
Kasperskys Aussagen (gulli:news berichtete) zogen den Unmut insbesondere von Bürgerrechtlern, aber auch von vielen Internet-Nutzern auf sich. Nun versucht Kaspersky, seine Äußerungen zu erklären und den Kritikern entgegenzutreten. Im Blog seiner Firma nimmt er Stellung. Er bezeichnet die Idee, die Internet-Anonymität abzuschaffen, als "ziemlich simple Idee" und zeigt sich erstaunt darüber, dass seine Äußerungen eine derartige Resonanz hervorgerufen haben.
In seinem Beitrag erklärt Kaspersky, dass der durchschnittliche Internet-Nutzer gegenüber den Ermittlungsbehörden und der Regierung ohnehin nicht anonym sei. Die Identität eines Surfers lasse sich durch staatliche Stellen meist problemlos feststellen. Wirklich anonym, so Kaspersky, seien im Wesentlichen destruktive Cyberkriminelle - die Urheber von Problemen wie Schadsoftware und Botnets.
Zudem stellt Kaspersky klar, mit seiner Aussage lediglich gemeint zu haben, dass sich jeder Benutzer gegenüber seinem Provider - für Sicherheitszwecke - zweifelsfrei identifizieren müsse. Auf Websites könne man dagegen ohne weiteres auch Nicknames verwenden. "Es ist mir egal, wie sich Leute in Blogs, Foren, Sozialen Netzwerken und Piraten-Torrent-Portalen benehmen," erklärt der Sicherheits-Experte.
Eine vorgeschlagene Möglichkeit ist, Firmen- und Regierungsnetze entsprechend abzusichern und zu anderen Teilen des Netzes anonymen Zugang zu gestatten. Kaspersky geht allerdings davon aus, dass "alle seriösen Firmen" ihre Netze absichern wollen würden.
Kaspersky gibt zu bedenken, dass das Internet nicht nur durch die heute bereits aktiven Kriminellen, sondern auch durch Cyberterroristen bedroht sei. Das Internet sei eine kritische Infrastruktur und durch seine Anonymität besonders gefährdet. Angesichts dieser Situation, so vermutet Kaspersky, werde man womöglich langfristig die Vorteile eines nicht anonymen Internets erkennen. Er merkt an, dass es, insbesondere in Europa, bereits erste Schritte in diese Richtung gebe. Allerdings fehlten einheitliche Standards.
Abschließend zeigt sich Kaspersky erfreut, mit seinen Äußerungen eine so lebhafte Diskussion ausgelöst zu haben. "Ich denke, dass offener öffentlicher Diskussion und Ideenaustausch der einzige Weg ist, das Internet zu einem sichereren und besseren Platz zu machen," schreibt er. (Annika Kremer)
(Bildquelle: Wikimedia Commons, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 21.10.2009 23:24 Uhr
Technisch verstehe ich das Ganze ohnehin nicht. Kann ich eine Authentifizierung nicht einfach übernehmen, wenn der Rechner schon Bestandteil eines Botnetzes wäre? Ich weiß sowas nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lösung so einfach ist. Ich denke, das Internet wird sich ohnehi ...
So habe ich das nicht gemeint. Auch private Netzbetreiber könnten ihre Seite (nennen wir es im öffnetlichem Netz) betreiben. Doch so wie man die meisten User einschätzt wollen diese anonym bleiben also gehe ich davon aus das in einem öffentliche Netz weniger Privatseiten sein würden als im Anon ...
Solange der Staat selbst keine Gesetze "für" Anonymität schafft. Wird es sowas wie Anonymität nie geben wieso sollten die etwas schaffen das längst existiert? nennt sich "recht auf informationelle selbstbestimmung" und wurde 1983 vom verfassungsgericht bestätigt. Die freie ...
Was sind gute Alternativen zu Kasperles Internet-Security? Avira Ich-werd-gerne-Angegriffen und GData Internet-Leistungfreßer-Suite. ;) Oder auf gut deutsch, es gibt außer einem WebWasher der alles durch mehrere Scanner jagdt keine wirklich guten Alternativen zum Kasperle. Avira ha ...
Es kommt mir so vor, als wenn die Globalisten Kasperle "gekauft" haben, wie seine (uns von Schäuble und Obama bekannte) Rhetorik vermuten lässt. Jetzt soll er vielleicht mit seinen Äußerungen die Internet-Gemeinschaft schon mal auf das vorbereiten, was vielleicht bald kommen wird...Internet 2.0. ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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