NoSoftwareParents.com wird unter anderem unterstützt von Schlund&Partner, GMX, RedHat, MySQL und 1&1. Der Kampagnenmanager Florian Müller ist Autor zahlreicher Fachbücher, Softewareentwickler und Berater - unter anderem von Klett, Holtzbrinck und der MySQL AB.
Die Kampagne NoSoftwarePatents.com klärt auf beispielhafte Weise über Gefahren und Folgen von Softwarepatenten auf - und entlarven nebenher verständlich die Lügen und Halbwahrheiten, die von den verschiedenen Interessensgruppen in die Debatte geworfen werden.
NoSoftwarePatents-Banner
Die EU steht kurz davor, "computer-implementierte Erfindungen" in Zukunft patentierbar zu machen. Die Folgen werden in vielerlei Hinsicht fatal sein, und Absurditäten wie der patentierte Einkauf mit nur einem Mausklick (Amazon) oder der Ungleich-Funktion in Basic (Microsoft) sind nur die Spitze des Eisbergs. Softwarepatente sind für die Patentinhaber Gelddruckmaschinen, die angeworfen werden, sobald dies möglich ist - auf Kosten der Verbraucher, die sie bezahlen, und auf Kosten einzelner Entwickler und kleinerer Firmen, die keine Patente zum Kreuzlizenzieren haben. Software ist bereits durch das Urheberrecht geschützt. Das Drängen auf Softwarepatente ist kein Wunsch zur Sicherung von Ideen, sondern der, viel Geld zu machen und die Konkurrenz in Form kleiner Softwarefirmen und Open-Source-Programmen zu eliminieren.
Einige besonders prägnante Beispiele für die möglichen Folgen, die NoSoftwarePatents.com anführen:
Aufgeräumt wird auch mit der Lüge, niemand wolle "Softwarepatente", sondern nur "technische" Patente. Der Fortschrittsbalken ist das beste Beispiel - das Patent wurde umdefiniert als Anzeigemethode auf einem Bildschirm - der Bildschirm als technisches Gerät reichte aus, um eine reine Softwareiomplementation zu einer "technischen Erfindung" zu machen.
In einer Zeit, in der ein EU-Kommissar, der sich den EU-Ratsvorsitz 2005 von Microsoft sponsorn läßt, Softwarepatente in der EU durchdrücken will, sind Initiativen wie NoSoftwarePatents.com bitter nötig.
Nachtrag: NoSoftwarePatents.com hat sich vor kurzem mit der FFII zusammengeschlossen.