Zunächst einmal ist "Spam" eine eingetragene Warenmarke
der Firma
Hormel Foods Corporation aus den USA. Bei dem Produkt handelt es sich
um gewürztes Schweinefleisch mit Schinken in Dosen und, typisch USA,
dazu gibt es sogar eine grosse Fangemeinde [1]. Als die
englische Komikertruppe Monty Python´s Flying Circus den Begriff
dann in einem ihrer Sketche binnen weniger Minuten über 120 Mal benutzte,
übernahmen die Usenet-User ihn für ihr Medium und bildeten auch
gleich das passende Verb - "spamming". Gemeint war und ist immer
das massenhafte, unerwünschte Verbreiten einer Sache (zumüllen).
Den Sketch kann man übrigens auch heute noch im Internet nachlesen [2].
Spammer durchforsten das Internet und jedes andere ihnen zur Verfügung stehende Medium, um an Emailadressen zu kommen. Listen mit abertausenden gültiger Emailadressen werden verkauft und es wird viel Geld damit verdient. Es gibt eigene Suchmaschinen, sogenannte Spambots oder Harvester, deren einzige Aufgabe das Sammeln von Emailadressen auf Internetseiten ist [3].
Kurz: Es wird richtig viel Geld damit gemacht. Die Spammer verdienen am Versenden und bekommen von Firmen Geld, die Spam auch noch steuerlich absetzen können. Um die "beworbenen" Produkte geht es nur sekundär, aber einige Dumme finden sich ja immer.
Mit sogenannten Bulkmail-Tools können Spammer massenhaft anonymisierte Emails versenden und dabei gezielt den Email-Header bearbeiten. Dies wird in erster Linie dazu genutzt um immer wieder neue Filterregeln zu umgehen.
Nein. Spammer benutzen keineswegs ihre eigenen Rechner um ihren Spam zu versenden. Sie greifen auf sogenannte offene Relays zu, das sind Mail-Server über die prinzipiell jeder Email versenden kann [4]. Die Eigentümer dieser Mail-Server wissen oft gar nicht, dass sie fälschlicherweise für Spammer gehalten werden und werden erst darauf aufmerksam, wenn sie die Kosten für das massenhafte Versenden zahlen müssen.
Als Benutzer sollte man sehr sorgfältig mit der Weitergabe seiner Emailadresse sein. Wer viel im Internet unterwegs ist, kann sich eine Zweit- oder Drittadresse eines kostenlosen Anbieters besorgen [5]. Der Einsatz von clientseitigen Filtern [6] wird wohl zukünftig zu den leidigen Begleiterscheinungen eines Emailkontos gehören. Auf HTML-Mails sollte prinzipiell verzichtet werden. Dabei besteht nicht nur das Risiko, dass sie Viren und Dialer einschleppen können, sondern auch die Gefahr, dass sie die Emailadresse für Spammer verifizieren.
Als Webmaster stehen einem diverse Möglichkeiten offen, die Emailadressen auf den eigenen Seiten entsprechend zu kodieren [7]. Darüber hinaus gibt es auch serverseitige Möglichkeiten, z.B. das Aussperren von Spambots durch die Datei .htaccess [8]. Eine aggressivere Lösung besteht darin, den Spambots gezielt Seiten mit möglichst vielen ungültigen Emailadressen anzubieten. Je mehr falsche Adressen die Bots sammeln, desto unbrauchbarer werden die von ihm erstellten Listen.
Die Verantwortlichen oder Eigentümer eines Mail-Servers sollten zuallererst darauf achten, den Spammern kein offenes Relay zu bieten. Das kann man recht einfach überprüfen lassen [10]. Zudem wird mittelfristig auf den Einsatz eines guten Filterpakets nicht zu verzichten sein.
http://www.spam.com/
http://www.btinternet.com/~basedata/sinkordie/spam.htm
http://www.drweb.de/email/index.shtml
http://www.emailprovider.com/
http://www.s-a-ve.com/dyndata/01.htm
http://www.gulli.com/netzwelt/webmaster/kryptische-emailadresse/
http://www.gulli.com/tools/krypto-passwort/htaccess/
http://img.gulli.com/wb/fake.php.zip
http://www.ordb.org/submit/