gulli: Die Geschichte des IRC-Channels #gulli

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    Die Geschichte des IRC-Channels #gulli


    Da auch noch andere Server aus dem Netz gezogen worden, geriet irc.german-elite.net in arge Schwierigkeiten. Es bestand nur noch aus zwei Servern, Komatu und Dominion. In dieser Phase war es für die gulli-Administration nicht einfach eine Entscheidung zu treffen. Schliesslich war aber klar, dass dem bisherigen Netz auch weiter die Stange gehalten wurde. Man installierte auf zwei Servern jeweils einen IRC-Server und linkte diese in das bedrohlich geschrumpfte Netz. Liberty und Bitch sind nach wie vor zwei der am meisten genutzten Server.

    In der Folge galt es auf der einen Seite das gebeutelte german-elite.net am Leben zu erhalten und eine Abwanderung der Mitglieder in das stabiler laufende Insiderz-Netz zu verhindern, da dieses sehr viel Werbung für sich selbst und sehr viel Antiwerbung für unser Netz machte. Die Zeiten, in denen es plötzlich zwei #gulli in zwei verschiedenen Netzen gab, gehören zu den schlimmsten Zeiten, die gulli.com mitgemacht hat. Floodattacken, unloyale Moderatoren und Missbrauch von Passwörtern machten die ganze Geschichte nahezu unerträglich. Mit felsenfest zusammengebissenen Zähnen und viel Diskutiererei erholte sich das german-elite.net ganz allmählich wieder von diesen derben Niederschlägen. Es kamen weitere Server hinzu und auch die Zahl der Besucher wuchs wieder.

    Mit der Anzahl der Besucher wuchs allerdings auch die Anzahl der Störenfriede in #gulli. Der Channelführung, die immer noch zum grossen Teil aus den als OPs eingetragenen Boardmoderatoren bestand, fehlte ein klares Konzept und eine einheitliche Linie. Dies war Anlass dazu, ein speziell auf #gulli ausgerichtetes Regelwerk zu erstellen - die chatiquette.

    Als LexaT Ende 2001 gezwungen war über einen längeren Zeitraum offline zu gehen, spitzte sich die Lage zu, die Schwierigkeiten und die Unzufriedenheit die aus dem Nichtvorhandensein einer einheitlichen Struktur resultierten wuchsen und veranlassten gulli dazu einzugreifen. Auf seine Aktion hin, in Form von mera eine Channelverantwortliche festzulegen kam es zu einer mehr oder weniger offenen Revolte des Moderatorenteams. Es wurde ein erneuter Versuch gestartet eine Arbeitsgemeinschaft für das IRC zu bilden - die IRC-AG. Über den an sich guten Ansatz kam man leider nicht hinaus, da es nicht möglich schien die Kompetenzenfrage zu klären. Verantwortlich dafür war, dass die AG widerum nur aus den Moderatoren des gulli:board bestand. Nachdem man sich hier in langen Diskussionen auf ein hierarchisches Modell innerhalb der IRC-AG geeinigt hatte, das auch den Channelgründern nur noch wenig Möglichkeiten für die Mitbestimmung des allgemeinen Channelkurses liess, war es für gulli und LexaT, der inzwischen wieder online war ein zweites Mal an der Zeit einzugreifen. Ganz aus der Hand geben mochten sie den Channel nicht, zumal #gulli ja auch über seinen Namen eng mit den gulli-Websites verbunden ist. Als Resultat löste sich die bestehende IRC-AG auf. Aus den Mitgliedern, die bereit waren auch dann weiter zu arbeiten, wenn sie innerhalb der AG nicht mehr Rechte haben als ihre Kollegen, formte sich die neue Basis. Es wurden zudem Mitglieder hinzugewonnen, die zwar sehr aktiv in #gulli, nicht jedoch als Moderatoren auf dem gulli:board tätig sind. Es ist anzunehmen, dass mit dem Ralaunch von gulli.com, den damit vorhandenen anderen und erweiterten Inhalten, sowie einem zusätzlichen Javainterface die Anzahl der BEsucher weiter steigen wird. Derzeit sind es je nach Tageszeit zwischen 60-80 gleichzeitigen Chatern. Es bleibt zu hoffen, dass dies nicht nur zu neuen Problemen, sondern auch zu vielen neuen Themen und Gesprächen führen wird.

    Abschliessend lässt sich sagen, dass die vergangenen zweieinhalb Jahre sehr bewegt waren, es hat viel Arbeit und viel Streit im Zusammenhang mit #gulli gegeben. Es hat jedoch auch in vielen Fällen dazu geführt, dass sich zuvor völlig unbekannte Menschen schätzen gelernt haben und die Kontakte in das reale Leben ausgeweitet haben. Allein das macht es die Sache wert. Langweilig war es jedenfalls nie.

    Stand: September 2002 geschrieben von: LexaT

     

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