
"Mit Sorge" betrachtet ROG "die sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten in einigen europäischen Ländern". Man befürchte, so Sprecher von ROG, dass Europa "seine langjährige Vorbildfunktion verlieren könnte". "Es ist beunruhigend festzustellen, dass demokratische Staaten wie Frankreich, Italien oder die Slowakei jedes Jahr weitere Plätze in der Rangliste verlieren", sagte Jean-François Julliard, ROG-Generalsekretär bei der Vorstellung der Rangliste 2009. "Europa sollte eine Vorreiterrolle bei der Gewährung von bürgerlichen Freiheiten spielen. Wie können europäische Staaten Verstöße gegen die Pressefreiheit in der Welt verurteilen, ohne sich auf dem eigenen Territorium vorbildlich zu verhalten? Pressefreiheit muss überall in der Welt mit der gleichen Energie und Beharrlichkeit verteidigt werden", forderte Julliard.
Zahlreiche europäische Länder und auch die Türkei als EU-Beitrittskandidat verloren mehrere Plätze. "Damit werden eine Reihe von EU-Staaten in diesem Jahr von Staaten mit parlamentarischem System in Afrika - Mali (30.), Südafrika (33.) und Ghana (27.) - sowie in Lateinamerika - Uruguay (29.) und Trinidad und Tobago (28.) - überholt," berichtet ROG.
Trotz dieser negativen Tendenz jedoch stellt Europa nach wie vor die Mehrheit der Top-20-Staaten. Deutschland erreichte im Jahr 2009 den 18. Platz. Dies stellt eine Verbesserung um zwei Plätze gegenüber dem Vorjahr dar. Jedoch übt ROG heftige Kritik am Zustand der Pressefreiheit in Deutschland. Als kritisch bewertet wurde unter anderem das im vergangenen Januar in Kraft getretene BKA-Gesetz, das dem Bundeskriminalamt die Möglichkeit der Durchführung von Online-Durchsuchungen und Überwachung der Telekommunikation einräumt. Negativ ins Gewicht fielen auch Tendenzen der Pressekonzentration, der immer noch unzureichende Zugang zu öffentlichen Informationen sowie vereinzelte Fälle von körperlichen Übergriffen auf Journalisten.
Zur Methodik beim Aufstellen der Rangliste erklären die Verantwortlichen: "Für die Rangliste wurden Verstöße gegen die Pressefreiheit genauso wie Bemühungen der Staaten, dieses Menschenrecht umzusetzen im Zeitraum von September 2008 bis Ende August 2009 berücksichtigt. Anhand eines Fragebogens wurden hierzu unsere Partner-Organisationen, unser Korrespondenten-Netzwerk sowie Journalisten, Rechercheure, Juristen und Menschenrechtler in den jeweiligen Ländern befragt." (Annika Kremer)
News Redaktion am Dienstag, 20.10.2009 23:26 Uhr
Habe ich was anderes gesagt? Im Grunde nicht. Das :rolleyes: war auch eher an den allgemeinen Trend gerichtet. ...
Deine Kritikpunkte finde ich auf jeden Fall klug und gerechtfertigt, allerdings wird (wie du wahrscheinlich auch weißt) dieses Problem sicher nicht durch Einschränkungen der Pressefreiheit gelöst. Ich bin sogar der Ansicht, dass Eigenverantwortung unabdingbar dafür ist, sinn ...
Deine Kritikpunkte finde ich auf jeden Fall klug und gerechtfertigt, allerdings wird (wie du wahrscheinlich auch weißt) dieses Problem sicher nicht durch Einschränkungen der Pressefreiheit gelöst. Ich bin sogar der Ansicht, dass Eigenverantwortung unabdingbar dafür ist, sinnvolle und verantwortu ...
Wenn sich die Organisation "Reporter ohne Grenzen" für die Pressefreiheit einsetzt, ist das grundsätzlich eine gute Sache. Aber, wie wäre es mal sich an die eigene Nase zu fassen und gegen "Reporter ohne ethische Grenzen" vorzugehen. Ich denke da gerade an einen Kameramann, der Videospiele in ein ...
Stimmt! Die Mögl. das etwas besser wird besteht natürlich in keinster Weise! Sorry, aber warum ist das Glas immer halb leer? Wenn ich nicht der Meinung wäre, dass wir deutlich zu viel Überwachung haben würde ich Newsblogs wie diesen nicht lesen... aber man ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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