gulli: Strato stellt IP-Logging bei der DSL-Flatrate ein
07. Juli 2005

Strato stellt IP-Logging bei der DSL-Flatrate ein

Filesharer neue Werbezielgruppe?

Nachdem schon Lycos bekanntgab, die IPs von DSL-Flatrate-Kunden nicht zu loggen, da dies für die Abrechnung überflüssig sei, zieht Strato nach. Nachdem gestern schon angekündigt wurde, die für manche typischen Tauschbörsenports aktivierte Drosselung abzuschalten, läßt Strato nun melden, IP-Adresse von Usern der STRATO MAXXI-DSL - Flatrate nicht mehr zu speichern. " Eine Speicherung der IP-Adressen ist zur Abrechnung der STRATO DSL Kunden nicht erforderlich", heißt es in der Presseerklärung.

Die Strato-Kundschaft sei so heterogen, dass offenbar ein größerer Anteil von Powerusern und Filesharern mit Flat verkraftet wird - und in der Tat ist es diese Zielgruppe, für welche die neuen Features der Flatrate durchaus attraktiv scheinen dürften. Die DSL-Flatrate kommt mit immerhin bis zu 2048 Kilobit schnell daher, wenngleich die interessanten 6000 - kBit DSL-Tarife der Telekom und ihrer Reseller noch weit vorne liegen.

Indessen wird seitens des Innenministeriums wie auch auf EU-Ebene immer stärker eine Loggingpflicht der Internet-Provider gefordert. Indessen wurde letztens per Gerichtsentscheid bestimmt, das IP-Logging der Telekom bei ihren Flatratekunden sei rechtswidrig. Dass Datenschutz und -sparsamkeit wichtige Güter sind, könnte mit der Aktion Stratos vielleicht wieder etwas stärker in das Blickfeld rücken.

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