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P2P

P2P steht eigentlich für Peer-to-Peer, also die Verbindung zwischen zwei Teilnehmern einer Tauschbörse.

P2P steht eigentlich für Peer-to-Peer, also die Verbindung zwischen zwei Teilnehmern einer Tauschbörse. Gemeint ist hierbei also der direkte Austausch von Daten zwischen zwei Tauschbörsenusern, ohne dabei den Umweg über einen Server zu gehen. Diese Art von P2P-Netzen sind in der Regel dezentral, es besteht also kein Bedarf zu einem Server zu verbinden, um an der Tauschbörse teilnehmen zu können. Neben dieser Art gibt es verständlicherweise auch zentrale P2P-Netze. Bei diesen kann oder muss man sogar zu einem Server verbinden, um eine Suchabfrage zu bestimmten gewünschten Inhalten durchführen zu können. Problematisch ist bei letzterer Variante das bei einem Ausfall des Servers möglicherweise das Netz selbst in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Praktisch ist dies jedoch nicht möglich, da es zumeist über mehrere Server verfügt.

P2P - dezentral - unverschlüsselt

Im Bereich von (teils) dezentralen und unverschlüsselten P2P Varianten kristallieren sich folgende hervor:
Das ed2k-Netz, BitTorrent, sowie Gnutella. Alle drei haben gemeinsam, dass sie über einen sehr großen Userkreis verfügen, welcher die Netze mit Material befüllt.

eDonkey-2000-Grundlagen

eDonkey
Bekannte Clients
eDonkey
eMule
Shareaza
aMule
xMule
MLDonkey

Das eDonkey-Netz ist eines der größten, aktiven P2P-Netze, welches lange Zeit auf Server zur Indexierung angewiesen war. Durch die Weiterentwicklung von Kademlia hat sich die Nutzung von Servern jedoch stark in den Hintergrund verschoben, was insbesondere aus dem Grunde von Vorteil ist, dass die Industrie eigene Server betreibt, um Filesharer zu fassen. Vor einigen Jahren erschütterten mehrere Hausdurchsuchungen im Rahmen von Ermittlungen rund um eDonkey die deutsche Filesharer-Szene. Dennoch ist das Netz so beliebt wie noch nie zuvor, was insbesondere an der großen Vielfalt der angebotenen Werke liegen mag. Insbesondere Sammlerstücke tauchen im ed2k-Netz häufiger auf, als an anderen Stellen.

 

Gnutella-Grundlagen

Bekannte Clients
BearShare
Shareaza
Morpheus
FrostWire
LimeWire

Das Gnutella-Netzwerk stellt eine vollständig dezentrales Netzwerk dar, was zur Folge hat, dass es praktisch nicht zu deaktivieren ist. Ziel der Entwickler von Gnutella - welches Software sowie Protokoll darstellt - war es, eine P2P-Plattform zu fertigen, die fernab von zentralen Servern war. So wäre die Schuldfrage bei Urheberrechtsverletzungen nicht einem Anbieter, wie zum Zeitpunkt der Entwicklung bei Napster geschehen, zuzuschreiben.

 

BitTorrent-Grundlagen

Bekannte Clients
BitTorrent
µTorrent
BitComet
Vuze
Ares

Das BitTorrent-Protokoll ist etwas jünger als seine Verwandten P2P-Kollegen, und damit mitunter auch besser. Das BitTorrent-Protokoll eignet sich insbesondere zum schnellen verbreiten von großen Datenmengen. Dabei basiert BitTorrent auf folgendem Prinzip: Den sogenannten Clients, also jedem einzelnen PC der am Tauschbörsennetz teilnimmt, sowie den sogenannten Trackern. Der Tracker stellt dabei eine Art Server dar, welcher Informationen zu der Datei bereithält, die man gerade herunterlädt. So informiert der Tracker den Client darüber, welche Clients über die selbe Datei verfügen und von welchen man bereits weitere Teile herunterladen könnte. Zu den bekanntesten Trackern gehört insbesondere The Pirate Bay. Ein großes Manko dieser Tracker Basis ist die Tatsache, dass sich die Teilnehmer nur mit einem Tracker verbinden, und von diesem die Daten zu weiteren Clients erhalten. Externe Clients, die zu einem anderen Tracker verbunden sind, können somit nicht am Austausch der Daten teilhaben. Aus diesem Grunde ist es stets ratsam, einen möglichst großen Tracker zu benutzen. Gegenwärtig ist BitTorrent mit 50 Prozent Marktanteil das am meisten verbreitete Filesharing-Programm in Deutschland, wenn man einer Studie von ipoque glauben schenken darf. Dies liegt nicht zuletzt an den teilweise doch erheblich größeren Geschwindigkeiten, die im Gegensatz zu anderen P2P-Protokollen erzielt werden.

 

P2P – dezentral – verschlüsselt

Bekannte Clients
Freenet
Metanet
Waste
RetroShare
StealthNet

Verschlüsseltes beziehungsweise anonymes Filesharing wird immer wieder heiß diskutiert. Entsprechende Entwicklungen gibt es bereits seit geraumer Zeit, primär um den einzelnen vor der Verfolgung durch Strafbehörden zu schützen. Verschlüsselte, Dezentrale Netze bieten ihren Teilnehmern ein nicht zu verachtendes Maß an Schutz und Sicherheit, wenn es um deren Anonymität geht. Dies ist insbesondere aufgrund der weltweit kritischen Urheberrechtslage ein immer relevanter werdendes Thema. Diese sogenannten Darknets oder oftmals auch als F2F - für Friend-2-Friend - bezeichneten Netzwerke genießen eine immer größer werdende Beliebheit, was deren Geschwindigkeitsangeboten sehr zuträglich ist. Die Identifizierung zwischen den Benutzer die "Freunde" sein wollen erfolgt zumeist mithilfe eines Passwortes oder einer digitalen Signatur. Ein Nachteil dieser P2P bzw. F2F-Variante ist die Tatsache, dass diese zumeist nicht ohne größeres Wissen einzurichten sind. Auch ist die Verfügbarkeit der Dateien nicht immer gewährleistet, da an den privaten Netzwerken zumeist nicht ausreichend User teilnehmen.

 

Firebird77 am 29. Feber 2012

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