die Läden kommt, von diesen Fähigkeiten werden anfangs nur sehr wenige Anwender profitieren. Das Problem: Die Bildschirme müssen diesbezüglich präpariert sein und diese Technik macht die Monitore rund 100 US-Dollar teurer als herkömmliche Modelle. Bei einem preislich sehr hart umkämpften Markt ist das eine ganze Menge. Analysten gehen davon aus, dass selbst nächstes Jahr nur ein Bruchteil aller Anwender in den Genuss dieser Technik kommen werden. Irgendwie erinnert das sehr an die knifflige Frage mit dem Ei und der Henne. Viele Hardwarehersteller sehen keinen Anlass für die Einführung dieser Technik, bis sie aufseiten der Software unterstützt wird. Die Software-Entwickler ihrerseits halten eine Unterstützung für wenig sinnvoll, bis viele User die entsprechende Hardware besitzen.
Analyst Richard Shim geht davon aus, lediglich fünf bis höchstens zehn Prozent aller PC-Besitzer werden dieses Killerfeature nächstes Jahr in Anspruch nehmen können. Manche Firmen haben aber schon mit dem Vertrieb der entsprechenden Hardware begonnen. Hersteller Archos stellte beispielsweise letzte Woche einen neuen Tablet-PC vor, der die neuen Funktionen trotz des kleinen 9-Zoll-Displays optimal nutzen kann. Microsofts Senior Vizepräsident Bill Veghte betonte, dass diese Technologie anrollen wird. Für manche sieht es eher danach aus, als wenn es noch ein wenig dauern könnte, bis sich die Räder des krisengeschüttelten Marktes wirklich bewegen werden. Die Umsetzung der Multitouch-Technologie der Bildschirme ist dabei sehr unterschiedlich, Microsoft bietet aufseiten der Software aber schon einen Standard für die Einbindung an.
Der französische Hersteller Archos zeigt aber schon jetzt, die Vorreiterrolle werden die preiswerten tragbaren Netbooks einnehmen. Bei den kleinen Geräten wird meist keine externe Maus benutzt, die Bedienung auf dem Bildschirm selbst bietet sich noch mehr an als anderswo. Neu ist die Idee in Redmond nicht, Pläne dafür gab es schon für Vista, als man das Projekt noch Longhorn nannte. Und selbst wenn Apple die Bedienung per Finger für den Massenmarkt eröffnete. Bis die wichtigsten Softwarehäuser nachgerüstet haben, könnte noch viel Wasser den Rhein hinab fließen. Niemand wird 100 Dollar extra investieren, sofern er seine Lieblingsprogramme nicht umfassend damit bedienen kann. Das Betriebssystem wird lediglich die Unterstützung der simpelsten Funktionen ermöglichen. Ja, da war es wieder - das Hennen- und Ei-Problem. Da nützt es auch wenig, wenn MS-Manager behaupten, mit Multitouch würde später alles so viel einfacher von der Hand gehen. Vorerst bleibt die eigenhändige Bedienung am Bildschirm vor allem ein guter Showeffekt des Herstellers.
"Windows 7 Beta Users: Welcome to Shutdown Hell" - denn nichts ist schöner als eine unfreiwillige Frühstückspause.
Für die Betatester ist eh schon seit gestern Feierabend. Denn seit dem 1. Juli führt Windows 7 Beta automatisch alle zwei Stunden einen Neustart durch, komme was wolle. Und wer das OS weiterhin testen möchte, muss den Release Candidate komplett neu aufsetzen, ein reguläres Update ist nicht vorgesehen. RC 1 wird bis zum 15. August verfügbar sein, dieser läuft dann am 1. März endgültig ab. Die Verkaufsversion wird ab dem 22. Oktober in den Regalen stehen. Nach den juristischen Problemen mit Opera und der EU Komission ist Win 7 in Europa aber nur ohne Internet Explorer verfügbar. Eine CD oder ein USB-Stick ist nicht nötig, den Browser seiner Wahl kann man trotzdem vom frisch installierten OS aus herunterladen. (Ghandy)
(via C-Net & internetnews.com, thx!) (Grafik von Liorin, danke!)
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Video: "Touching Windows 7"
News Redaktion am Donnerstag, 02.07.2009 10:06 Uhr
Mal ganz ehrlich: Ich finde, Multitouch soll zu Apple gehören. Denn da funktioniert das Ganze am besten. ...
auch wenn ich zu der fraktion der apple hasser gehöre, So etwas gibts?:confused: ...
Wer zur hölle braucht sowas. Ich finds schon unsinnig das man mit dem X-Server 2 oder mehr Mäuse gleichzeitig an ein Bildschirm benutzen kann. Die wahrscheinlichkeit das man mit diesem ganzen Multitouchkram nicht das erreicht was will ist 100x höher wie wenn man einfach STRG+Mausrad nimmt ...
Naja im Video scheint es ja ganz annehmbar zu funktionieren. Trotzdem wird keiner ausschließlich so arbeiten können/wollen. Weiters ist der Bildschirm nach kurzer Zeit ein Graus, muss man dann oft putzen. Geil wärs ja wenn sie die Technologie so erweitern das man den Bildschirm nicht mehr berühr ...
Naja, also ich hab wenig Bock zu mich so weit über den Schreibtisch vor zum Monitor zu beugen um diesen zu bedienen. Da bleib ich lieber bei der Maus. Wenn der Monitor im Schreibtisch waagrecht untergebracht wird könnt ich mir aber ziemlich cool vorstellen (abgesehen von dem steifen Nacken^^) Be ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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