gulli: Aus dem Gulli, 28.6.

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28. Juni 2005

Aus dem Gulli, 28.6.

Azureus 2.3.0.4 - iTunes plus Podcast - Brasilien gegen Aids-Patente - Dual-G5-Mac nicht zumutbar

Von beliebten BitTorrent - Client Azureus ist wieder eine aktualisierte Version verfügbar. Der javabasierte Client braucht eine Java-VM, läuft dann jedoch plattformunabhängig. Der sehr featurereiche, aber durchaus ressourcenfressende Client ist Open Source und kommt ohne jede Ad- oder Spyware ins Haus. Die aktuelle Version steht wie immer unter der Projekthomepage bei Sourceforge zum Download.

iTunes 4.9 kann podcasten

Die immer beliebteren mp3-Blogs werden von Apples runderneuerter iTunes- Software inzwischen ebenfalls offiziell unterstützt. Die 4.9 gibts bei Apple zum Download, die 10 MB bringen laut Netzwelt eine sehr ordentlich umgesetzte Podcastinglösung mit, welche den externen Plugins wie BadApple von BadFruit den Kritiken nach durchaus überlegen sein dürften.

Brasilien will Patente auf Aidsmedikament ignorieren

"Sehr enttäuscht" wäre der Pharmakonzern Abbott von der brasilianischen Regierung, wenn diese ihre Pläne umsetzen würde: geplant ist das Missachten der Patente Abbotts auf das Aids - Medikament Kaletra, wenn Abbott nicht nochmals die Preise drastisch reduziert.
Die Zahl der 36.000 medikamentös behandelten Aids-Infizierten 1997 stieg bis 2004 auf 170.000 an, 2008 wird mit 215.000 Patienten gerechnet. Senkt Abbott seine Preise nicht, würde Brasilien unter Missachtung der Patente des Medikaments selber Imitate produzieren. Das TRIPS - Abkommen sieht für Fälle eines nationalen medizinischen Notstands entsprechende Außerkraftsetzungen des Patentschutzes vor.
Ein Ding armer Entwicklungsländer ist diese Vorgehensweise indessen nicht. Die USA und Kanada planten eine entsprechende Maßnahme nach den Anschlägen vom 11.9. - für die Produktion billiger Anthrax - Medikamente.

Redakteur darf nicht zur Nutzung eines Dual-G5-Mac gezwungen werden

Auch in Zeiten von Hartz IV, hohen Arbeitslosenzahlen und geplatzten Dotcomblasen ist Web-Redakteuren nicht alles zumutbar. Bei der fliks-it - Solutions GmbH in Bochum konnte ein Redakteur erfolgreich verhindern, zur Arbeit an einem Dual-G5 - Macintoshrechner gezwungen zu werden.
"Es hat weder mit ergonomischerem oder produktiverem Arbeiten zu tun, wenn ich diesen Frauencomputer ohne Tildentaste verwenden muss und dafür ein ordentliches Debiansystem aufgeben müsste. Das erzwungene Verwenden von Macintosh-Rechnern hat nur einen einzigen Zweck: das Erniedrigen und Demütigen des Nutzers", so der anonym bleiben wollende Gewerkschaftler.
Die Unterdrückung hat offenbar Methode: bereits der Wechsel auf einen neuen Tischkicker habe nur zum Ziel gehabt, dem betroffenen Beschäftigten sein gewohntes Spielgerät zu entziehen, an welchem er seine Gegner bislang nach Belieben dominierte. Um auf Themen wie Mobbing, Demütigung, Ausbeutung am Arbeitsplatz und erzwungene Macnutzung zu berichten, sei daher inzwischen die Einrichtung eines eigenen Blogs geplant - Arbeitstitel "Tales from the Mac-Hell". Bisher weigerten sich jedoch die - natürlich überwiegend Macs nutzenden - Kollegen, die entsprechende Software aufzusetzen. Root-Access auf den Servern würde ihm mit fadenscheinigen Begründungen verwehrt, klagte der Redakteur.

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