gulli: IS gulli

2. Die langsame Fahrt

Nachdem wieder Ruhe an Bord der IS "Gulli" eingekehrt ist, nimmt die Mannschaft wieder ihre Arbeit auf. Fleissig wird nach Cracks, Serials und Warez gefischt. Besonders die Serials werden als Delikatesse angesehen und sind sehr beliebt. In eigens dafür angelegten Reusen, den sogenannten Serials 2000, werden sie gesammelt. Der neue Mast, der FUN, hat sich nach kurzer Zeit bewährt und wird von der Mannschaft zur Freizeitgestaltung genutzt. Hier und da wird mal ein Witz oder eine lustige Geschichte zum Besten gegeben. Häufig, zum Leidwesen der Leutnants, auch Umfragen. Z.B. über den Trinkgenuss sämtlicher Biersorten der Galaxis wurde ausführlich geschrieben. Einige Beiträge im FUN wurden allerdings unverständlicher Weise von den Leutnants geschlossen. Insbesondere Leutnant Cerfat, ansonsten ein sehr ruhiger und gewissenhafter Hofschreiber, zog sich hierbei den Unmut der Mannschaft zu. Aber auch das konnte ausgeräumt werden.

Da immer mehr Nutzer zur Mannschaft der IS "Gulli" stossen, wird es allmählich voll an Bord. Die "Gulli" verliert an Fahrt und hat einen tiefen Seegang. Zur Freude der Mannschaft hat Kapitän Gulliver inzwischen das Kommando an Board wieder übernommen. Gemeinsam mit den Admiralen LexaT und Westi und den Leutnants wird überlegt, wie die "Gulli" wieder mehr Fahrt aufnehmen könnte. Man beschließt als erste Maßnahme, dem Schiff einen neuen Anstrich zu verpassen. Die techn. Admiralität ist gefragt und in einer einzigen Nacht wird die Veränderung durchgeführt. Schnittig und schnell soll sie werden, die IS "Gulli". Um das zu erreichen, wird ihr ein vBulletin-Gewand verpasst. Zu den Neuerungen gehört u.a. auch, daß am Heck des Schiffes eine Namenstafel befestigt wurde. Auf dieser Tafel stehen alle, die sich jeweils an Bord befinden. Admiral Westi ist im pausenlosen Einsatz. Auch Admiralin LexaT, die zwischendurch noch ihr Jüngstes säugen muß, wird nicht müde, sich um die Mannschaft zu bemühen.

Doch allen Maßnahmen zum Trotz, die "Gulli" bleibt ein leckgeschlagenes Schiff. Nur mühsam quält sie sich dahin. Längst nicht alle, die sich auf der "Gulli" betätigen wollen, sei´s um zu fischen oder zu helfen, können an Bord. Es ist einfach zu überfüllt. Einige harren deshalb in Beibooten aus, um über kurz oder lang einen der begehrten Plätze an Bord zu ergattern. Aus der Mannschaft wird der Ruf nach einer neuen Takelage samt Segeln laut. Kapitän Gulliver und Admiralin LexaT erklären die Unmöglichkeit, wegen der hohen Kosten. Es kommt spontan zu Spendenaufrufen durch die Mannschaft. Ein Teil ist gewillt, einen kleinen Beitrag zu den Kosten beizutragen. Auch über eine IS "Gulli"-Mitgliedschaft wird diskutiert. Diverse weitere Vorschläge werden eingebracht, z.B. Ballast, wie alte Beiträge oder Userpics ( das sind die Ausweise mit Lichtbild der Bordies) über Bord zu werfen.

Für Unruhe sorgt auch ein Generalkick aller Bordies, die sich eines nachts im Ausguck des Schiffes, dem sog. Chat, befinden. Aber eine anschließend ausführlich vorgenommene Diskussion beruhigt die Gemüter. Wie soll es nun weitergehen mit der IS "Gulli"? Ein Mitglied der Mannschaft, ehemaliger Leutnant, bietet ein frischgezimmertes kleines Boot, welches er stolz sein Eigen nennt, zur Entlastung der "Gulli" an. OFF-Topic und FUN-Mast sollen auf der "Gulli" gekappt und auf das neue kleine Boot ausgelagert werden. Doch dies findet bei der Gulli-Führung wenig Anklang. Da jedoch weiter Werbung für das neue kleine Boot auf der IS "Gulli" gemacht wird, kommt es zum Streit und der Besitzer des neuen "Stinkstiefel"-Bootes verlässt die "Gulli" auf nimmer wiedersehen.

Um der Langsamkeit des Schiffes entgegen zu wirken, schlägt Kapitän Gulliver eine Gäste-Aussperrung sowie einen Mannschafts-Aufnahme-Stop vor und setzt dieses auch schnell in die Tat um. Die Mannschaft sieht die Notwendigkeit bedenkenlos ein und jeder hofft, daß nunmehr wieder ausreichend Fahrt aufgenommen werden kann. Um Gelder für die neue Takelage nebst Segel hereinzubekommen, erhält die IS "Gulli" eine Werbeflagge, die jetzt für alle sichtbar aufgespannt ist. Durch reines "beglotzen" fliesst dadurch ein wenig Kapital in die Gullikasse. Zur Zeit immer noch schwerfällig, aber auf eine bessere Zukunft hoffend, schleicht die "Gulli" weiter auf ihrer Reise durch die Internet-Galaxie.

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