gulli: PeerGuardian

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    Feindliche IPs automatisch blocken mit Peerguardian

    Ein Tool, womit man zwar nicht anonym in der Tauschbörse wird, welches aber Schutz vor Ermittlern, Software- und Medienindustrie und damit mehr Sicherheit vor Strafverfolgung, Anzeigen und Abmahnungen im Internet verspricht, ist PeerGuardian. Peer Guardian wurde von PhoenixLabs programmiert und ist Open Source. Das Programm kann kostenlos bei Phoenixlabs heruntergeladen werden.

    Das Funktionsprinzip:

    Jede Verbindung, die der eigene Rechner herstellt, wird von PeerGuardian überwacht. Das gilt für alle laufenden Protokolle und Anwendungen. Die IP-Adresse jedes Rechners, zu dem man sich verbindet oder der sich zum eigenen Rechner verbinden will, vergleicht PeerGuardian mit einer Liste von bekannten IP-Adressen. Peerguardian sortiert die IPs in verschiedene Kategorien: Adserver, Regierungsrechner, Filesharing-Ermittler, Spyware usw., die man jede für sich sperren oder freigeben kann.
    Findet PeerGuardian nun eine Übereinstimmung mit einer IP aus der Liste und mit einer IP, zu der eine Verbindung aufgebaut werden soll, blockt es die Verbindung. Vom Vergleichen und Blocken ist im laufenden Betrieb wenig zu merken, obwohl die Listen über 600 Millionen IPs umfassen. Auf einem Athlon XP 2000+, 512MB RAM verbraucht PeerGuardian beispielsweise nur durchschnittlich 2 Prozent der Systemleistung.
    Zusätzlich zu den blockierten IP-Adressen zeigt PeerGuardian auch an, zu welcher Organisation (Firma, Regierung) die geblockte Adresse gehört.

    Installation:

    Die Installation von PeerGuardian ist trotz englischsprachigem Dialog selbsterklärend, die voreingestellten Settings reichen für den normalen Gebrauch als P2P-Sicherheitstool aus. "Start with Windows" sollte ausgewählt werden, wenn man das Programm regelmäßig verwenden will. Der Wizard nach der Installation läßt einstellen, welche IP-Gruppen gesperrt werden sollen, und ob auch die Webseiten entsprechender Einrichtungen geblockt werden sollen. Läßt man hier "Always allow http" unmarkiert, sind auch "feindliche" Webseiten gesperrt: gute Möglichkeit, das Programm zu testen.
    Anschließend wählt man noch die Updateintervalle aus: "Every other Day" prüft jeden zweiten Tag, ob es neue zu sperrende IPs gibt.

    Nach dem letzten "Fertigstellen" bringt sich PeerGuardian automatisch auf den neuesten Stand und ist im Systemtray per Mausklick aufrufbar.

     

    PeerGuardian, IP - Blocker gegen Ermittler

    Unter "View History" kann man verfolgen, welche Verbindungen blockiert wurden.Ruft man nun beispielsweise die Webseite der Logistep AG auf, gibt es einen Timeout: Logistep ermittelt im Auftrag IP-Adressen von Filesharern, die IP des Webservers ist auf der Sperrliste von PeerGuardian.

    Abschließend...

    ...sei jedoch gesagt, dass Programme wie PeerGuardian immer nur ein Stück mehr, aber keine vollkommene Sicherheit vor Anzeige oder Abmahnung schaffen. Die Blocklisten werden regelmäßig erweitert, aber PeerGuardian ist dabei natürlich immer einen Schritt hinter den Ermittlern her. Und natürlich besteht auch für diese die Möglichkeit, sich über ganz normale, dynamische Verbindungen einzuwählen wie jeder beliebige User auch.

    Technische Daten:

    Betriebssystem: Windows, MacOs X
    Sprache: Englisch
    Dateigröße: 1MB
    Preis: Freeware
    Version: 2.0 Beta

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