Blogger und Rechtsanwalt Udo Vetter vom law blog veröffentlichte heute einen Fall der Staatsanwaltschaft Wuppertal. Bei der beklagten Person, die Herr Vetter vertritt, wurden 0,9 Gramm Marihuana im Auto gefunden. Die Staatsanwaltschaft plädiert in ihrem Anschreiben auf eine Verurteilung wegen Anbau, Herstellung, Handeltreiben, Schmuggel und Erwerb von Betäubungsmitteln nach Paragraf 29 Abs. 1 BtMG. Im Höchstfall kann eine Verurteilung mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder mit einer entsprechenden Geldstrafe erfolgen. mehr...
Premiere hatte schon vor Längerem angekündigt, die Zusammenarbeit mit dem Smartcards-Anbieter Kudelski kündigen zu wollen. Man denke über einen Wechsel zu NDS nach, nachdem die Murdoch-Tochter NDS einen größeren Anteil an Premiere erworben hatte. Kudelski konterte heute, dass der Vertrag zwischen Premiere und dem Nagravisions-Anbieter noch bis 2012 mit Option auf Verlängerung bis 2015 laufen würde. Die Drohung von Premiere, aufgrund der Leaks die Verschlüsselung wechseln zu wollen, konnte der Konzernchef André Kudelski nicht nachvollziehen. Gleichzeitig wurde bekannt, bei der Schweizer Kudelski SA ist der Überschuss 2007 um gut die Hälfte eingebrochen. mehr...
Langsam wirds langweilig: einmal mehr ist eine CD mit vertraulichen Daten an unerwarteter Stelle in Großbritannien aufgetaucht. Die gute Nachricht: die CD war verschlüsselt. Die schlechte: sie befand sich im Gehäuse eines Laptops, der auf eBay versteigert wurde. Die skurrile: nach Benachrichtigung durch den PC-Service, der die CD bei einer Reparatur fand, wurde eine Antiterror-Einheit der Polizei geschickt, um den Datenträger sicherzustellen. mehr...
Oder an obskuren, anmeldepflichtigen SMS-Diensten? Fakt ist, dass sich viele Schüler und Studenten trotz einiger Amokläufe an US-Unis und -Schulen nicht bei seitdem eingerichtete SMS-Warndienste anmelden. Unter 40% der Schüler nahmen Angebote dieser Art wahr. Und natürlich wird gerätselt, warum dem so ist. mehr...
Das Team rund um Chefredakteur Axel, der kürzlich Vater wurde, hat heute nach nur wenigen Monaten Pause die dreizehnte Ausgabe des Demoszene-Magazins ZINE für Windows veröffentlicht. Manche Leser hatten das alte Interface kritisiert, in der neuen Ausgabe funktioniert die Bedienung wieder völlig intuitiv. Auch Leser ohne jede Vorerfahrung werden sich dort sofort problemlos zurechtfinden. Gloom führte bei seinem Besuch ein Interview mit Rick Sayre von Pixar durch. Gamer, die Bobics Hintergrundbericht gelesen haben, werden schnell erkennen, wie viele Verknüpfungen zwischen der Szene und den Spieleherstellern bestehen. Auch Grafikkartenhersteller NVIDIA steht mittlerweile nicht mehr völlig ohne Kontakte zur Szene da. Erste Kommentare auf einschlägigen Portalen besagen, es soll sich bei ZINE#13 um eines der besten ausführbaren Magazine handeln, die je das Licht der Demoszene erblickt haben. mehr...
Einige hundert Millionen hatten die "Big Four" durch Schadenersatzklagen gegen Filesharing-Anbieter wie Napster, iMesh, KaZaA oder Bearshare abgegriffen. Wieviel Schaden durch die bösen Tauscher entstanden sei, wussten die Kläger damals immer recht genau. Geht es darum, was davon bei den Bands ankommen soll, ist auf einmal alles wieder unklar. Weshalb einige Künstler inzwischen laut über eigene Klagen nachdenken. mehr...
Was für Printmedien und Computerspiele gilt, könnte auch für den Musikmarkt gelten, sagten sich sieben unabhängige Labels aus Schweden. Mit der Initialisierung des sogenannten "Schwedischen Modells" versuchen sie einen neuen Weg zu gehen, der in einem veränderten Markt, mit neuen Medien und neuer Technologie erfolgreich ist. Den Fokus richten sie auf gute Musik. Dabei sind sie nicht auf ein Medium oder ein Geschäftsmodell festgelegt. Es sei wichtig sich einzugestehen, dass ein epochaler Wandel stattfindet: Warum hat der Musikmarkt bisher nicht geschafft, was Presse und Computerspielindustrie bereits erfolgreich umgesetzt haben, nämlich neue Geschäftsmodelle im Internet zu etablieren? mehr...
Ein "Bugfix-Release" sei die 0.8.6e, des Mediaplayers VLC von Videolan. Einige Verbesserungen kommen neben den Sicherheits-Updates mit der neuen Version, die Videolan-Mannschaft empfiehlt das Upgrade. Windows, Linux und Mac Os X wird von VLC unterstützt, nach wie vor spielt der freie Player praktisch alles, was irgendwie mit bewegten Bildern und Ton zu tun hat. mehr...
Das Thema "Urheberrecht im digitalen Zeitalter" war gestern eine Stunde lang Thema im Deutschlandfunk. Wer Stefan Michalk, Christian Solmecke und Sven Hansen zum Thema hören will, kann sich die Sendung nachträglich als mp3 laden oder per Flashplayer streamen lassen. mehr...
Der Hightech-Verband BITKOM begrüßt einerseits das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, andererseits will man Online-Durchsuchungen zur Terrorabwehr in Einzelfällen nicht grundsätzlich verneinen. Als gängige Partner der Terrorabwehr werden erneut die Netzbetreiber und Internetprovider des Landes angegeben. "Wenn durch Online-Durchsuchungen Terroranschläge verhindert werden können, dann können wir sie nicht grundsätzlich ablehnen", sagte BITKOM-Chef August-Wilhelm Scheer gegenüber den Journalisten der 'VDI Nachrichten'. mehr...
Einer der Kläger des angestrengten Verfahrens ist der Verschlüsselungsanbieter von Premiere Nagrastar. Die Firma ist aus einem Joint Venture zwischen Echostar und der Schweizer Kudelski-Gruppe hervorgegangen. Dem Verschlüsselungsanbieter NDS mit Sitz in Großbritannien und den USA wird vorgeworfen, sich in den USA die Hilfe von Hackern eingekauft zu haben, um eigene Unzulänglichkeiten bei der Verschlüsselung zu vertuschen. NDS soll letztendlich den Nagravision-Hack gegen Bezahlung in Auftrag gegeben haben, um die Codes der Smartcards an die Schwarzseher aller Länder zu verteilen. mehr...
Bilder, die Nutzer auf Flirtseiten einstellen, sind natürlich immer echt: weswegen die Polizei Berlin offenbar kein Problem damit hat, mit dem Profilbild eines Users nach einem Betrüger zu fahnden. Auf flirt-fever.de soll der Mann das Bild eingestellt haben und einer flirtwilligen Frau persönliche Daten entlockt haben, die anschließend Rechnungen der Flirtseite erhielt. mehr...
Microsoft darf 899 Millionen Euro Bußgeld an die Europäische Kommission zahlen. Es handelt sich hierbei um die bisher größte Strafe, die ein Konzern an die EU zahlen mußte. Microsoft hat unangemessen hohe Preise für die Informationen von Schnittstellen an ihr Betriebssystem verlangt. Die EU bemängelte die Einschränkung des Wettbewerbs durch diese hohen Lizenzgebühren. Der Konzern würde seine Vormachtstellung im Betriebssystem-Sektor schamlos ausnutzen. Das Unternehmen hat die von der Kommission im März 2004 festgelegten Auflagen bis Oktober 2007 nicht erfüllt. Erst am 22. Oktober 2008 wurde die Lizenzgebühr auf eine Einmalgebühr von 10.000 Euro umgestellt. mehr...
Dass er die Rede- und Meinungsfreiheit im Netz stärken will, kann man dem niederländischen EP-Mitglied Jules Maaten durchaus glauben. Ausgerechnet über die Schiene "Freihandel" soll sich nun die EU gegen Zensur im Netz wenden - denn Zensur sei sowas ähnliches wie ein Handelshemmnis. Das Europaparlament hat dem Entwurf zugestimmt - die Kommission muss nun ihren Segen geben, damit im Namen des Freihandels gegen Zensur gekämpft wird. Das Ziel mag löblich sein, aber das Motiv macht Bauchschmerzen. mehr...
Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Udo Vetter vom Lawblog warnte gestern, dass sich Filesharer in Bezug auf den Download von Tittenfilmen und Bildern nicht mehr sicher wähnen können. Gerade weil sich Pornos in den Tauschbörsen zunehmender Beliebtheit erfreuen, haben die Anbieter aus der Schmuddelecke nachgelegt. Eine namentlich nicht näher bezeichnete Regensburger Anwaltskanzlei verschickt im Auftrag von Erotik-Filmverlagen Abmahnungen an Uploader. mehr...
Am 6. März wird in Kalifornien die Entwicklungsumgebung für das iPhone veröffentlicht. Zusätzlich zum Software Development Kit (SDK) soll es auch neue und 'für Geschäftsleute nützliche' Funktionen geben. Mit diesem Schritt erhofft sich Apple einen deutlichen Vorsprung des iPhones im Businessbereich. In einer Pressekonferenz sagte Apples Geschäftsführer Tim Cook, dass er zuversichtlich sei, gegen Ende des Jahres zehn Millionen iPhones verkauft zu haben. mehr...
Dass ausgerechnet "Kapitalisten" eine Beleidigung sein soll, ist an sich die Position linker Kampfblätter, dass sich hingegen ein unbestreitbar kapitalistisch geführtes Unternehmen gegen diese Bezeichnung wehrt, dagegen eher ungewöhnlich. Das gewerkschaftsnahe LabourNet soll die "Beleidigung" mitsamt der ganzen Berichterstattung um den Maschinenbauer aus dem Netz löschen. mehr...
Wer sich beim Konsum von Haschisch oder anderen illegalen Drogen ablichten lässt, sollte mit einer Veröffentlichung der Bilder beim Portal StudiVZ vorsichtig sein. Welt Online berichtete gestern, das Online-Netzwerk StudiVZ arbeitet in regelmäßigen Abständen mit der Polizei zusammen. Auf Anfrage leitet die Geschäftsführung bereitwillig die Daten verdächtiger Nutzer an die Ermittler weiter. mehr...
Die Organisation SAC schlägt für alle Internetteilnehmer eine Steuer von fünf Kanadischen Dollar pro Monat vor. Im Gegensatz zur Kulturflatrate, die Idee dazu wurde vor geraumer Zeit unter anderem vom FoeBuD vorgebracht, bezieht sich der Vorschlag der SAC nur auf Musik. Die Kulturflatrate wie auch die Filesharingsteuer würde leider auch solche Personen treffen, die grundsätzlich keine Musik herunterladen wollen. Die so gesammelten Gelder würden über Verwertungsgesellschaften an die jeweiligen Firmen und Künstler verteilt werden. Der populäre kanadische Rechtsexperte und Blogger Michael Geist hat sich kürzlich zu dem Thema zu Wort gemeldet. mehr...
Gamer aller Länder sollten aufpassen auf welche Art sie ihre Gegner bei World of Warcraft oder anderen Spielen ins Jenseits befördern. Das Office of the Director of National Intelligence (ODNI) arbeitet derzeit ernsthaft an einer Software zur Aufdeckung von Terroristen in Online-Spielen. Derweil arbeiten andere Analysten der Branche an ihren Ausarbeitungen um zu beweisen, warum solche Schritte im Zuge der Terrorbekämpfung völlig sinnlos sind. mehr...
Wie Gulli bereits berichtete, dachte Creative Commons Vordenker Lawrence Lessig über eine Kandidatur im kalifornischen Congress nach. Vorgestern wurde bekannt, dass er sich gegen die Kandidatur entschieden hat. Als Hauptargument führt er an, dass er so gut wie keine Chance hat, in seinem Wahlkreis auch nur einen geringen Wahlerfolg zu erzielen. Die verbleibenden dreißig Tage bis zur Wahl würden nicht ausreichen, um ihn hinreichend bekannt zu machen. mehr...
Der Verein FoeBuD e.V. bringt seine Freude über das heutige Urteil in Karlsruhe zum Ausdruck. Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat mit dem Urteil die nordrhein-westfälischen Vorschriften zur Online-Durchsuchung sowie zur Aufklärung des Internet für verfassungswidrig und nichtig erklärt. mehr...
Im September letzten Jahres wurden rund 6.000 vertrauliche E-mails und zahlreiche Telefonmitschnitte der Antipiratenfirma MediaDefender von einem Hacker im Netz verteilt. Takedown-Aufforderungen an Google und andere Suchmaschinenbetreiber blieben ohne jeden Erfolg. Zahlreiche vertrauliche Informationen des Tochterunternehmens von ARTISTdirect deckten die Methoden des Unternehmens auf. Der bezifferbare Schaden belief sich schon damals auf über 800.000 US-Dollar. Nachdem der Kurs der Aktie dauerhaft am Boden blieb und den Ermittlern damit der Grund unter dem Boden weggezogen wurde, überlegt man jetzt gemeinsam mit einem Team von Beratern, welche Möglichkeiten zur Rettung der Firma verbleiben. Wenn keine neuen Investoren gefunden werden, müssen die Peer-To-Peer-Jäger eine Liquidation ins Auge fassen. mehr...
Die Militärregierung in Islamabad kündigte Untersuchungen an, nachdem deren Sperre von Youtube am vergangenen Sonntag dafür sorgte, dass das Videoportal global für mehrere Stunden nicht mehr erreichbar war. Die verursachten Probleme waren nach Aussage von Abdullah Riar, dem Minister für Informationstechnologie, nicht beabsichtigt. mehr...
Hurra, sie leben noch. Das erwartete Chaos in den Wahllokalen blieb trotz des neuen Wahlsystems aus, die Wahlbeteiligung konnte dadurch allerdings auch nicht gesteigert werden. Auch mit dem Durchbruch der Piraten hat es in der Hansestadt bei diesem Anlauf leider nicht geklappt. Man geht etwas enttäuscht und gleichzeitig sehr selbstkritisch aus der Wahl hervor. Die Wahlkämpfer wissen, ihre Themen waren keine massentauglichen Selbstläufer. Am Sonntag konnte man in Hamburg lediglich 0,2% der Stimmen für sich gewinnen. mehr...
Der marokkanische Computeringeneur Fouad Mourtada wurde für drei Jahre inhaftiert, weil er einen Fake-Account im Namen des marokkanischen Prinzen betrieben hat. Er hat sich für Moulay Rachid, den Sohn des marokkanischen Königs ausgegeben. Laut eigener Aussage jedoch handelte er nicht in böser Absicht, so bezeichnete er sich selbst als Fan des Prinzen und auch auf dem besagten Facebook-Account ließen sich keine negativen Beschreibungen finden. mehr...
Ob private Bewertungen von kommerziellen Produkten, Blog-Einträge oder Meinungsäußerungen in einem der zahlreichen Diskussionsforen im Netz. Im Zeitalter vom Web 2.0 ist jeder Otto-Normal-Verbraucher längst zum Publizisten und damit gleichzeitig zum potenziellen Opfer von Unterlassungsaufforderungen von Firmen und Rechtsanwälten geworden. mehr...
Am Mittwoch, den 27. Februar 2008 wird über die vom FoeBuD e.V. finanzierte Verfassungsbeschwerde zum Thema Online-Durchsuchung entschieden. Die Bürgerrechtler sind zuversichtlich, dass das Gesetz gekippt wird und hoffen, dass dieses Urteil Signalwirkung auf ähnliche Gesetzesvorhaben im In- und Ausland haben könnte. mehr...
eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. will auch zukünftig für Niemanden die Internetkontrolleure spielen. Schaut man sich die aktuellen Forderungen der unterschiedlichsten Akteure an, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass es kein Problem der Informationsgesellschaft gibt, das die Internetwirtschaft nicht lösen soll. Der Verband beklagt sich auch darüber, dass sie in Zukunft von Providern zu Pädagogen gemacht werden sollen, um ihre Kunden mit Drohungen und Sanktionen zu erziehen. mehr...
In der Domstadt soll jedes Jahr im September die Branchenmesse Games Convention unter dem Namen GAMESCom mit neuem Konzept durchgeführt werden. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) will damit die Zukunft der Messe sicherstellen. mehr...
Die fliks it-solutions GmbH, die lange Jahre für gulli verantwortlich zeichnete, trennt sich von einer der größten deutschen Websites. Kein einfacher Schritt nach fast 10 Jahren gulli, der jedoch unvermeidlich geworden ist. Wer die letzten Wochen und Monate das Treiben im gulli genauer beobachtet hat, dem wird aufgefallen sein, dass einiges im Gange war - ausgeblendete Forenbereiche, Löschungen, Sperren. Schon vorher sind einige Rechtsstreitigkeiten, Verfahren und Verfügungen gegen gulli gelaufen. Die Übergabe in eine rechtlich liberalere Umgebung ermöglicht trotz des drastischen Schnitts, dass für alle soviel beim Alten bleibt wie möglich. mehr...
Bruno, einer der Urväter der Demoszene-Musik hat kürzlich Selbstmord begangen. Wie jetzt bekannt wurde, ist der Finne durch einen Sprung vom Dach eines Hauses aus dem Leben geschieden. Es soll sich hierbei bereits um seinen zweiten Selbstmordversuch handeln. Gestern wurde von den Angehörigen eine entsprechende Todesanzeige in der finnischen Tageszeitung Helsingin Sanomat veröffentlicht. mehr...
Nach Marokko, Thailand, Brasilien und der Türkei nimmt jetzt auch Pakistan aktiv Einfluss auf das Surfverhalten seiner Einwohner. Die Regierung in Islamabad hat kürzlich die Internet Provider des Landes angewiesen, ihren Kunden jeglichen Zugriff auf die Seiten von YouTube sperren zu lassen. Die Anweisung sollte ohne jegliche Ankündigung von Seiten der Provider vonstatten gehen, was allerdings misslang. mehr...
Die Games Developer Conference ruft zum Retten alter Games auf: Oft "Abandonware" genannt, sind die Spiele oft im Netz archiviert, häufig ist die Rechtslage jedoch unklar. Das "kreative Amerika" müsse bewahrt werden - und wohl nicht nur das. Auch in anderen Ländern ist ein lange vernachlässigtes kulturelles Erbe in Gefahr. Wer kann mithelfen? Mehr Leute, als man zuerst denkt. mehr...
Das Abhören von Handygesprächen war bisher eine Sache von Polizei und Geheimdiensten - mit IMSI-Catchern musste man aufwändig Funkzellen simulieren, in die sich die zu belauschenden Mobiltelefone einbuchen. Auf der Blackhat-Konferenz wurde eine kostengünstige Alternative vorgestellt. Nötig dazu: Hardware und Rechnerleistung für weniger als 1000 Euro. mehr...
In Schweden und in Kanada gab es schon klare Ansagen: auf Filesharer Jagd zu machen, habe praktisch keine Priorität, die Manpower der Strafverfolger solle für sinnvollere Tätigkeiten genutzt werden. In Deutschland ist man nicht ganz so weit, was zumindest die offiziellen Statements angeht, in Norwegen fielen nun aber auch klare Worte. Selbst das Justizministerium hat kein Interesse, auch auf Nachfrage eines MPAA-Anwalts nicht. mehr...
Zugegeben: "Eltern ließen Kind verhungern" klingt tragisch, aber das wars auch schon. "TV-Glotzer vergessen Baby im Auto" kommt schon ein wenig besser, aber wird von "Videospieler lassen ihr Baby sterben" mit Abstand getoppt. Und wenn irgendwann Fox News Headlines wie "Gamer gewinnt Nobelpreis" oder "Minesweeper-Gott neuer US-Präsident" bringt, wäre es vielleicht sogar verzeihlich. mehr...
Ein geleaktes Video zu Schulungs- und Trainingszwecken sorgt für Erheiterung im Netz: Die RIAA indoktriniert ihre Mitarbeiter und Anwärter offenbar mit Gruselgeschichten von CDs mit der Extraportion Crack, den Verbindungen zwischen Software- und Medienpiraterie mit Waffen- Frauen und Drogenhandel und - natürlich - den Verbindungen zum internationalen Terrorismus. Einige Minuten gibts auf YouTube, das volle Programm auf dem Torrenttracker der Wahl. mehr...
Leicht nachbaubar, unbemerkt in der Anwendung: Kameras blenden kann man mit dem I-R.A.S.C., welches von den Kunstaktivisten des Stuttgarter Oberwelt e.V. vorgestellt wurde. Das gerät sendet infrarotes Licht in einem für das menschliche Auge unsichtbaren Bereich aus. Gestört werden von dem Gerät nur Kameras, die statt dem Gesicht des Trägers einen Lichtball sehen, sonst nichts. mehr...
Dass sich ausgerechnet Bill Gates mit dem Statement aus dem Fenster lehnt, dass Netzzensur und Einschränkungen des Internet unmöglich seien, ist sowohl überraschend als auch amüsant. Ist Microsoft doch gerne mit dabei, wenn man unliebsame Stimmen aus dem Netz verbannt wissen will und sind die Statements aus Redmond in Bezug auf "freien Datenfluss" aka "Piraterie" ja auch eher eindeutig. mehr...
FUD oder ernstzunehmende Gefahr? Die Musikindustrie versucht, an Logfiles von Rapidshare heranzukommen. Dies wird jedenfalls aus dem Hause ProMedia verkündet. Zurückgreifen will man auch auf Daten der Vorratsdatenspeicherung. mehr...
Mit "Code and other Laws of Cyberspace" legte Stanford-Juraprofessor Lawrence Lessig den Grundstein für seine Reputation im Internet. "Creative Commons", die gemeinfreie Allmende an digitalen Gütern ist zu weiten Teilen sein Baby, freie Kultur, Internet- und Urheberrecht seine permanenten Arbeitsfelder. Nun denkt der CC-Aktivist laut über eine Kandidatur für den US-Kongress nach - und mag die Netzgemeinde dazu hören. Mehr Internet-Sachverstand in die Politik? Oder lieber online Fakten schaffen? mehr...
Den BitTorrent-Unterbau sieht man Tribler nicht mehr an, und trotz zahlreicher Funktionen und Pläne für das "Filesharing der Zukunft", die den Rechteverwertern die Tränen in die Augen treiben dürften, wird Tribler nicht mehr nur über die Universität Delfts entwickelt: Tribler ist einer der größten Partner eines millionenschweren P2P-Forschungsmittelpakets, welches die Europäische Union nun aufgelegt hat. Am Ende soll P2P-basiertes Web-TV stehen, Partner sind unter anderem die BBC. mehr...
Das "Verified Rights Owner"-Programm von eBay hat einen prominenten Nutzer: Die Scientology-Sekte kann offenbar ohne Überprüfung von eBay Auktionen löschen, in denen Scientology-Paraphernalia wie das "E-Meter" angeboten werden. Das nutzlose Gerät zur Messung des Körperwiderstands wird "kirchen"-intern zu aberwitzigen Preisen verscherbelt, Aussteiger sollen aber offenbar gehindert werden, den Ramsch an andere loszuwerden. Die Praxis sei schon lange gängig, im aktuellen Streit um die zensur- und klagefreudige Sekte wirft sie indessen ein schlechtes Licht auf eBay. mehr...
.flv hat sich als quasi-Standard für Web-Video durchgesetzt. Download und Ripping der Flash-Formate ist in der Regel kein Problem, und auch der von Adobe geplante Kopierschutz auf Flashvideos wird leicht zu knacken sein - möglicherweise werden jedoch durch die DRM-Einführung eine Reihe von Tools und Downloadseiten illegal. mehr...
In Finnland werden die Internet Service Provider von der Regierung dazu angehalten, eine unbekannte Liste von rund 1.000 Webseiten zu blockieren. Der Schritt soll das Land und seine Bürger vor den zahlreichen Kinderpornoseiten im Netz bewahren. Das Problem ist nur, zahlreiche Websites beschäftigen sich mit völlig legalen Inhalten. Ziel der Sperre ist unter anderem eine regierungskritische Seite, die sich zum Nutzen aller Surfer für mehr Freiheit im Netz einsetzen wollte. mehr...
Die Welt wäre so schön einfach, wären angehende Kindsverführer in Chats und Social Networks so wie oft propagiert: Fake-Kinder, die Opfer über ihre Identität und Pläne belügen, um bei einem etwaigen Treffen das ahnungslose Kind zu überfallen. Dieses Klischee existiert praktisch nicht, so eine Studie, die einmal mehr mit Information statt Panikmache und Klischees zur Sicherheit von Kindern im Netz beitragen könnte. Nur: da helfen keine Filter und keine Online-Pranger, da hilft nur Erziehung. mehr...
Unter CC-Lizenz hat Rainer Kuhlen sein Buch "Erfolgreiches Scheitern - eine Götterdämmerung des Urheberrechts" veröffentlicht. Im Buchhandel für knapp 40 Euro erhältlich, existiert auch eine kostenlose PDF-Variante des Texts, der auf über 600 Seiten die Probleme, Paradoxien und Restriktionen abhandelt, die durch Copyright und Urheberrecht im Wissenschafts- und Bildungsbereich entstehen. Für Leser aus dem wissenschaftlichen Bereich geschrieben, kann das Buch dank eines klaren und verständlichen Stils auch dem interessierten Laien einen umfassenden Überblick auf die beschriebene Problematik verschaffen. mehr...
Verschiedene Medienformate, Player-Vielfalt und Codec-Chaos: Während regelmäßig der Ruf nach "Interoperabilität" oder Formatöffnung ertönt, schafft Jon "DVD-Jon" Lech Johansen Fakten. "DoubleTwist" soll dem Wirrwar ein Ende bereiten und Musik, Videos und Bilder zentral auf dem Desktop verwalten und automatisch auf den Player der Wahl bringen. mehr...
Der Ukrainer Oleksandr Dorozhko hat fast 300.000 US-Dollar damit verdient, auf den fallenden Kurs einer Aktie zu setzen. Er hatte sich zuvor in den Rechner des entsprechenden Unternehmens gehackt und vor der öffentlichen Bekanntgabe in Erfahrung gebracht, welche Umsatzerwartung man ankündigen würde. Legal erworbene Insiderinformationen dürfen nach US-Recht nicht zum eigenen Vorteil benutzt werden, der Gebrauch illegal erworbener Daten steht in den USA aber bis dato nicht unter Strafe. mehr...