gulli: Rapidshare und Filehosting - unterschätzte Giganten im Netz

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    Rapidshare und Filehosting - unterschätzte Giganten im Netz

    HTTP hat P2P als Haupt-Trafficquelle im Netz wieder eingeholt, und gern wird YouTube als Grund angeführt - 10% des Webtraffics sollen vom Videohoster kommen. Rapidshare und andere Filehoster werden in diesen Berechnungen gern unterschätzt. Mit aktuell 120 GBit Anbindung verursacht Rapidshare mehr Traffic im Netz als YouTube - und schreibt im Unterschied zum Videohoster Googles permanent schwarze Zahlen, obwohl vor einiger Zeit Werbung komplett abgeschaltet wurde. Einiges zum unterschätzten Riesen Filehosting.

    Filesharing gilt heute noch als die Trafficquelle Nummer eins: bis zu 70% hatte P2P am gesamten Internet-Traffic ausgemacht. Inzwischen liegt HTTP wieder an der Spitze - als Grund werden in der Regel Seiten wie YouTube angegeben. Während der Videohoster jedoch in aller Munde ist, aber vor allem als finanzielles Risiko gehandelt wird, sind Rapidshare und Konsorten hoch lukrative Projekte, die in einer Liga mit YouTube spielen, dabei aber nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit erhalten.

    RS-Logo, FolehostingRapidshare ist auf Platz 14 im Alexa-Ranking und läßt sichere Kandidaten für Top-Positionen hinter sich - Google.de wird weniger besucht, ebenso Amazon.com oder Ebay.com. Seiten wie Photobucket wurden für angenommene 250 Millionen aufgekauft - um Rapidshare gab es nie auch nur Übernahmegerüchte. 

     

    Rapidshare - Gigant in Sachen Traffic

    Traffictechnisch liegt Rapidshare jedoch höchstwahrscheinlich vor YouTube - statt der niedrigen MB-Größen der Flashvideos hostet Rapidshare weitaus größere Dateien - 100 MB maximale Größe momentan - und generiert so weit größere Datentransfers per Klick.

     

    Das alles inzwischen werbefrei - trotz insgesamt 120 Gigabit Anbindung. Das Gigabit erhält man momentan zu Preisen um 7.000 Euro, wenngleich die so veranschlagten Kosten von 840.000 Euro im Monat bei Rapidshare vermutlich nicht anfallen. Dass Rabatte gegeben werden, ist mehr als wahrscheinlich. Die 120 Gigabit sind laut Angaben von Rapidshare gegenüber gulli.com in Peakzeiten zu 96 Prozent ausgelastet. Websites mit breiterer Anbindung wie Rapidshare sind weltweit keine bekannt, die Auslastungen sind bei vergleichbaren Sites geringer. Und während früher noch auf den Download-Seiten Rapidshares angegeben wurde, wie die jeweiligen Anbindungen ausgelastet sind, schweigt man sich darüber mittlerweile aus - die Größenordnung des Traffics würde zeigen, wie erfolgreich der Filehoster inzwischen ist.

    Hieß es früher, ein File sei in den Tauschbörsen gelandet (und damit zugegeben, dass es nicht mehr aus dem Netz zu entfernen ist), so landet es heute bei den Filehostern - allen voran bei Rapidshare. Und ist dann in der Regel auch nicht mehr aus dem Netz zu bekommen - trotz fleißig Löschaufforderungen verschickender Organisationen. Allein die Pro Media meldete in nur zwei Wochen um die 47.000 Links bei Rapidshare und forderte zur Löschung auf.

    Trotzdem steigt das Trafficvolumen von Filehostern - an der Spitze Rapidshare  - kontinuierlich an. Kommerziell erfolgreich, ob nun über Premiumzugänge, über Werbung oder über beides finanziert.

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