gulli: Newsletter von Spam unterscheidbar machen?

Newsletter von Spam unterscheidbar machen

Wieviel Spam bekommen Sie am Tag? Vermutlich ziemlich viel. Spam-Filter sind da eine tolle Erfindung: sie helfen, zumindest einen Teil des Mülls zu entsorgen, bevor er in Ihrem Posteingang landet.

Doch sehen wir es einmal von der anderen Seite: wenn Sie einen Newsletter herausgeben, ist es möglich, dass Ihre Mails regelmäßig Spam-Filtern zum Opfer fallen, automatisierten Systemen beispielsweise. Ärgerlich, denn schließlich versenden Sie keine Werbung, sondern wertvolle Informationen!

Wie verhindert man also, dass eigene Newsletter als Spam erkannt und aussortiert werden?

Die Arbeitsweise von Spam-Filtern

Doch um den Feind besiegen zu können, müssen wir ihn zunächst kennen. Wie arbeiten Spam-Filter?

Viele Systeme arbeiten automatisiert - sie versuchen, Spam anhand bestimmter formaler Merkmale zu erkennen, also z.B. an bestimmten Schlüsselwörtern im Text. Andere Systeme dagegen (wie SpamNet von CloudMark) setzen auf die Mitarbeit menschlicher Wesen: wer bei sich eine Nachricht als Spam kennzeichnet, schickt automatisch eine entsprechende Signatur an den SpamNet-Server. Der verteilt diese Signatur dann weiter. Bekommt ein anderer User dieselbe Mail, wird sie anhand der Signatur erkannt und automatisch gelöscht - eine Art Napster zur Spam-Bekämpfung. Zusätzlich dazu setzt SpamNet auch herkömmliche, formal arbeitende Erkennungsmechanismen ein.

Spam-Erkennung läuft entweder auf einem Mail-Server beim Internet-Provider oder lokal installiert auf dem Computer des Users.

Wer sich ansonsten einen Überblick über die derzeit verfügbaren Software-Lösungen verschaffen möchte, kann einfach bei Google nach "spam filter" suchen.

Der beste Spam-Filter ist immer noch der Mensch. Daher müssen Sie verhindern, dass Ihre Email auf den ersten Blick wie Spam aussieht. Sonst wird Ihre Mail womöglich gelöscht und Ihre Adresse gesperrt, bevor der User überhaupt gemerkt hat, dass Sie gar kein Spammer sind.

Ziel: Mensch

Es gibt einige Grundregeln, nach denen Menschen aussortieren, ob sie eine Mail überhaupt lesen wollen. Natürlich sind diese individuell verschieden, aber wenn Sie unsere Ratschläge beachten, sollten Sie in den meisten Fällen durch diesen "human spam filter" kommen:

  • Verwenden Sie eine klare und eindeutige Absenderbezeichnung
  • Verwenden Sie einen klaren Betreff - vielleicht so etwas wie "Software-Newsletter von AboutWebDesign". Verwenden Sie dabei keinsfalls Dauer-Großschreibung oder seltsame Zahlenkombinationen.
  • Halten Sie Ihre Publikationsfrequenz ein, dann beginnt ein "Gewöhnungseffekt".
  • Keine Nur-Werbe-Mails, außer, der User hat diesen ausdrücklich zugestimmt. Halten Sie Ihre Versprechungen. Befolgen Sie die Regeln für Email-Marketing.
  • Machen Sie es dem Empfänger leicht, sich aus der Liste auszutragen. Stellen Sie einen Hinweis an den Anfang Ihres Newsletters, wo das möglich ist. Sie können dort auch auf das Ende Ihres Newsletters verweisen.

Ziel: Computer

Und um nicht in das Raster eines Spam-Filteralgorithmus zu kommen, beachten Sie diese Regeln:

  • Verwenden Sie im Betreff keinesfalls Wörter, die typisch für Spam-Mails sind. Im Englischen sind das z.B. "free", "money", "xxx" oder "$$$". Auch im Deutschen gibt es Ähnliches: "umsonst", "Geld" und inzwischen auch - zumindest beim Autor :) - "zuschauen" und "gruesse"... die Liste ließe sich fortsetzen.

  • Versenden Sie keine Dateianhänge.

  • Verwenden Sie nur seriöse Mailserver, also entweder Ihren eigenen oder den einer anerkannten Server.

Fazit

Für Newsletter-Versender sind Spam-Filter eine lästige Angelegenheit. Bedenken Sie jedoch, welchen praktischen Nutzen diese Programme haben. Und wenn Sie unsere Regeln beherzigen, können Sie die schwersten Probleme mühelos umschiffen.

Autor: Alexander Dilthey am 16.05.2003
Stand: 16.05.2003

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