Annika_Kremer am Sonntag, 07.02.2010 16:48 Uhr (Rating: 


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Demnächst sollen Österreichs Stromnetze mitentschieden, wo wann wie viel Strom verbraucht werde, erklärte Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber im Rahmen einer Diskussion in Salzburg Freitagabend. Das bedeutet konkret: in das Stromnetz sollen Steuerungsmechanismen eingebaut werden, die Elektrogeräte je nach vorhandener Kapazität des Netzes ein- und ausgeschaltet werden. So könnten Zeiten, zu denen gerade insgesamt weniger Strom verbraucht wird (beispielsweise nachts), für nicht zeitkritische Geräte genutzt werden. Mit intelligenten Netzen könnten die vorhandenen Kraftwerkskapazitäten besser ausgenutzt und Stromspitzen ausgelichen werden, so Anzengruber. Dies werde insbesondere zukünftig nötig, so Volker Plass, Bundesvorsitzender der Grünen Wirtschaft. Er prophezeiht: "Die fossilen Energieträger werden wesentlich rascher und intensiver einbrechen als erwartet, und es ist zu befürchten, dass die Mobilisierung der erneuerbaren Energieträger schwieriger sein wird als bisher vermutet."
Dies klingt technisch, wirtschaftlich und ökologisch zunächst attraktiv. Allerdings hat in diesem Fall die moderne Technik auch eine Schattenseite: die hochentwickelte, intelligente Steuerungstechnik macht das Stromnetz für Cyber-Angriffe anfällig. In den USA wird bereits seit Jahren diskutiert, dass Smart Grids von findigen Angreifern unter Kontrolle gebracht werden können. In Übungen wurden auf diesem Wege bereits Kraftwerke vollkommen ausgeschaltet. Die Folgen eines solchen Angriffs, unter anderem für Kommunikation, Gesundheitswesen und andere Aspekte privaten wie öffentlichen Lebens, wären erheblich. Ob und wie man den Aspekt der Sicherheit gegen Angriffe bei den österreichischen Plänen berücksichtigen wird, ist bisher noch nicht bekannt.
(via ORF, thx!)
(Bild via P-N-E @ DeviantArt, thx!)
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TBuktu am 07.02.2010 22:30:32: |
hanibal_lec am 07.02.2010 23:47:43: |
Sempralon am 08.02.2010 01:03:16: |