gulli: gulli-letter: 02/2003

gulli-letter: 02/2003

Datum: 17.04.2003 ·|· www.gulli.com/intern/newsletter/

International readers please read the notice at the very bottom!

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Inhalt:
01) Anfang
02) Aktuell bei gulli
03) [Hot-Topic]: gulli:board - der Fall der Mauern
04) [Spezial]: Kryptische Emailadressen
05) [Fanstuff]: gulli-Shirts
06) Tools im Inet
07) [Kommentar]: Warum Zensur etwas Geiles sein soll
08) Feedback
09) Impressum, Archiv und Ende
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01) Anfang
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Guten Tag verehrter Newsletter-Abonnent,

es hat sich einiges auf gulli.com getan [2], aber das heisseste Eisen
ist ohne Zweifel die Öffnung des gulli:board [3]. Zukünftig kann man
sich unter board.gulli.com/ wieder regelmäßig registrieren. In
unserem Artikel [4] geht es um Roboter, die Emailadressen von
Webseiten sammeln und wie man das verhindert. Seiten, die uns beim
Surfen besonders interessierten [6] und Tools, die wir besonders
praktisch finden [7], haben wir für dich aufgelistet. Warum Zensur
gut für uns sein soll und welche Ausmaße das am Beispiel des
'Department for Homeland Security' in den USA annehmen kann ist Thema
unseres Kommentars [8]. Natürlich sind wir auch sehr an deiner Meinung
über gulli und diesen Newsletter interessiert [10].

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Nach über einem Jahr ohne T-Shirts gibt es jetzt endlich wieder neue 
gulli T-Shirts. Für gulli und das gulli:board gibt es jetzt im Shirt-Shop 
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auswählbar und die Lieferung wird innerhalb von 72 Stunden auf die Reise 
geschickt. 
 
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02) Aktuell bei gulli
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Mit Peter ist es uns gelungen einen kompetenten und ambitionierten
Leiter für gulli:webmaster zu gewinnen. Das ist nicht nur für uns
erfreulich, sondern kommt auch unseren Besuchern in Form neuer Inhalte
zu Gute.

Weil es viel zu viele falsch adressierte Emails gab, haben wir die Sache
mit der Kontaktemail wesentlich erleichtert. Anfragen und Feedback
können ab sofort über ein einfaches Online-Interface an uns geschickt
werden. Als Empfänger der Email können gulli:world, gulli:toplist,
gulli:board, gulli:webmaster oder allgemein Feedback ausgewählt
werden. Das Onlineformular ist unter

www.gulli.com/intern/kontakt/ zu erreichen.


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03) [Hot-Topic]: gulli:board - der Fall der Mauern
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Vom 29.03.-03.04.2003 war es wieder möglich, sich auf dem gulli:board zu
registrieren. In dieser Zeit registrierten sich 1335 neue Mitglieder.

Nachdem die Hardware lange Zeit an der Grenze ihrer Belastbarkeit lief
und nur gelegentliche Neuregistrierungen möglich waren, wird diese
jetzt Verstärkung bekommen. Ziel ist es, das gulli:board durchgehend
geöffnet zu halten und auch Gästen das Lesen der Beiträge zu
ermöglichen. Das gulli:board ist eine harmonische, gewachsene
Community auf Basis der Boardregeln
www.gulli.com/untergrund/tutorials/netiquette/
Ohne Einhaltung dieser ist ein sinnvolles Miteinander unmöglich, weswegen
auf ihre Einhaltung auch besonders geachtet wird.


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04) [Spezial]: Kryptische Emailadressen
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/* Hinweis: Die Onlinevariante dieses Kommentars befindet sich auf
 * http://www.gulli.com/netzwelt/webmaster/kryptische-emailadresse/
 * Dort befinden sich auch Beispielcodes zum Kopieren.
 */
 
Kryptografie - das Verschlüsseln von Daten - hat eine lange Geschichte
quer durch die Jahrhunderte [1]. Was mit unsichtbarer Tinte auf edlem
Bütten für hochbrisante, diplomatische Dokumente begann ist
mittlerweile in digitaler Form in nahezu jedem Haushalt auf Check- und
Kreditkarten zu finden.

Im Internet wird es in letzter Zeit immer wichtiger, sehr sorgfältig
im Umgang mit seiner Emailadresse zu sein. Das gilt besonders, wenn
sie als Hyperlink auf einer Webseite vorliegt. Die Gefahr geht von
Spammails aus - an sich nicht gefährlich oder brisant, aber sehr
schwer zu verhindern und durch ihre große Anzahl mit derart
zeitintensiver Arbeit verbunden, dass schon manches Emailkonto
aufgegeben wurde [2]. Ein wenig ist dem Missstand durch Filterregeln,
Whitelists, Blacklists etc. beizukommen, aber diese
Art der Symptombekämpfung kostet allemal Mühe und Zeit.

Mit Emailadressen lässt sich Geld verdienen. Sogenannte Spamrobots
(auf das Indizieren von Emailadressen spezialisierte
Suchmaschinencrawler) durchforsten regelmäßig das Web nach Hyperlinks,
die Emailadressen enthalten. Genau hier kann man ansetzen, denn die Robots
sind im Allgemeinen sehr effizient, aber auch "strohdoof". Die Robots
"sehen" eine Seite nicht als gerenderte Version des jeweiligen
Browsers, sondern als Quellcode. Sie sind darauf programmiert eine 
bestimmte Syntax als Emailadresse zu erkennen und zu indizieren.
Erkennen sie keine Syntax, können sie auch nichts indizieren. Es liegt
also nahe, die Syntax im Quellcode zu verändern.

In der Online-Version dieses Artikels [3] befinden sich etliche
Beispiele zur Verschlüsselung von Emailadressen auf Webseiten. Die
Beispielcodes in Javascript oder PHP können einfach kopiert und an die
eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Eine weitere Möglichkeit die Emailadressen vor den Spambots zu
verbergen besteht in der Verschlüsselung der Zeichen in ASCII- oder
Unicode. Auch hierzu finden sich Beispiele in der Online-Version.

Eine sehr komfortable und beliebte Alternative zur Verschlüsselung
besteht in einem Emailformular. Die Besucher können ihre Anfragen
direkt von der Webseite abschicken ohne das sie ihr Emailprogramm
öffnen müssen. Zudem erscheint die Empfängeradresse gar nicht erst im
Quelltext der Webseite - eine Lösung, die den Spambots keine Chance
lässt. Emailformulare gibt es in jeder verfügbaren Scriptsprache, sind
sehr oft kostenlos und in der Regel recht einfach einzubinden. Es gibt
sie in den verschiedensten Ausführungen, z.B. auf
www.hotscripts.com zum Download.


[1] www.gulli.com/link.php?code=nl002cry
[2] www.gulli.com/link.php?code=nl002ixa
[3] http://www.gulli.com/netzwelt/webmaster/kryptische-emailadresse/


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05) [Fanstuff]: gulli-Shirts
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Vor einiger Zeit gab es eine Auflage von 500 T-Shirts mit dem
damaligen Logo des gulli:board. Aufgrund der chronischen Geldknappheit
der Boardmitglieder gingen die Shirts trotz sehr guter Qualität und
moderatem Preis nur ziemlich schleppend weg.
Seit einiger Zeit häufen sich nun die Anfragen nach einer Neuauflage.

OK - Hier sind sie :-)
Unter shirts.gulli.com kannst du dir die neue Kollektion für
gulli:board und gulli:world anschauen und bestellen. Der Vertrieb
garantiert eine Lieferung innerhalb von 72 Stunden. Von der Qualität
der T-Shirts haben wir uns durch eine Probebestellung vergewissert -
und wir waren wirklich überzeugt.

Schaut ruhig öfter mal in den Shop. Wir werden das Sortiment laufend
aktualisieren und erweitern.



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06) Tools im Inet
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Für Webdesigner: Sizer
Sizer ist ein äusserst praktisches Freeware-Tool, um eine Webseite in
verschiedensten, frei wählbaren Auflösungen zu testen. Nach der
Installation reicht ein Rechtsklick auf den
minimieren/maximieren-Button des Browsers, um die gewünschte Auflösung
wählen zu können. Link: www.brianapps.net/sizer.html


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07) [Kommentar]: Warum Zensur etwas Geiles sein soll
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Jahrelang hat unsere Politik die Existenz des Internets nicht wirklich
wahrgenommen. Die Folgen dieses Schlafmützentums tragen wir immer
noch. Schulen sind nur unzureichend vernetzt, es fehlen explizit
ausgebildete Menschen, ein Großteil der internetspezifischen
Rechtsprechung ist nach wie vor Grauzone - die Liste liesse sich
beliebig fortführen.
Wer nun meint, die Politik würde nun damit beginnen, das
aufzuarbeiten, was sie so typisch teutonisch verschlafen hat, irrt
gewaltig. Für unsere gewählten Vertreter gibt es viel Wichtigeres zu
tun. Sie müssen die Kontrolle bekommen.

Hierbei reicht es natürlich nicht, die Verursacher von Delikten im
Internet über ihre IP-Adresse ermitteln und strafrechtlich verfolgen
zu können. Vielmehr geht es hier wieder um den Begriff des "Vorfelds",
ein Begriff der uns auch als sogenannte "Prophylaxe" aus der
Zahnpastareklame hinlänglich bekannt ist. Das Rezept ist uralt. Man
nehme etwas schmutzige Pornographie und eine Prise rechtsradikaler
Seiten, blähe diese so richtig auf und deute dann auf die armen
Jugendlichen und Kinder, denen man solche Inhalte nicht zumuten könne,
weil sie von solcherlei Anblick schweren seelischen Schaden
davontragen. Da man die Seiten selber nicht dauerhaft aus dem Netz
bekommt, versuchen es unsere Staatsdiener von der anderen Seite. Die
Anbieter von Internetzugängen sollen zukünftig dafür Sorge tragen, dass
ihre Kunden bestimmte Seiten nicht mehr besuchen können. Das ist
leider genausowenig Utopie wie Jugendschutz der wahre Grund ist.
Am 8. Februar 2002 hat die Bezirksregierung Düsseldorf erstmalig
Sperrungsverfügungen gegen Access-Provider erlassen.

Abgesehen davon, dass die Access-Provider mit den enormen technischen
Schwierigkeiten der Sperrverfügungen alleine gelassen werden, wären
diese nach der öffentlichen Version von Jürgen Büssow auch nur für
"Otto-Normalsurfer" ein Hindernis, während erfahrenere
Internetbenutzer die Inhalte durch DNS-Manipulation jederzeit abrufen
könnten. In der Sperrverfügung gegen Oberon.net [a] ist deshalb auch von
Ausschluss von Proxy-Servern und IPs durch Sperrung im Router die
Rede. Damit würde der Zugang zu einer Vielzahl völlig legaler
Webseiten verhindert werden.

Im Namen des Jugendschutzes werden uns diese Sperrverfügungen als
wünschenswertes Mittel verkauft. In meinen Augen ist es nichts weiter
als Zensur und der Versuch gezielten Einfluß und Kontrolle auf eine
weltweite Kommunikationsform zu nehmen. Eine ähnliche Sichtweise hat
das Projekt "ODEM" [b], eine Initiative für ein freies Internet.

Mit dem WTC-Attentat am 11.09.2001 hatte die USA leichtes Spiel einen
Vorwand für eine verstärkte Kontrolle öffentlicher Kommunikationswege
zu finden. Am 26.11.2002 beschließt George W. Bush die Gründung des
"Department of Homeland Security" [c]. Dem Ministerium werden 170.000
Angestellt der verschiedensten Behörden unterstellt und für das Jahr
2003 ein Etat von 35 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt.
Im Zuge des neuen "Heimatschutzgesetzes" wurde auch das "Cyber
Security Enhancement Act" (CSEA) verschärft [d]. Mit dem Hinweis das
eigene Land vor terroristischen Anschlägen schützen zu wollen, wird
auch den Amerikanern ein Machtapparat vorgesetzt, der in bisher nicht
gekannter Größe Kontrolle und Zensur auszuüben im Stande ist. (ag)


[a] www.artikel5.de/rohetexte/sperrverfueg.pdf
[b] odem.org/
[c] www.whitehouse.gov/homeland/
[d] www.heise.de/newsticker/data/pmz-14.11.02-003/



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08) Feedback
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Eure Meinung zu dem gulli-letter, zu den darin angesprochenen Themen,
zu den Artikeln und Reports auf gulli.com und zu gulli.com selber ist
für uns wichtig. Darüber hinaus wird das sicherlich auch andere Leser
und Besucher interessieren. Wir haben deshalb einen eigenen Bereich
auf gulli:world geöffnet, auf dem - nach Art einer Leserbriefseite -
eure Meinungen und Standpunkte publiziert werden.
Direkter Link:
www.gulli.com/intern/eure-meinung

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10) Impressum, Archiv und Ende
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Herausgeber dieses Newsletters ist die 

fliks commerce GmbH
Kortumstr. 19-21
44787 Bochum

komplette Angaben: www.gulli.com/intern/impressum/impressum

Dieser Newsletter und alle älteren Ausgaben sind unter
www.gulli.com/newsletter/ einzusehen.

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International readers: After our last newsletter we got some mails
from non-germans complaining that they didn't understood one word of
the newsletter. gulli.com was always a german-languaged site although
we have many international visitors and we made the site easy to
understand. We can't offer a translated version of gulli.com - read on

www.gulli.com/link.php?code=nl002int how we can help you and
please unsubscribe from this newsletter by sending an empty mail to
news-unsubscribe@list.gulli.com if you don't understand german.

EOF

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