Anders als die meisten Tauschbörsen werden Files bei Proxyshare nicht von User zu User getauscht, sondern auf die Zwischenspeicher der Internetprovider ausgelagert. Dateien auf den schnellen Proxyservern können so, einmal geuppt, beliebig oft mit vollem Speed geladen werden. Einziges Manko: die neugestartete Software hat nur wenige User.
Häufig abgerufene Daten werden von vielen Internet-Providern per Proxyserver vorgehalten, das spart Traffic und beschleunigt den Seitenabruf. Was im Web recht ist, könnte für P2P billig sein - getauschte Files, die über Proxies gecached werden, können mit maximaler Geschwindigkeit von den in der Regel mit 10 Gigabit angebundenen ProxyServern geladen werden - im Gegensatz zu den sehr langsamen Upstreams der Filesharer.
Mit dem Proxyshare-Client kann eine Datei auf Proxys der Internet-Provider hochgeladen werden. Andere Nutzer, welche das File herunterladen wollen, können die direkte Anbindung der Proxyserver nutzen und in der Regel mit voller Bandbreite herunterladen - auch wenn sich der ursprüngliche Anbieter längst wieder vom Netz getrennt hat.
Günstiger Nebeneffekt: es ist für einen Downloader nicht mehr erkennbar, wer die Datei anbietet. Andere Filesharingclients wie eMule stellen direkte Verbindungen zu den Rechnern der Anbieter an: was natürlich auch die Ermittlung der Anbieter vereinfacht.
Weiterer Sicherheitsfunktionen des Programms: automatische Verschlüsselung des Download-Ordners via TrueCrypt, auch auf den Proxyservern liegen die Dateien nicht im Klartext vor.
Proxyshare befindet sich noch in der Entwicklung. Der Client steht bisher für Windows zur Verfügung, ein Linuxclient soll in Kürze folgen. Im Client kann eine deutsche Übersetzung der Oberfläche eingestellt werden. Das Programm ist kostenlos.