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31. Mai 2005
Bush-Administration will ohne Gerichtsanordnung Kundendaten von den ISPsRücknahme der Auskunftspflicht soll per Patriot Act abgeschafft werden Der U.S. Distriktrichter Victor Marrero in New York untersagte letztes Jahr im Rahmen einer Klage der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation ACLU der US-Regierung, heimlich Aufzeichnungen der Inhalte von Internet-Kommunikation zu durchsuchen. Zuvor forderte das FBI von einem US-Internetprovider Aufzeichnungen entsprechender User-Kommunikation per Internet an. Der ISP, dessen Name nicht genannt wurde, verweigerte die Herausgabe der Daten und konnte gemeinsam mit der ACLU ein entsprechendes Gerichtsurteil erzielen, welches ihn von der Pflicht der Herausgabe entsprechender Aufzeichnungen entband, berichtet Wired. Die Bush-Administration hat vergangenen Freitag nun eine entsprechende gerichtliche Eingabe gemacht: das FBI solle in einer Neuauflage des Patriot Act wieder ermächtigt werden, von sich aus Provider zur Herausgabe von Kommunikationsaufzeichnungen, Logfiles und Protokollen zwingen zu können. Vor der Gerichtsentscheidung letzten Jahres waren dafür weder eine richterliche noch eine staatsanwaltschaftliche Anordnung mehr notwendig. Dieser Stand der Dinge soll offenbar wieder hergestellt werden. Dabei ist vor allem eines erstaunlich: dass im "Land of the Free" die Geheimdienste offenbar den Gerichten inzwischen so sehr misstrauen, dass sie in ihnen keine zuverlässigen Verbündeten im angeblichen "Kampf gegen den Terror" mehr sehen. Denn eine richterliche Anordnung zur Überwachung von Kommunikation im Fall einer tatsächlichen Gefährdung durch terroristische Aktivitäten läßt sich nicht nur in den USA eigentlich leicht einholen. Trackbacks
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